REX Tech Innovation Income & Growth (FEGI): 12 % Ausschüttung im Jahr und warum das Schwesterprodukt mit 27 % zurückliegt

Aktualisiert am: 6. August 2026​

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Der REX Tech Innovation Income & Growth im Überblick

Basisdaten: WKN: A419AW | ISIN: IE000OBK3UE0 | Ticker: FEGI | TER: 0,65 % p. a. | Fondsvolumen: 15,25 Mio. € | Auflage: 30.06.2025 | Domizil: Irland (HANetf II ICAV) | Fondswährung: USD, ohne Währungssicherung | Positionen: 21 (20 Aktien plus Cash) | Abbildung: Aktien physisch im Sondervermögen, kein Swap
Kern-Strategie: Aktiv gemanagter Covered-Call-ETF auf 20 US-Technologieaktien nach den Regeln des Solactive FANG Innovation Index. Call-Optionen werden auf rund 50 % des Portfolios geschrieben, mit einem Ausübungspreis von bis zu 10 % über dem aktuellen Kurs. Die andere Hälfte bleibt ungedeckelt und nimmt Kursanstiege voll mit.
Dividende & Ertrag: Ausschüttungsrendite 2026 (Prognose): 12,17 % | Ausschüttung je Anteil 2026 (Prognose): 2,83 € | Ausschüttung 2025 (ab Juli): 1,30 € | Rhythmus: monatlich in allen zwölf Monaten | Ertragsquelle: Optionsprämien, keine Dividenden
Branchen-Fokus: Technologie dominiert mit 69,17 %. Kommunikation (15,09 %) und zyklische Konsumgüter (12,09 %) füllen den Rest. Defensive Sektoren fehlen vollständig, und zwar aus systematischen Gründen.
Regionale Verteilung: Nordamerika 96,35 %, davon USA 96,35 %. Es gibt kein Europa, kein Japan, keine Schwellenländer. Der verbleibende Anteil ist die Cash-Position des Fonds.
Das Schwesterprodukt: REX Tech Innovation Premium Income UCITS ETF | WKN: A419AV | ISIN: IE000HF69TA9 | Ticker: FEPI | TER: 0,65 % | Fondsvolumen: 41,58 Mio. € | Auflage: 30.06.2025 | ebenfalls monatlich ausschüttend | gleiches Basisportfolio aus 20 US-Tech-Aktien
Unterschied FEGI zu FEPI: Abdeckungsquote 50 % statt 100 % (die Abdeckungsquote sagt, auf welchen Anteil des Portfolios der Fonds Optionen verkauft) | Ausschüttung 2026 12,17 % statt 27,31 % | Rendite 1 Jahr +13,84 % statt +5,16 % | Rendite lfd. Jahr +5,26 % statt -1,53 % | maximaler Drawdown 23,01 % statt 30,03 % | Cash-Quote 4,66 % statt 6,58 % Der FEGI schüttet deutlich weniger aus und liefert trotzdem mehr Gesamtrendite bei flacherem Drawdown.
Vorteile: Monatlicher Cashflow im zweistelligen Bereich, deutlich mehr Aufwärtspartizipation als der voll gedeckte FEPI, überdurchschnittliche Prämien durch Optionen auf Einzeltitel statt auf den Index, 30 % steuerliche Teilfreistellung für deutsche Privatanleger.
Nachteile: Nur 20 Aktien mit 60,30 % in den Top 10, Klumpenrisiko USA und Technologie in Reinform, TER von 0,65 % plus hohe implizite Handelskosten (XLM 76,73), Fondsvolumen von 15,25 Mio. € mit Schließungsrisiko, Ausschüttungen können anteilig Kapitalrückzahlung sein.
Für wen geeignet? Anleger in der Entnahmephase mit Bedarf an monatlicher Liquidität und Dividendeninvestoren, deren Depot strukturell kaum Technologie enthält. In beiden Fällen als bewusster Satellit von 5 bis 15 % neben einem breiten Kern.
Für wen nicht geeignet? Für den langfristigen Vermögensaufbau, als Kerninvestment und für alle, die bereits stark in US-Technologie investiert sind. Die Kappung nach oben kostet genau die Jahre, die den Zinseszins tragen.

Hinweis zu den Daten: Alle Kennzahlen in diesem Beitrag stammen aus dem ETF-Vergleichstool von extraETF, ergänzt um Angaben von HANetf, REX Shares und Solactive zum Regelwerk. Performance, Zusammensetzung, Ausschüttung und Handelskosten beziehen sich auf den Stand 05.08.2026. Da sich Fondsvolumen, Renditen und Ausschüttungsprognosen laufend ändern, prüfe vor einer Investition immer die aktuellen Werte auf der Fondsseite deines Brokers oder in entsprechenden Tools.

📈 Live-Blick auf den Kurs: Der interaktive Chart zeigt die tagesaktuelle Kursentwicklung (Live-Börsenpreise ohne reinvestierte Ausschüttungen). Gerade bei einem ETF mit 12 % Ausschüttungsrendite ist das nur die halbe Wahrheit. Die Gesamtrenditen inklusive aller Ausschüttungen schauen wir uns weiter unten im Detail an.

Video Zusammenfassung

Was ist das für ein ETF?

Der REX Tech Innovation Income & Growth UCITS ETF (Ticker FEGI, ISIN IE000OBK3UE0) ist ein aktiv gemanagter Covered-Call-ETF auf 20 US-Technologieaktien. Er kauft die Aktien physisch und verkauft auf etwa die Hälfte des Portfolios Kaufoptionen, um Prämien einzunehmen und monatlich auszuschütten. Er ist damit kein Dividenden-ETF, sondern ein Optionsprämien-ETF. Aufgelegt wurde er am 30.06.2025 vom US-Anbieter REX Shares gemeinsam mit der europäischen White-Label-Plattform HANetf.

Wie funktioniert eine Covered-Call-Strategie?

Eine Kaufoption (Call) gibt dem Käufer das Recht, eine Aktie bis zu einem Stichtag zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Dieser Preis heißt Ausübungspreis oder Strike. Wer eine solche Option verkauft, kassiert sofort eine Prämie in bar und verpflichtet sich im Gegenzug, die Aktie zum Strike abzugeben.

„Covered“ heißt die Strategie, weil der ETF die Aktien tatsächlich besitzt, auf die er die Optionen schreibt. Der Fonds verkauft also nicht auf Kredit, sondern verkauft ein Stück seines eigenen Kurspotenzials gegen sofortiges Bargeld. Genau dieses Bargeld landet später als Ausschüttung auf deinem Konto.

Woher kommt das Geld wirklich?

Die ökonomische Quelle heißt Volatilitätsrisikoprämie. Dahinter steckt eine seit Jahrzehnten dokumentierte Beobachtung: Die in Optionspreisen eingepreiste erwartete Schwankung (implizite Volatilität) liegt im Durchschnitt höher als die Schwankung, die später tatsächlich eintritt. Optionskäufer zahlen also im Mittel zu viel für ihre Absicherung.

Der FEGI stellt sich auf die Verkäuferseite und kassiert diesen Aufschlag. Das ist kein Taschenspielertrick, sondern eine reale Risikoprämie. Du wirst dafür bezahlt, dass du im Ernstfall die großen Kursgewinne abgibst und das Verlustrisiko behältst.

Warum Optionen auf Einzelaktien mehr abwerfen als auf den Index

Hier liegt der Grund, warum der FEGI überhaupt zweistellig ausschütten kann. Die meisten Covered-Call-ETFs in Europa verkaufen eine einzige Option auf einen ganzen Index, etwa den Nasdaq-100. Der FEGI verkauft stattdessen 20 einzelne Optionen, eine auf jede Aktie in seinem Portfolio.

Der Unterschied klingt technisch, ist aber leicht zu sehen. Stell dir einen Tag vor, an dem NVIDIA 5 % steigt und Apple 3 % fällt. Der Index bewegt sich unterm Strich kaum, weil sich die Ausschläge gegenseitig auffressen. Die einzelnen Aktien dagegen haben sich kräftig bewegt.

Optionen werden nach erwarteter Bewegung bezahlt. Wer eine Option auf den ruhigen Index verkauft, bekommt wenig. Wer 20 Optionen auf die zappelnden Einzelaktien verkauft, wird für jede Zappelbewegung separat bezahlt. Genau diese Differenz landet als Prämie im Fonds und von dort als Ausschüttung auf deinem Konto.

Der Preis dafür ist ebenso einfach: Der Deckel greift jetzt auch einzeln. Schießt NVIDIA um 40 % nach oben, ist bei dieser Position nach 10 % Schluss, selbst wenn der Rest des Korbs stillsteht. Beim Index-Ansatz würde ein einzelner Ausreißer den Deckel nicht auslösen. Du bekommst also mehr Prämie und verlierst im Gegenzug mehr Ausreißer nach oben.

In Fondsunterlagen findest du dafür den englischen Begriff Single Stock Options. Nicht zu verwechseln mit Single-Stock-ETFs, die einzelne Aktien gehebelt abbilden und etwas völlig anderes sind.

Ist der FEGI ein Einkommens- oder ein Wachstumsprodukt?

Der Name sagt „Income & Growth“, und ausnahmsweise stimmt das Marketing. Die gedeckte Hälfte des Portfolios liefert Einkommen, die ungedeckte Hälfte liefert Wachstum. Damit sitzt der FEGI genau zwischen einem passiven Tech-ETF und einem voll gedeckten Ausschüttungsprodukt wie dem FEPI.

Diese Zwitterstellung ist gleichzeitig seine Stärke und sein Vermarktungsproblem. Wer maximalen Cashflow sucht, findet ihn beim FEPI. Wer maximales Wachstum sucht, kauft einen Nasdaq-100-ETF. Der FEGI ist für alle, die den Mittelweg bewusst wollen.

Welche Regeln setzt der FEGI um?

Der FEGI ist formell aktiv, folgt aber einem klar definierten Regelwerk aus zwei Bausteinen. Erstens bildet er das Aktienportfolio des Solactive FANG Innovation Index ab, der 20 hochliquide US-Technologiewerte bündelt. Zweitens legt er darüber ein Options-Overlay, das Calls auf rund 50 % des Portfoliowerts schreibt, mit einem Ausübungspreis von bis zu 10 % über dem aktuellen Kurs.

Schritt 1: Ausgangsuniversum und Grundfilter

Ausgangspunkt ist der Solactive GBS United States Large & Mid Cap Index. Ein Unternehmen kommt nur in Frage, wenn es mindestens 10 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung erreicht und an der NYSE oder NASDAQ notiert ist.

Dazu kommt ein Sektorfilter: Zulässig sind nur Unternehmen aus den Klassifikationen „Electronic Technology“ oder „Technology Services“. Diese Bezeichnungen stammen aus einer anderen Klassifikationslogik als die Sektoren, die extraETF ausweist. Deshalb tauchen im fertigen Portfolio auch Amazon unter zyklischen Konsumgütern und Netflix unter Kommunikation auf, obwohl der Index sie als Technologiewerte führt.

Für dich als Anleger zählt das Ergebnis, nicht die Etikettierung. Nach jeder gängigen Lesart ist der FEGI ein Technologiefonds, die 12 % zyklische Konsumgüter ändern daran nichts.

Schritt 2: Die acht gesetzten Kernwerte

Acht Titel sind als Kernkomponenten dauerhaft im Index verankert und fliegen unabhängig von kurzfristigen Schwankungen nicht raus: Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms, Microsoft, Netflix, NVIDIA und Tesla.

Das ist eine bewusste Entscheidung gegen reine Regelmechanik. Diese acht Unternehmen bilden das Rückgrat der US-Technologielandschaft, und ihre Optionsmärkte gehören zu den liquidesten der Welt. Für eine Strategie, die monatlich große Kontraktvolumina platzieren muss, ist das die entscheidende Voraussetzung.

Schritt 3: Der Liquiditätsfilter für die restlichen zwölf Plätze

Aus den verbleibenden zulässigen Unternehmen werden zunächst die 30 größten nach Marktkapitalisierung isoliert. Aus dieser Gruppe kommen dann jene zwölf ins Portfolio, die das höchste durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der letzten zwölf Monate aufweisen.

Der Liquiditätsfilter ist keine Kosmetik, sondern eine technische Notwendigkeit. Nur bei sehr liquide gehandelten Aktien existiert ein Optionsmarkt, der tief genug ist, um Monat für Monat große Volumina ohne Preisabschlag zu rollen. Bei einem illiquiden Nebenwert würde der ETF den Optionspreis mit seiner eigenen Order gegen sich bewegen.

Schritt 4: Rebalancing und Neuzusammensetzung

Das Portfolio wird monatlich neu gewichtet und vierteljährlich vollständig neu zusammengesetzt. Dabei greifen individuelle Kappungsgrenzen, die verhindern sollen, dass einzelne Mega-Caps das Portfolio dominieren.

Die Kappung funktioniert nur begrenzt. Microsoft (9,01 %), Apple (8,84 %), NVIDIA (8,73 %) und Amazon (8,67 %) stehen aktuell zusammen für rund 35 % des Fonds. Bei 20 Titeln ist eine echte Gleichverteilung ohnehin nicht das Ziel.

Schritt 5: Das Options-Overlay

Auf dem fertigen Aktienportfolio schreibt der Fonds Calls, die bis zu 10 % über dem aktuellen Kurs liegen. Solche Optionen heißen „out of the money“, kurz OTM. Der Puffer bedeutet: Steigt eine Aktie innerhalb der Optionslaufzeit um 8 %, bleibt dieser Gewinn vollständig beim Fonds. Erst oberhalb der 10-Prozent-Marke wird die Partizipation gekappt.

Das ist der entscheidende konstruktive Unterschied zu Produkten der ersten Generation, die Optionen direkt am aktuellen Kurs schreiben (at the money) und damit jedes Kurspotenzial sofort verkaufen. Der 10-Prozent-Puffer lässt den Basiswerten Luft zum Atmen.

Beim FEGI werden diese Calls nur auf etwa die Hälfte des Portfoliowerts geschrieben. Genau das meint der Begriff Abdeckungsquote (englisch Coverage Ratio): Er sagt, auf welchen Anteil deiner Aktien der Fonds Optionen verkauft hat. Bei 50 % Abdeckung ist die eine Hälfte des Depots vermietet und deckelt Kursgewinne, die andere Hälfte gehört dir ohne jede Begrenzung.

Rechnerisch heißt das: Steigt der Korb um 20 %, macht die ungedeckte Hälfte diese 20 % voll mit, während die gedeckte Hälfte bei rund 10 % plus Prämie stoppt. Du landest also bei etwa 15 % plus der kassierten Prämie. Beim FEPI mit 100 % Abdeckung wären es nur rund 10 % plus Prämie, dafür ist diese Prämie doppelt so hoch.

Was unterscheidet FEGI und FEPI konkret?

Beide ETFs stammen vom gleichen Anbieter, halten dasselbe Basisportfolio, kosten dasselbe und schütten monatlich aus. Der einzige strukturelle Unterschied ist die Abdeckungsquote: FEPI überschreibt 100 % des Portfolios, FEGI nur rund 50 %. Dieser eine Parameter erzeugt zwei völlig unterschiedliche Produkte.

MerkmalFEGI (Income & Growth)FEPI (Premium Income)
ISIN / WKNIE000OBK3UE0 / A419AWIE000HF69TA9 / A419AV
Abdeckungsquoterund 50 %100 %
OptionstypCalls bis 10 % out of the moneyCalls bis 10 % out of the money
Basisportfolio20 US-Tech-Aktien nach Solactive FANG Innovation Indexidentisch
Auflage30.06.202530.06.2025
TER0,65 %0,65 %
Ertragsverwendungausschüttend, monatlichausschüttend, monatlich
FondswährungUSD, ohne WährungssicherungUSD, ohne Währungssicherung
Positionen21 (20 Aktien plus Cash)21 (20 Aktien plus Cash)
Fondsvolumen15,25 Mio. €41,58 Mio. €
AuM-Zuwachs seit Jahresbeginn+42,84 %+52,91 %
Ausschüttung 2026 (Prognose)2,83 € (12,17 %)5,13 € (27,31 %)
Ausschüttung 20251,30 €2,49 €
Rendite 6 Monate+10,36 %+3,98 %
Rendite lfd. Jahr+5,26 %-1,53 %
Rendite 1 Jahr+13,84 %+5,16 %
Rendite seit Auflage+20,65 %+10,77 %
Maximaler Drawdown seit Auflagerund 20 %rund 31 %
Cash-Quote4,66 %6,58 %
Top-10-Anteil60,30 %60,63 %
Aktienstil Value24,10 %18,77 %
XLM (Handelskosten)76,7385,88
Teuerstes Handelsfenster15:00 bis 15:30 Uhr09:00 bis 09:30 Uhr
extraETF Review1 von 5 Sternen1 von 5 Sternen
Datenquelle: extraETF / Stand: 05.08.2026.

Der Zielkonflikt in einer einzigen Zahl

FEPI schüttet mit prognostizierten 27,31 % mehr als das Doppelte des FEGI aus. Trotzdem liegt der FEGI auf Zwölfmonatssicht mit +13,84 % gegenüber +5,16 % um 8,68 Prozentpunkte vorn. Im laufenden Jahr 2026 steht der FEGI bei +5,26 %, der FEPI dagegen bei -1,53 %.

Das ist der Kern der Sache. Die hohe Ausschüttung des FEPI kommt nicht obendrauf, sondern zu einem erheblichen Teil aus der Substanz. Wer die Ausschüttung als Ertrag verbucht und den Kursverlust ignoriert, belügt sich selbst.

Was bei beiden identisch ist

Anbieter, Berater, Auflagedatum, Basisportfolio, Optionstyp, TER, Ausschüttungsrhythmus, Fondswährung und Anzahl der Positionen stimmen exakt überein. Beide Fonds tragen sogar dieselbe extraETF-Bewertung von einem Stern.

Das ist für die Beurteilung wichtiger, als es klingt. Weil alles andere gleich ist, kannst du die Renditeunterschiede sauber auf einen einzigen Hebel zurückführen. Solche Vergleichspaare gibt es im ETF-Markt selten.

Die Ausschüttungen bestätigen die Mechanik

Der FEPI zahlte 2025 genau 2,49 € je Anteil, der FEGI 1,30 €. Das ist ein Faktor von 1,92. Für 2026 prognostiziert extraETF 5,13 € gegenüber 2,83 €, also Faktor 1,81.

Beide Werte liegen nah an dem Faktor 2, den man bei doppelter Abdeckungsquote erwarten würde. Die Strategien tun also genau das, was auf der Verpackung steht. Der Unterschied zwischen 1,8 und 2,0 dürfte daher rühren, dass sich die Prämien pro Kontrakt und die Kursbasis der beiden Fonds im Zeitverlauf leicht auseinanderentwickelt haben.

Wo die Portfolios sich in der Praxis unterscheiden

Nominell halten beide ETFs dieselben 20 Titel, in der Momentaufnahme weichen die Gewichte aber ab. Beim FEPI führen Amazon (9,88 %) und Microsoft (9,28 %), beim FEGI Microsoft (9,01 %) und Apple (8,84 %). Auch die Top-10-Listen sind nicht deckungsgleich, der FEGI führt dort Micron und AMD, der FEPI stattdessen Alphabet (A) und Palantir.

Auffällig ist die Cash-Quote. Der FEPI hält 6,58 % liquide Mittel, der FEGI nur 4,66 %. Wofür diese Liquidität genau dient, weisen die Fondsunterlagen nicht im Detail aus. Eine Sicherheitsleistung für die Optionen ist es jedenfalls nicht, denn bei einer Covered-Call-Strategie sind die geschriebenen Calls durch die gehaltenen Aktien gedeckt und nicht durch Bargeld. Genau daher stammt der Name.

Naheliegender ist ein anderer Zusammenhang, und das Zahlenverhältnis stützt ihn. Beide Fonds nehmen laufend Prämien ein und zahlen sie erst zum Monatsende aus, dazwischen liegt das Geld als Liquidität im Fonds. Dazu kommt ein Puffer, um Optionen zurückzukaufen, die ins Geld gelaufen sind. Der FEPI überschreibt doppelt so viel, nimmt also doppelt so viel Prämie ein und braucht entsprechend mehr Bewegungsspielraum. Seine um 1,92 Punkte höhere Cash-Quote passt zu diesem Bild.

Wann der FEPI trotzdem die bessere Wahl sein könnte

In einem längeren Seitwärtsmarkt dreht sich das Bild. Wenn die Kurse ein Jahr lang per Saldo auf der Stelle treten, ist der 10-Prozent-Deckel wertlos und die volle Prämie reines Zusatzeinkommen. Genau dann spielt der FEPI seine 100-Prozent-Abdeckung aus.

Wer diese Marktphase allerdings sicher vorhersagen kann, braucht keinen ETF mehr. Für alle anderen bleibt der FEGI die robustere Wahl, weil er in beiden Szenarien funktioniert.

Wie ist die regionale Verteilung des FEGI?

Der FEGI investiert zu 96,35 % in Nordamerika, und zwar ausschließlich in den USA. Eine Streuung über andere Regionen existiert nicht, der verbleibende Anteil entfällt auf die Cash-Position des Fonds. Das Regelwerk erzwingt diese Konzentration, weil nur an NYSE und NASDAQ notierte US-Unternehmen aufgenommen werden.

Regionen auf einen Blick

Nordamerika: 96,35 %, ausschließlich USA (Ein MSCI World liegt derzeit bei ca. 68 %, also massive Übergewichtung)
Alle übrigen Länder: jeweils 0,00 %.
Nicht auf ein Land zugeordnet: 3,65 %* Cash und Sonstiges, kein Investment
Zum Vergleich FEPI: 95,85 % Nordamerika, ebenfalls ohne jede weitere Region
Zum Vergleich JPMorgan Nasdaq Premium Income: 96,39 % Nordamerika, dazu Europa 1,33 %, Lateinamerika 0,43 % und Asien 0,07 %

Datenquelle: extraETF / Stand: 05.08.2026. Hinweis: extraETF weist hier in der regionalen Ansicht rechnerisch 3,65 % aus, während in der Branchenansicht 4,66 % Cash-Quote stehen. Solche leichten Rundungs- oder Zuordnungsdifferenzen sind bei Datenprovidern normal, ändern aber nichts an der 96-Prozent-USA-Wette).

Wie FEPI und der JPMorgan-Konkurrent verteilt sind

Die Konzentration ist kein Sonderfall des FEGI, sondern Standard im gesamten Segment. Der FEPI kommt auf 95,85 % Nordamerika, der JPMorgan Nasdaq Premium Income auf 96,39 %. Der Unterschied liegt allein im Rest: Der JPMorgan-ETF verteilt seine letzten Prozentpunkte immerhin auf Niederlande, Kanada, Brasilien und China, bei FEGI und FEPI gibt es diesen Rest gar nicht.

Praktisch ändert das wenig. Gut zwei Prozent verteilt auf vier Länder sind Kosmetik, kein Diversifikationseffekt. Alle drei Fonds sind reine USA-Wetten, der FEGI ist davon nur die konsequenteste.

Warum es außerhalb der USA nichts zu holen gibt

Die Konzentration ist keine Marktmeinung des Managers, sondern eine Konsequenz des Regelwerks. Der Index verlangt eine Notierung an NYSE oder NASDAQ, und die Sektorfilter zielen auf US-Technologiekonzerne. Ein europäischer oder asiatischer Titel kann rein mechanisch gar nicht aufgenommen werden.

Für dich heißt das: Der FEGI ist kein Diversifikationsbaustein. Er verstärkt exakt das Risiko, das in den meisten Depots ohnehin schon am größten ist.

Was das Währungsrisiko für dich bedeutet

Die Fondswährung ist US-Dollar, eine währungsgesicherte Anteilsklasse gibt es nicht. Deine Rendite in Euro setzt sich damit aus drei Bausteinen zusammen: der Kursentwicklung der Tech-Aktien, den Optionsprämien und der Bewegung im Wechselkurs EUR/USD.

Ein stärkerer Dollar wirkt als Renditeturbo, ein schwächerer Dollar frisst die Prämien auf. Bei einer prognostizierten Ausschüttungsrendite von 12,17 % kann eine Dollarabwertung von 10 % innerhalb eines Jahres den kompletten Ertrag neutralisieren. Wer den FEGI wegen des Cashflows kauft, muss diesen Hebel einkalkulieren.

Wie ist die Branchenverteilung des FEGI?

Der FEGI ist ein reinrassiger Technologiefonds. Rund 69 % stecken direkt im Technologiesektor, weitere 15 % in Kommunikationsdiensten und 12 % in zyklischen Konsumgütern. Defensive Sektoren wie Gesundheitswesen, Versorger oder Basiskonsumgüter fehlen vollständig.

Die Branchenverteilung im Detail

BrancheGewichtung FEGIGewichtung FEPIStrategische Einordnung
Technologie69,17 %67,49 %Halbleiter, Software und Cloud, der Motor der Prämienhöhe
Kommunikation15,09 %15,10 %Plattformriesen wie Netflix und Alphabet
Zykl. Konsumgüter12,09 %13,25 %Amazon und Tesla, konjunktursensibel und volatil
Cash4,66 %6,58 %Liquidität zwischen Prämieneinnahme und Monatsausschüttung
Gesundheitswesen0,00 %0,00 %Nicht im Anlageuniversum
Finanzen0,00 %0,00 %Nicht im Anlageuniversum
Versorger0,00 %0,00 %Nicht im Anlageuniversum
Datenquelle: extraETF, Branchenansicht / Stand: 05.08.2026. Die Werte summieren sich auf 101,01 %. Diese Abweichung von rund einem Prozentpunkt weist extraETF nicht näher aus.

Warum die Sektorwahl kein Zufall ist

Die Konzentration auf Technologie ist eine mathematische Notwendigkeit, keine Modeerscheinung. Optionsprämien steigen mit der impliziten Volatilität des Basiswerts. Ein Portfolio aus Versorgern und Basiskonsumgütern würde Prämien abwerfen, die für zweistellige Ausschüttungen niemals reichen.

Der FEGI braucht also genau die Aktien, die am stärksten schwanken. Das ist die unbequeme Kehrseite des hohen Cashflows: Ertragsquelle und Risikoquelle sind identisch.

Was die Technologie-Dominanz für dich als Anleger bedeutet

Fast 70 % deines Investments hängen an einem einzigen Sektor und dessen Investitionszyklus. In der aktuellen Phase profitiert der FEGI massiv vom Ausbau der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Kippt dieser Zyklus, trifft es alle großen Positionen gleichzeitig.

Wer bereits einen MSCI World oder einen Nasdaq-100-ETF hält, erhöht mit dem FEGI seine Technologiequote weiter. Das ist kein Fehler, solange du es weißt und bewusst eingehst.

Wie sich das zum breiteren Wettbewerb verhält

Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income kommt auf 59,51 % Technologie und ergänzt das um Basiskonsumgüter (5,68 %), Gesundheitswesen (3,91 %), Industrie (2,97 %), Versorger (1,02 %), Grundmaterialien (0,86 %) und Finanzen (0,34 %).

Das ist ein echter Unterschied im Risikoprofil. Der JPMorgan-ETF hält 94 Aktien, der FEGI nur 20. Wer Covered Calls will und dabei nicht die gesamte Sektordiversifikation aufgeben möchte, findet dort die ausgewogenere Konstruktion.

Was sind die aktuellen Top 10 Holdings des FEGI?

Die zehn größten Positionen des FEGI machen 60,30 % des Fondsvermögens aus. Angeführt wird das Portfolio von Microsoft (9,01 %), Apple (8,84 %), NVIDIA (8,73 %) und Amazon (8,67 %). Allein diese vier Titel stehen für rund 35 % des Fonds.

NameBrancheLandGewicht
MicrosoftTechnologieUSA9,01 %
AppleTechnologieUSA8,84 %
NVIDIATechnologieUSA8,73 %
Amazon.comZykl. KonsumgüterUSA8,67 %
NetflixKommunikationUSA4,34 %
BroadcomTechnologieUSA4,32 %
Micron TechnologyTechnologieUSA4,23 %
OracleTechnologieUSA4,07 %
SalesforceTechnologieUSA4,04 %
Advanced Micro DevicesTechnologieUSA4,03 %
Datenquelle: extraETF FEGI Top 10 Holdings / Stand: 05.08.2026.

Das Klumpenrisiko im Klumpenrisiko

Vier der zehn größten Positionen sind Halbleiter- und Halbleiterzulieferer: NVIDIA, Broadcom, Micron und AMD kommen zusammen auf 21,31 %. Diese Titel korrelieren untereinander sehr stark, weil sie am gleichen Investitionszyklus für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz hängen.

Ein Abschwung bei den KI-Investitionen trifft also nicht eine Position, sondern gleich mehrere gleichzeitig. Die scheinbare Streuung über zehn Namen ist bei genauerem Hinsehen eine Wette auf zwei bis drei Themen.

Wie sich der Direktvergleich zum FEPI liest

Der FEPI führt in seinen Top 10 Alphabet (A) mit 4,14 % und Palantir mit 3,98 %, wo der FEGI Micron (4,23 %) und AMD (4,03 %) hält. Die Abweichungen entstehen durch unterschiedliche Gewichtungszeitpunkte und die abweichende Cash-Quote, nicht durch verschiedene Titelauswahl.

Praktisch relevant ist das kaum. Beide Fonds sind in ihren Schwergewichten nahezu identisch, mit 60,63 % (FEPI) und 60,30 % (FEGI) in den Top 10.

Was die Konzentration praktisch kostet

20 Aktien sind keine Diversifikation, sondern ein Korb mit Sichtachse. Wenn NVIDIA nach Quartalszahlen 20 % verliert, kostet das den Fonds direkt rund 1,7 Prozentpunkte, und die geschriebenen Calls federn davon nur einen Bruchteil ab.

Zum Vergleich: Der JPMorgan-ETF hält 94 Aktien und kommt auf 49,99 % in den Top 10. Bei ihm wiegt derselbe Einzelfall spürbar leichter.

Wie ist die Verteilung nach Marktkapitalisierung im FEGI?

Der FEGI investiert zu 100 % in Mega- und Large-Cap-Aktien. 64,88 % entfallen auf die Kategorie „Sehr Groß“, 35,12 % auf „Groß“. Mittelgroße, kleine oder sehr kleine Unternehmen kommen im Portfolio nicht vor.

GrößeGewicht FEGIGewicht FEPIEinordnung
Sehr Groß64,88 %61,52 %Microsoft, Apple, NVIDIA und Amazon dominieren
Groß35,12 %38,48 %Der Rest der 20 Titel, durchweg über 10 Mrd. US-Dollar
Mittelgroß, Klein und Micro0,00 %0,00 %Durch die Mindestmarktkapitalisierung von 10 Mrd. US-Dollar ausgeschlossen
Datenquelle: extraETF Vergleich Marktkapitalisierung der Holdings im FEGI / FEPI – Stand: 05.08.2026.

Warum kleine Werte strukturell ausgeschlossen sind

Der Index verlangt mindestens 10 Mrd. US-Dollar Marktkapitalisierung, und der Liquiditätsfilter siebt anschließend nochmals nach Handelsvolumen. Kleinere Werte hätten zwar noch höhere implizite Volatilität und damit fettere Prämien, aber ihre Optionsmärkte sind zu dünn.

Ein ETF, der Monat für Monat große Kontraktvolumina rollt, würde dort selbst den Preis gegen sich bewegen. Die Beschränkung auf Mega- und Large-Caps ist damit die Eintrittskarte für die gesamte Strategie.

Was das für die Stabilität bedeutet

Große, hochprofitable Unternehmen mit Zugang zu internationalen Kapitalmärkten sind fundamental widerstandsfähiger als Nebenwerte. In diesem Punkt ist der FEGI konservativer aufgestellt, als sein Risikoprofil vermuten lässt.

Das ändert nichts an der Sektorkonzentration. Ein Portfolio aus zwanzig Mega-Caps, die alle am selben Zyklus hängen, ist stabil im Einzelnen und fragil im Ganzen.

Der Blick auf den Aktienstil

AktienstilFEGIFEPIJPMorgan Nasdaq Premium Income
Value24,10 %18,77 %16,96 %
Blend38,61 %41,15 %39,84 %
Growth37,29 %40,08 %43,20 %
Datenquelle: extraETF Vergleich Aktienstil FEGI / FEPI – Stand: 05.08.2026.

Bemerkenswert ist, dass ein reiner Tech-ETF überhaupt nur rund 37 % Growth-Anteil ausweist. Viele der Schwergewichte werden inzwischen als Blend eingestuft, weil sie hochprofitabel sind und stabile Cashflows liefern. Die Abweichungen zwischen FEGI und FEPI dürften aus den unterschiedlichen Einzelgewichten und Cash-Quoten stammen, denn die Titelauswahl ist bei beiden Fonds dieselbe.

Wie war die bisherige Performance des FEGI?

Der REX Tech Innovation Income & Growth existiert erst seit dem 30.06.2025, eine belastbare Langfristhistorie fehlt also. Auf Zwölfmonatssicht steht er bei +13,84 % und schlägt damit den FEPI (+5,16 %) deutlich, bleibt aber hinter dem JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income (+21,98 %) zurück. Die Renditewerte beziehen die Ausschüttungen mit ein.

ZeitraumFEGIFEPIJPMorgan Nasdaq Premium IncomeEinordnung
1 Woche+0,57 %+0,34 %+1,14 %FEGI in der Mitte
1 Monat-5,10 %-3,56 %-1,09 %Schwächster der drei, weniger Prämienpolster
3 Monate+3,62 %+1,57 %+4,89 %Klar vor FEPI, hinter JPMorgan
6 Monate+10,36 %+3,98 %+8,75 %Bester Wert der drei
Laufendes Jahr+5,26 %-1,53 %+10,11 %FEPI im Minus, FEGI im Plus
1 Jahr+13,84 %+5,16 %+21,98 %8,68 Punkte vor FEPI, 8,14 hinter JPMorgan
3 Jahren. v.n. v.n. v.Alle drei zu jung für Langfristdaten
Datenquelle: extraETF / Vergleich Renditen FEGI vs. FEPI vs. JEPQ inklusive Ausschüttung / Stand: 05.08.2026.

Was die Zahlen über die Konstruktion verraten

Das Muster ist konsistent und lehrreich. Über alle Zeiträume ab drei Monaten schlägt der FEGI den FEPI, obwohl er weniger als die Hälfte ausschüttet. Die halbierte Abdeckung liefert also genau das, wofür sie gebaut wurde.

Gleichzeitig zeigt der Einmonatswert die Kehrseite. Mit -5,10 % fällt der FEGI stärker als der FEPI (-3,56 %), weil die geringere Prämieneinnahme in schwachen Phasen auch weniger abfedert. Weniger Deckung heißt mehr Chance nach oben und weniger Polster nach unten.

Wie tief ging es bisher nach unten?

Der Drawdown-Verlauf über den gesamten Zeitraum vom 07.2025 bis 08.2026 zeigt die Rangfolge der Risiken deutlich. Der FEPI verlor zwischenzeitlich 30,03 % gegenüber seinem letzten Höchststand, der FEGI 23,01 % und der JPMorgan-ETF genau 9,00 %. Sieben Prozentpunkte Unterschied zwischen den beiden REX-Produkten klingen überschaubar. Sie sind es nicht, denn sie entstehen bei identischem Portfolio allein durch die Abdeckungsquote.

ETFMaximaler Drawdown seit AuflageRendite seit 30.06.2025
REX Tech Innovation Income & Growth (FEGI)23,01 %+ 20,65 %
REX Tech Innovation Premium Income (FEPI)30,03 %+ 10,77 %
JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income9,00 %+ 24,74 %
Datenquelle: extraETF, Drawdown-Chart FEGI vs. FEPI vs. JEPQ 07.2025 bis 08.2026

Was der Drawdown mit der Gesamtrendite macht

Ein tiefer Drawdown allein ist verkraftbar. Entscheidend ist, was danach übrig bleibt, und da wird der Unterschied zwischen den beiden REX-Produkten deutlich.

Seit dem gemeinsamen Start am 30.06.2025 steht der FEGI bei +20,65 %, der FEPI bei +10,77 %. Das sind 9,88 Prozentpunkte Abstand nach knapp vierzehn Monaten, bei identischem Portfolio, identischen Kosten und identischem Auflagedatum. Der einzige Unterschied ist die Abdeckungsquote.

Dabei hat der FEPI in diesem Zeitraum mehr als doppelt so viel ausgeschüttet. Wer nur auf die Ausschüttung geschaut hätte, wäre zum falschen Produkt gegriffen und läge heute knapp zehn Prozentpunkte zurück. Genau das ist gemeint, wenn von Substanzverzehr die Rede ist.

Für mich ist das der stärkste Einzelbefund des ganzen Artikels. Die höhere Ausschüttung kommt hier nicht obendrauf, sie kommt aus dem Kapital.

Warum du diese Zahlen nicht hochrechnen darfst

Dreizehn Monate Historie sind keine Datenbasis für eine Renditeerwartung. Der Beobachtungszeitraum enthält eine Korrekturphase im Frühjahr 2026 und eine anschließende Erholung, aber keine echte Krise und keinen langen Seitwärtsmarkt.

Genau in einem Seitwärtsmarkt würde sich das Bild zwischen FEGI und FEPI drehen. Nimm die bisherigen Zahlen deshalb als Beleg dafür, dass die Konstruktionslogik funktioniert, nicht als Prognose.

Tracking Difference: hier gibt es nichts zu messen

Für FEGI und FEPI weist extraETF keine Tracking Difference aus, im Feld „Benchmark“ steht bei beiden schlicht N/A. Das Aktienportfolio folgt zwar dem Solactive FANG Innovation Index, das Options-Overlay verändert das Renditeprofil aber so stark, dass dieser Index keine sinnvolle Messlatte mehr ist. Genau deshalb gelten beide Fonds als aktiv.

Für dich bedeutet das: Du kannst die tatsächliche Kostenbelastung nicht über die übliche Kennzahl prüfen. Was du siehst, sind die TER von 0,65 % und das Handelskostenmaß XLM.

Beim JPMorgan-ETF ist die Lage anders, dort dient der NASDAQ 100 TR USD als Benchmark. extraETF weist eine durchschnittliche Tracking Difference von 5,62 % aus, rot markiert. Der Fonds bleibt also deutlich hinter dem reinen Index zurück. Das ist bei einer Covered-Call-Strategie in einem steigenden Markt kein Fehler, sondern der eingebaute Preis der Konstruktion.

Wie hoch ist die Ausschüttungsrendite des FEGI?

Der REX Tech Innovation Income & Growth schüttet monatlich aus. Für 2026 prognostiziert extraETF 2,83 € je Anteil, das entspricht 12,17 % Ausschüttungsrendite (Stand 05.08.2026). Gezahlt wird in allen zwölf Monaten. Wichtig zur Einordnung: Das sind keine Dividenden, sondern überwiegend Optionsprämien.

JahrAusschüttung je Anteil FEGIDiv. Rendite FEGIAusschüttung je Anteil FEPIDiv. Rendite FEPI
2026 (Prognose)2,83 €12,17 %5,13 €27,31 %
2025 (ab 30.06.)1,30 €n. v.2,49 €n. v.
2024Fonds noch nicht aufgelegtn. v.Fonds noch nicht aufgelegtn. v.
Datenquelle: extraETF / Ausschüttungen FEGI vs. FEPI – Stand: 05.08.2026.

Warum das keine Dividendenrendite ist

Die 20 gehaltenen Tech-Werte zahlen zusammen nur eine sehr geringe Dividendenrendite. Der weit überwiegende Teil der 12,17 % stammt aus dem Verkauf von Call-Optionen. Das ist ein entscheidender Unterschied, denn Dividenden werden aus Unternehmensgewinnen gezahlt, Optionsprämien aus dem Verkauf von Kurschancen.

Wer den FEGI mit einem klassischen Dividenden-ETF vergleicht, vergleicht zwei völlig verschiedene Ertragsmodelle. Bei Dividenden wächst die Ausschüttung typischerweise mit den Gewinnen, bei Optionsprämien schwankt sie mit der Volatilität.

Warum die Ausschüttung von Monat zu Monat schwankt

Die Höhe der Prämien hängt fast vollständig an der impliziten Volatilität. In nervösen Marktphasen und rund um die Berichtssaison werden Optionen teuer, der Fonds verdient mehr und schüttet mehr aus. In ruhigen Phasen brechen die Prämien ein.

Plane also nicht mit einem festen Monatsbetrag. Der Prognosewert von 2,83 € ist eine Hochrechnung auf Basis der zuletzt gezahlten Beträge, keine Zusage.

Das Thema Return of Capital

Ein Teil der Ausschüttung kann als Rückzahlung deines eigenen Kapitals erfolgen, in der Fachsprache Return of Capital. Das passiert, wenn die Prämieneinnahmen nicht ausreichen, um die ausgezahlte Summe zu decken. Der Nettoinventarwert des Fonds sinkt dann entsprechend.

Beim FEGI ist dieses Problem durch die 50-Prozent-Abdeckung deutlich kleiner als beim FEPI, aber es verschwindet nicht. Der Test ist immer derselbe: Vergleiche die Gesamtrendite mit der Ausschüttungsrendite. Liegt die Gesamtrendite darunter, hast du einen Teil deines eigenen Geldes zurückbekommen.

Was nach Steuern übrig bleibt

Auf die Ausschüttung fallen Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, allerdings nur auf 70 % der Erträge. Bei 12,17 % Bruttorendite und der 30-prozentigen Teilfreistellung landest du ohne Kirchensteuer bei rund 9,9 % netto.

Der Sparerpauschbetrag verbessert das Bild bei kleineren Depots zusätzlich. Weil nur 70 % der Ausschüttung überhaupt steuerpflichtig sind, bleibt bei 1.000 € Freibetrag und 12,17 % Ausschüttungsrendite eine Position von rund 11.700 € komplett steuerfrei, sofern du den Freibetrag nicht anderweitig verbrauchst.

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Was sind die Vorteile des FEGI?

Der REX Tech Innovation Income & Growth liefert dir 12,17 % prognostizierte Ausschüttungsrendite in zwölf Monatszahlungen und dabei deutlich mehr Kurspotenzial als jeder voll gedeckte Covered-Call-ETF. Auf Zwölfmonatssicht bringt er 8,68 Prozentpunkte mehr Gesamtrendite als das voll gedeckte Schwesterprodukt FEPI. Dazu kommen 30 % steuerliche Teilfreistellung und die physisch gehaltenen Aktien im Sondervermögen.

Die Vorteile des FEGI im Überblick

Der Kompromiss funktioniert messbar: 8,68 Prozentpunkte mehr Gesamtrendite als der FEPI auf Zwölfmonatssicht, bei halber Ausschüttung.
Monatlicher Cashflow: Zwölf Zahlungen pro Jahr ohne die Notwendigkeit, Anteile zu verkaufen.
Cashflow aus einem Sektor, der sonst keinen liefert: Tech-Werte schütten kaum aus, der FEGI macht sie trotzdem zur Ertragsquelle.
Höhere Prämien durch Einzeltitel-Optionen: Optionen auf NVIDIA oder Tesla sind deutlich teurer als Indexoptionen.
10-Prozent-Puffer: Normale Monatsrallyes nimmt der Fonds vollständig mit, zusätzlich zur Prämie.
Steuerliche Teilfreistellung: 30 % aller Erträge sind für deutsche Privatanleger steuerfrei.
Kein Kontrahentenrisiko auf der Aktienseite: Die 20 Titel liegen physisch im irischen Sondervermögen.

Der Kompromiss funktioniert messbar

Die 8,68 Prozentpunkte Vorsprung gegenüber dem FEPI auf Zwölfmonatssicht sind kein Rauschen, sondern das erwartbare Ergebnis der Konstruktion. Über sechs Monate liegt der FEGI mit +10,36 % sogar vor beiden Vergleichsprodukten.

Wer Optionsprämien einnehmen will, ohne dabei das gesamte Aufwärtspotenzial zu verkaufen, bekommt hier ein durchdachtes Produkt. Das ist in einem Segment, das voll von schlecht konstruierten Renditeversprechen steckt, keine Selbstverständlichkeit.

Monatlicher Cashflow ohne Anteilsverkäufe

Zwölf Ausschüttungen pro Jahr bedeuten planbare Liquidität. Für Anleger in der Entnahmephase entfällt der Zwang, ausgerechnet in schwachen Marktphasen Anteile zu verkaufen. Dieses Risiko heißt Sequence of Returns Risk und ist einer der Hauptgründe, warum Entnahmepläne scheitern.

Wichtig bleibt die Einordnung: Der Cashflow ist real, seine Herkunft aber nicht immer Ertrag. Prüfe deshalb regelmäßig, ob die Gesamtrendite die Ausschüttung trägt.

Cashflow aus einem Sektor, der sonst nichts abwirft

Technologiewerte sind für Einkommensinvestoren traditionell ein Problem. Microsoft, Apple und Broadcom zahlen kleine Dividenden, Amazon, Netflix, Tesla und Palantir zahlen gar keine. Wer sein Depot nach Ausschüttungshöhe baut, siebt den gesamten Sektor deshalb fast vollständig aus.

Genau diese Lücke schließt der FEGI mit einem Umweg. Er holt den Ertrag nicht aus den Gewinnen der Unternehmen, sondern aus der Volatilität ihrer Aktien. Aus einem Korb, der organisch vielleicht 0,5 % Dividendenrendite abwirft, werden so prognostizierte 12,17 % Ausschüttung.

Der Preis dafür steht offen auf der Rechnung: Du tauschst Kursgewinne oberhalb von 10 % auf der gedeckten Hälfte gegen sofortiges Bargeld. Für ein Wachstumsdepot ist das ein schlechter Handel. Für ein Depot, in dem Technologie sonst überhaupt nicht vorkäme, ist es der einzige Weg, den Sektor überhaupt einkommenswirksam zu halten.

Höhere Prämien durch Einzeltitel-Optionen

Optionen auf NVIDIA oder Tesla sind deutlich teurer als Optionen auf den Nasdaq-100, weil Einzelaktien stärker schwanken als ein Index. Der FEGI verkauft genau diese teuren Optionen.

Das erklärt, warum er trotz halbierter Abdeckung noch 12,17 % Ausschüttungsrendite prognostiziert, während der indexbasierte JPMorgan-Konkurrent bei 10,20 % landet. Rund zwei Prozentpunkte Vorsprung bei halber Überschreibung sind der messbare Wert der Einzeltitel-Prämie.

Der 10-Prozent-Puffer

Die Calls werden bis zu 10 % über dem aktuellen Kurs geschrieben. Eine normale Monatsrallye von 5 bis 8 % nimmt der Fonds also vollständig mit, zusätzlich zur Prämie.

Ältere Produkte, die at the money schreiben, verkaufen jeden Cent Kursgewinn sofort weg. Genau daran sind viele Covered-Call-ETFs der ersten Generation gescheitert.

Steuerliche Teilfreistellung greift

Weil der FEGI dauerhaft mehr als 51 % physisch in Aktien hält, gilt er nach § 20 InvStG als Aktienfonds. Für deutsche Privatanleger sind damit 30 % aller Erträge steuerfrei, also Ausschüttungen, Veräußerungsgewinne und Vorabpauschale gleichermaßen.

Bei einer Ausschüttungsrendite von 12,17 % ist dieser Effekt erheblich. Er verwandelt eine Steuerlast von 26,375 % in eine effektive Belastung von rund 18,5 %.

Was sind die Nachteile des FEGI?

Der REX Tech Innovation Income & Growth kombiniert ein asymmetrisches Risikoprofil mit extremer Konzentration und hohen Kosten. Du trägst nahezu das volle Verlustrisiko von 20 Tech-Aktien, gibst aber die Hälfte des Aufwärtspotenzials oberhalb von 10 % ab. Dazu kommen 0,65 % TER, rund 0,77 % implizite Handelskosten je Order, 60,30 % in den Top 10 und ein Fondsvolumen von nur 15,25 Mio. €.

Die Nachteile des FEGI im Überblick

Strukturell schiefes Risikoprofil: volles Verlustrisiko, gekappte Gewinne oberhalb des Strikes.
Extreme Konzentration: 20 Aktien, 60,30 % in den Top 10, 96,35 % USA, 69,17 % Technologie.
Hohe laufende Kosten: TER 0,65 %, fast das Doppelte des JPMorgan-Konkurrenten.
Teure Handelbarkeit: XLM von 76,73, also rund dreimal so hoch wie beim JPMorgan-ETF.
Kleines Fondsvolumen: 15,25 Mio. € bedeuten ein reales Schließungs- oder Verschmelzungsrisiko.
Substanzverzehr möglich: Ein Teil der Ausschüttung kann Return of Capital sein.
Volles Währungsrisiko: keine Absicherung gegen den US-Dollar.
Dünne Bewertungsgrundlage: keine Benchmark und nur dreizehn Monate Historie.

Das Risikoprofil ist strukturell schief

Fällt der Markt um 30 %, fällt dein Anteilswert nahezu genauso stark. Die kassierte Prämie federt nur wenige Prozentpunkte ab. Steigt der Markt dagegen um 30 %, machst du auf der gedeckten Hälfte nur etwa 10 % plus Prämie mit.

Diese negative Schiefe ist kein Fehler im Produkt, sondern sein Wesen. Du verkaufst systematisch die guten Extremjahre und behältst die schlechten. Über lange Zeiträume, in denen Aktienmärkte im Schnitt steigen, ist das ein teurer Handel.

Nur 20 Aktien, davon 60 % in den Top 10

Ein Fonds mit 20 Positionen ist ein konzentriertes Wettpaket. Die Top 10 stehen für 60,30 %, die vier größten Titel allein für rund 35 %.

Wenn du bereits einen Nasdaq-100- oder MSCI-World-ETF im Depot hast, kaufst du hier zum zweiten oder dritten Mal dieselben Namen. Der Diversifikationsnutzen ist praktisch null, das zusätzliche Konzentrationsrisiko dafür sehr real.

Kosten und Handelskosten summieren sich

Die TER liegt bei 0,65 % p. a. Das ist fast das Doppelte des JPMorgan-Konkurrenten (0,35 %) und ein Vielfaches eines simplen S&P-500-ETF. Dazu kommt das XLM von 76,73, also rund 0,77 % implizite Handelskosten für eine Standardorder an der Xetra.

Konkret heißt das: Kauf und Verkauf kosten dich zusammen rund 1,5 % Spread, bevor überhaupt eine Rendite entstanden ist. Das relativiert kurzfristige Taktik erheblich. Beim JPMorgan-ETF liegt das XLM bei 25,55, also bei rund einem Drittel.

Das Fondsvolumen ist klein

Mit 15,25 Mio. € ist der FEGI ein Leichtgewicht. Der Schwesterfonds FEPI kommt auf 41,58 Mio. €, der JPMorgan-ETF auf 3 Mrd. €. Unterhalb von etwa 50 Mio. € ist ein ETF für den Anbieter selten kostendeckend, eine Schließung oder Verschmelzung wäre also kein exotisches Szenario.

Immerhin zeigt der Trend nach oben. Seit Jahresbeginn 2026 legte das verwaltete Vermögen um 4,57 Mio. € zu, ein Plus von 42,84 %. Der FEPI wuchs im gleichen Zeitraum um 52,91 %.

Volles Währungsrisiko ohne Absicherung

Die Erträge fließen in US-Dollar, eine währungsgesicherte Anteilsklasse gibt es nicht. Deine tatsächliche Rendite hängt damit spürbar am EUR/USD-Kurs.

Bei einem Produkt, dessen zentrales Verkaufsargument der planbare Cashflow ist, wiegt das schwerer als bei einem thesaurierenden Welt-ETF. Deine Monatsausschüttung schwankt nicht nur mit der Volatilität, sondern zusätzlich mit dem Wechselkurs.

Für welchen Anlegertyp eignet sich der FEGI?

Der REX Tech Innovation Income & Growth passt zu Anlegern, die laufende monatliche Liquidität brauchen und dafür bewusst Kurspotenzial abgeben. Er eignet sich als kleiner Satellit von 5 bis 15 % neben einem breiten, kostengünstigen Kerninvestment. Wer bereits Vermögen aufgebaut hat und daraus Cashflow ziehen will, findet hier ein präzises Werkzeug.

Geeignet für diese Anlegertypen

Der Entnahme-Investor: Braucht planbare Monatszahlungen und will dafür keine Anteile verkaufen müssen.
Der Dividenden-Investor mit Tech-Lücke: Hat ein Depot voller Finanzen, Versorger und Konsumgüter, aber praktisch keine Technologie.
Der Seitwärtsmarkt-Skeptiker: Hält Tech-Bewertungen für ausgereizt, will aber bei einer unerwarteten KI-Rallye nicht komplett an der Seitenlinie stehen.
Der FEPI-Aussteiger: Findet 27 % Ausschüttung bei 31 % Drawdown zu heiß, will aber an der Volatilitätsprämie teilhaben.
Der bewusste Satelliten-Beimischer: Hat einen breiten Kern und will die Ausschüttungsquote des Gesamtdepots gezielt anheben.

Fit: Der Entnahme-Investor

Wenn du regelmäßige Auszahlungen brauchst, löst der FEGI ein echtes Problem. Du musst keine Anteile verkaufen, um an Geld zu kommen, und du musst dafür auch keinen guten Zeitpunkt abpassen. Zwölf Zahlungen pro Jahr passen zudem gut zu monatlichen Fixkosten.

Wichtig ist die Positionsgröße. Als alleinige Entnahmequelle ist der FEGI zu konzentriert, als Baustein neben anderen Ausschüttern funktioniert er gut.

Fit: Der Dividenden-Investor mit Tech-Lücke

Klassische Dividendendepots sind strukturell technologiearm, und zwar nicht aus Überzeugung, sondern durch die Auswahllogik. Wer nach Ausschüttungsrendite oder Dividendenhistorie filtert, landet bei Banken, Versicherern, Versorgern, Telekommunikation, Pharma und Basiskonsumgütern. Die Unternehmen, die den größten Teil der Marktwertsteigerung der letzten zehn Jahre getragen haben, fallen fast alle durch das Raster.

Für dieses Depot dreht sich meine Aussage aus dem Regionen-Kapitel um. Dort schreibe ich, dass der FEGI in den meisten Portfolios das ohnehin größte Risiko verstärkt. In einem finanz- und versorgerlastigen Ausschütterdepot stimmt genau das nicht. Dort ist er der Baustein, der eine echte Lücke füllt, statt eine Wette zu verdoppeln.

Der Tausch ist bewusst zu treffen. Du bekommst Technologie-Exposure mit Cashflow, gibst dafür aber den Großteil des Kurspotenzials ab, das dieser Sektor eigentlich ausmacht. Wer Tech im Depot haben will, um am Wachstum teilzuhaben, ist mit einem thesaurierenden Nasdaq-100-ETF besser bedient. Wer Tech im Depot haben will, ohne die Ausschüttungsquote seines Depots zu ruinieren, findet im FEGI das passendere Werkzeug.

Praktisch heißt das: 5 bis 10 % Gewichtung reichen. Bei 10 % hebst du deine Technologiequote um rund 7 Prozentpunkte und die Ausschüttungsrendite des Gesamtdepots um etwa 1,2 Prozentpunkte gleichzeitig.

Fit: Der unentschlossene Stagnations-Erwarter

Wer nach den Rallyes der vergangenen Jahre eine längere Stagnation im Tech-Sektor für wahrscheinlich hält, sich aber nicht traut, das komplette Kurspotenzial wegzugeben, findet hier seinen Kompromiss. Wer sich völlig sicher ist, dass Tech stagniert, müsste konsequenterweise den FEPI mit seiner 100-Prozent-Abdeckung kaufen. Der FEGI ist für alle, die eine Seitwärtsphase erwarten, aber sagen: „Falls die KI-Rallye doch noch ein Jahr weitergeht, will ich zumindest zur Hälfte dabei sein.“ In einem Markt, der ein Jahr lang per Saldo nichts macht, verdient der FEGI Prämien, während der passive Halter null Rendite sieht.

Fit: Der FEPI-Aussteiger

Der wichtigste Anwendungsfall ist der direkte Vergleich mit dem Schwesterprodukt. Wenn dir 27 % Ausschüttung bei gleichzeitig rund 31 % Drawdown zu heiß sind, du aber trotzdem an der Volatilitätsprämie teilhaben willst, ist der FEGI der richtige Kompromiss.

Ich halte ihn für das deutlich robustere der beiden REX-Produkte. Die Zahlen aus dreizehn Monaten stützen diese Einschätzung in fast jedem Zeitfenster.

Fit: Der bewusste Satelliten-Beimischer

Bei 10 % Gewichtung hebt der FEGI die Ausschüttungsrendite deines Gesamtdepots um rund 1,2 Prozentpunkte pro Jahr. Das ist ein spürbarer Effekt, ohne dass du dein Risikoprofil komplett verbiegst.

Voraussetzung ist ein Kern, der breit gestreut und ungedeckelt am Marktwachstum teilnimmt. Ohne diesen Kern wird aus der Beimischung eine Wette.

Für welchen Anlegertyp eignet sich der FEGI nicht?

Für den langfristigen Vermögensaufbau ist der REX Tech Innovation Income & Growth die falsche Wahl. Wer 20 oder 30 Jahre Zeit hat, verschenkt mit gekappten Kursgewinnen genau die Extremjahre, die den Zinseszinseffekt tragen. Auch als Kerninvestment oder als vermeintlich defensives Produkt taugt er nicht.

Nicht geeignet für diese Anlegertypen

Der junge Vermögensaufbauer: Braucht Zinseszins und Steuerstundung, beides untergräbt der FEGI.
Der risikoscheue Anleger: Verwechselt „Covered Call“ mit Kapitalschutz und trägt bei 15,25 Mio. € Fondsvolumen zusätzlich ein reales Schließungsrisiko.
Der bereits tech-lastige Anleger: Hält Nasdaq-100 oder S&P 500 und verdoppelt hier dieselbe Wette.
Der Kurzfrist-Taktiker: Zahlt bei jedem Rundlauf rund 1,5 % implizite Handelskosten.

No-Fit: Der junge Vermögensaufbauer

Der Aktienmarkt hat über lange Zeiträume einen positiven Erwartungswert. Jede systematische Kappung nach oben unterminiert den Zinseszinseffekt. Dazu kommt der steuerliche Nachteil: Die monatliche Vollausschüttung verhindert die Steuerstundung, die ein thesaurierender ETF automatisch liefert.

Rechne es einmal durch. Bei 12 % Ausschüttung und rund 26 % Steuerlast auf 70 % der Erträge verlierst du jedes Jahr etwa 2,2 % des Depotwerts an das Finanzamt, obwohl du das Geld sofort wieder anlegst.

No-Fit: Der risikoscheue Anleger

„Covered Call“ klingt nach Absicherung, ist aber keine. Die Prämie federt Kursrückgänge nur um wenige Prozentpunkte ab.

Der Drawdown von rund 20 % im Frühjahr 2026 zeigt, dass hier volles Aktienrisiko im Depot liegt. Wer diese Schwankung nicht aushält, ist bei einem defensiven Mischprodukt besser aufgehoben.

No-Fit: Der bereits tech-lastige Anleger

Wenn du einen MSCI World, einen S&P 500 oder gar einen Nasdaq-100-ETF hältst, sind Microsoft, Apple, NVIDIA und Amazon bereits deine größten Positionen. Der FEGI verdoppelt diese Wette, ohne echten Diversifikationsnutzen zu liefern.

Rechne deinen tatsächlichen Technologieanteil einmal über alle Depotpositionen zusammen. Bei vielen Anlegern liegt er schon vor dem FEGI über 30 %.

No-Fit: Der Kurzfrist-Taktiker

Bei rund 0,77 % impliziten Handelskosten pro Transaktion rechnet sich kurzfristiges Hin und Her nicht. Wer die Position nach wenigen Monaten wieder auflöst, verliert allein am Spread mehr als eine Monatsausschüttung.

Der FEGI ist ein Instrument für eine bewusst gewählte Haltedauer, nicht für taktisches Timing.

Mit welchen Strategien lässt sich der FEGI kombinieren?

Der FEGI funktioniert nur als Satellit, niemals als Kern. Sinnvoll ist die Kombination mit einem breit gestreuten, thesaurierenden Welt-ETF, der ungedeckelt am Marktwachstum teilnimmt. Wer die Ausschüttungen konsequent in einen solchen Kern reinvestiert, baut den Substanzverzehr systematisch wieder auf.

💡 Lesetipp: Der FEGI ist ein klassischer Satelliten-Baustein. Wenn du noch unschlüssig bist, welches Gesamtkonzept zu dir passt, lies zuerst meinen Guide zu den einzelnen ETF-Strategien.

Partner-ETFBewertungDer strategische Effekt
MSCI World oder FTSE All-World (thesaurierend)✅ IdealUngedeckelter Kern von 85 bis 95 %, der FEGI hebt nur die Ausschüttungsquote
Nasdaq-100-ETF (thesaurierend)✅ IdealDie Monatsausschüttungen kaufen ungedeckeltes Tech-Beta zurück
Geldmarkt-ETF oder kurzlaufende Anleihen✅ IdealDer Cashflow füttert die sichere Seite, es entsteht ein selbstfinanzierter Puffer
Dividenden-ETF oder Dividendenaktien✅ IdealDer FEGI füllt die Technologielücke, die jeder Ausschüttungsfilter erzeugt, ohne die Ausschüttungsquote zu senken
JPM Europe Equity Premium Income Active (JEPE)✅ IdealGleiche Ertragslogik, aber Europa, Value und Euro. Gleicht Region, Sektor und Währung in einem Schritt aus
Europa- oder Schwellenländer-ETF ohne Optionen✅ IdealDer direkteste Weg, das 96-Prozent-USA-Risiko des FEGI auszugleichen
JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income❌ StoppVerdoppelt dieselbe Ertragsquelle im selben Markt. Entweder oder, nicht beides
REX Tech Innovation Premium Income (FEPI)❌ StoppIdentisches Basisportfolio. 20 Aktien doppelt im Depot. Wähle eine Abdeckungsquote, halte nicht beide
Global X Nasdaq 100 Covered Call (QYLD)❌ StoppDoppelte Covered-Call-Wette auf denselben Markt, dazu ATM-Struktur
REX Crypto Equity Income & Growth (CEGI)❌ StoppGleiche Strategie, noch höhere Volatilität, das Risiko potenziert sich

3 konkrete Portfolio-Ideen mit dem FEGI

Strategie 1: Der Yield-Aufsatz (Core-Satellite)

Setze 85 bis 95 % des Kapitals in einen breiten, thesaurierenden Welt-ETF und lege 5 bis 15 % in den FEGI. Der Kern übernimmt den Vermögensaufbau, der Satellit hebt die Ausschüttungsquote des Gesamtdepots. Bei 10 % Gewichtung erhöht der FEGI die Depotrendite aus Ausschüttungen um rund 1,2 Prozentpunkte pro Jahr.

Strategie 2: Die Reinvestitionsschleife (Prämie wird Beta)

Wer den Cashflow noch nicht braucht, leitet die monatlichen Ausschüttungen automatisch in einen thesaurierenden Nasdaq-100- oder Welt-ETF um. Damit wandelst du Volatilitätsprämie in ungedeckeltes Markt-Beta um. Das ist der eleganteste Weg, dem Substanzverzehr zu begegnen, kostet aber bei jeder Ausschüttung Steuern.

Strategie 3: Die Hantel (Barbell für Sicherheitsorientierte)

Ein kleiner Teil ins Hochrisiko-Segment FEGI, der große Rest in Geldmarkt oder kurzlaufende Staatsanleihen. Der Cashflow des FEGI wandert in die sichere Seite und baut dort kontinuierlich Puffer auf. So entsteht ein Konstrukt, bei dem der riskante Teil den sicheren Teil selbst finanziert.

Passt der FEGI auch neben einem bestehenden Optionsprämien-Baustein?

Meistens nicht. Wer bereits einen Covered-Call-ETF im Depot hält, kauft mit dem FEGI dieselbe Ertragsquelle ein zweites Mal. Die Volatilitätsrisikoprämie ist ein einzelner Faktor, und zwei Produkte darauf verdoppeln die Abhängigkeit statt sie zu streuen.

Sinnvoll bei

  • Bewusstem Wechsel der Abdeckungsquote: Wer FEPI hält und die Kappung als zu hart empfindet, kann schrittweise in den FEGI umschichten statt beides parallel zu halten.
  • Unterschiedlichen Basiswerten: Ein Covered-Call-Produkt auf europäische Aktien wie der JEPE überschneidet sich weder bei Land noch Sektor noch Währung mit dem FEGI. Das ist die einzige Doppelung, die im Depot wirklich Sinn ergibt.

Weniger sinnvoll bei

  • Bestehendem Nasdaq-Covered-Call: Wer QYLD oder den JPMorgan-ETF hält, kauft mit dem FEGI dieselben Schwergewichte und dieselbe Prämienlogik erneut.
  • Bereits hoher Ausschüttungsquote: Wenn dein Depot ohnehin schon stark auf laufende Erträge getrimmt ist, verschärft der FEGI nur den Steuer- und Reinvestitionsdruck.

💡 Lesetipp

Welche Alternativen gibt es zum FEGI?

Die sechs ernstzunehmenden Alternativen zum REX Tech Innovation Income & Growth sind das Schwesterprodukt REX Tech Innovation Premium Income (FEPI), der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income, der Global X Nasdaq 100 Covered Call (QYLD), der REX Crypto Equity Income & Growth (CEGI), der YieldMax Big Tech Option Income (YMAG) und der JPM Europe Equity Premium Income Active (JEPE). Alle zielen auf hohe monatliche Ausschüttungen, unterscheiden sich aber in Abdeckungsquote, Optionsebene, Region und Kosten. Unter den Tech-Produkten ist der FEGI der einzige, der sich bewusst in der Mitte zwischen Einkommen und Wachstum positioniert.

Einer fällt aus dem Raster, weil er nicht das Produkt, sondern die Region austauscht: der JEPE. Wer die Optionsprämie will, aber nicht die vierte USA-Tech-Wette im Depot, findet dort das Gegenstück zum FEGI.

Der REX Tech Innovation Income & Growth im Vergleich zu den Alternativen

ETF-NameISINTER Dividenden-LogikGrößter VorteilGrößter Nachteil
REX Tech Innovation Premium Income (FEPI)IE000HF69TA90,65 %Calls auf jede Einzelaktie, 100 % des Portfolios27,31 % Ausschüttungsprognose 2026Lfd. Jahr -1,53 %, Drawdown rund 31 %, kein neues Hoch seit Herbst 2025
JPMorgan Nasdaq Equity Premium IncomeIE000U9J8HX90,35 %Index-Calls über Equity-Linked Notes94 Aktien, halbe Kosten, +21,98 % auf JahressichtAusschüttung mit 10,20 % niedriger
Global X Nasdaq 100 Covered Call (QYLD)IE00BM8R0J590,45 %At-the-money Calls auf den Nasdaq-100Rund 690 Mio. € Volumen, sehr verlässlicher AusschüttungsstromKein Kurspotenzial, Swap-Replikation
REX Crypto Equity Income & Growth (CEGI)IE0008BA4TY10,65 %Gleiche 50-Prozent-Logik wie FEGI, Basis Krypto-AktienNoch höhere Prämien durch extreme VolatilitätDeutlich höheres Kapitalrisiko
YieldMax Big Tech Option Income (YMAG)IE000MMRLY960,99 %Synthetische Optionen auf einzelne Tech-AktienSehr hohe AusschüttungenTeuerste Konstruktion im Vergleich
JPM Europe Equity Premium Income Active (JEPE)IE00064TWYK90,35 %Index-Calls OTM auf europäische Aktien plus echte Dividenden154 Titel, Europa statt USA, kein Dollar-RisikoZielrendite 8 bis 10 %, sehr junger Fonds
Kennzahlen zu FEPI und JPMorgan Nasdaq aus extraETF, Stand 05.08.2026. Angaben zu QYLD, CEGI, YMAG und JEPE aus Anbieter- und Marktquellen sowie aus meiner eigenen JEPE-Analyse, Stand 06.2026.

REX Tech Innovation Premium Income (FEPI): Der Maximalist

Das Schwesterprodukt ist die direkteste Alternative und gleichzeitig die aggressivste. Gleiches Portfolio, gleiche Kosten, aber 100 % statt 50 % Abdeckung. Das Ergebnis sind prognostizierte 27,31 % Ausschüttungsrendite, denen ein Kursverlust von 1,53 % im laufenden Jahr und ein maximaler Drawdown von rund 31 % gegenüberstehen.

Der FEPI ist die richtige Wahl, wenn die reine Ausschüttungshöhe für dich das einzige Kriterium ist und du eine ausgeprägte Seitwärtsphase erwartest. In jedem anderen Szenario zahlst du für die zusätzlichen Prozentpunkte deutlich mit Substanz.

JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income: Der solide Platzhirsch

Mit 3 Mrd. € Fondsvolumen ist dieser ETF um den Faktor 200 größer als der FEGI. Er schreibt keine Optionen auf Einzeltitel, sondern erzielt sein Einkommen über strukturierte Schuldverschreibungen, die Index-Call-Optionen nachbilden. Das kostet Prämienhöhe, bringt aber Stabilität.

Die Zahlen sprechen für ihn: +21,98 % auf Jahressicht, TER von nur 0,35 %, 94 statt 20 Aktien und ein XLM von 25,55 statt 76,73. Der Preis dafür ist eine Ausschüttungsrendite von 10,20 % statt 12,17 %. Für die meisten Anleger ist das der bessere Tausch.

Global X Nasdaq 100 Covered Call (QYLD): Der Pionier mit Konstruktionsfehler

Der QYLD ist der Pionier im europäischen Covered-Call-Segment. Er bildet den Cboe Nasdaq-100 BuyWrite Index ab, bei dem die Optionen direkt am aktuellen Kurs geschrieben werden. Das erzeugt einen sehr verlässlichen Ausschüttungsstrom, opfert aber jedes Kurspotenzial sofort.

Genau dieser At-the-money-Ansatz ist der Grund, warum die zweite Generation wie FEGI und FEPI auf 10 % out of the money umgestellt hat. Dazu kommt ein zweiter Unterschied, den viele übersehen: Der QYLD repliziert synthetisch über einen Swap und hält die Aktien nicht selbst. Damit trägst du dort ein Kontrahentenrisiko, das bei FEGI und FEPI durch die physisch gehaltenen Aktien entfällt.

REX Crypto Equity Income & Growth (CEGI): Dieselbe Logik, mehr Nitro

CEGI wendet exakt das Regelwerk des FEGI an, also 50 % Abdeckung und Calls bis zu 10 % out of the money. Nur sind die Basiswerte keine Tech-Konzerne, sondern kryptonahe Infrastrukturunternehmen.

Weil diese Aktien noch stärker schwanken, fallen die Optionsprämien höher aus. Das gilt aber auch für die Drawdowns. CEGI ist nur für Anleger die richtige Wahl, die das Kursrisiko des Kryptosektors ohnehin tragen wollen.

YieldMax Big Tech Option Income (YMAG): Teuer eingekauftes Einkommen

YieldMax nutzt synthetische Optionskonstruktionen auf große Tech-Titel und erzielt damit sehr hohe Ausschüttungen. Mit 0,99 % TER ist das Produkt allerdings deutlich teurer als alles andere im Vergleich.

Bei Strategien, deren Ertrag ohnehin schwankt, wiegt eine um 0,34 Prozentpunkte höhere Kostenquote als beim FEGI dauerhaft schwer. Das ist ein sicherer Abzug gegen einen unsicheren Ertrag.

JPM Europe Equity Premium Income Active (JEPE): Das regionale Gegenstück

Der JPM Europe Equity Premium Income Active nutzt dieselbe Grundidee, dreht aber jeden anderen Regler um. Statt 20 US-Tech-Aktien hält er 154 europäische Substanzwerte, statt 69 % Technologie stehen dort Finanzen (21,38 %) und Industrie (18,39 %) vorn, und der Technologieanteil liegt bei mageren 7,83 %. Die Top 10 machen nur 24,42 % aus, beim FEGI sind es 60,30 %.

Die Erträge stammen aus zwei Quellen statt einer. Europäische Aktien zahlen echte Dividenden, das Options-Overlay auf europäische Indizes kommt obendrauf. Deshalb reicht dem JEPE eine Zielrendite von 8 bis 10 % für einen vergleichbar verlässlichen Cashflow, ohne dass er die Substanz so hart beansprucht wie ein reines Prämienprodukt. In den ersten Monaten lagen die tatsächlichen Zahlungen sogar über diesem Korridor, weil die Optionsprämien in unruhigen Märkten anziehen.

Für dich als FEGI-Interessent ist vor allem eines relevant: Der JEPE rechnet in Euro, Pfund und Franken statt in US-Dollar. Er ist damit die einzige Alternative im Feld, die dein Währungsrisiko senkt statt es zu erhöhen. Der Preis dafür sind eine niedrigere Ausschüttung, ein Portfolio ohne nennenswertes Wachstumsprofil und eine noch kürzere Historie, denn der Fonds wurde erst am 12.02.2026 aufgelegt.

Mein Vergleichsurteil

Wenn du Covered Calls willst und dabei möglichst wenig Diversifikation aufgeben möchtest, ist der JPMorgan-ETF die vernünftigere Wahl. Er kostet weniger, streut breiter, ist deutlich günstiger handelbar und hat den FEGI in fünf von sechs Zeiträumen geschlagen.

Der FEGI hat trotzdem seine Berechtigung. Er liefert rund zwei Prozentpunkte mehr Ausschüttungsrendite und dabei ein Wachstumsprofil, das der FEPI nicht bietet. Wer bewusst die Einzeltitel-Prämie will, findet in Europa wenig Vergleichbares.

Zu welchen Uhrzeiten ist der FEGI am günstigsten handelbar?

Den REX Tech Innovation Income & Growth handelst du am günstigsten zwischen 17:00 und 17:30 Uhr an der Xetra. In diesem Zeitfenster sind die impliziten Handelskosten mit einem iXLM-Wert von 63,4 Basispunkten am niedrigsten. Am teuersten ist der Handel zwischen 15:00 und 15:30 Uhr, wo der iXLM auf 89,9 Basispunkte ansteigt.

💡 Was ist der iXLM? Der iXLM (implizites Xetra Liquiditätsmaß) ist die Kennzahl der Deutschen Börse für implizite Handelskosten. Sie misst die Geld-Brief-Spanne inklusive Markttiefe in Basispunkten (1 Basispunkt = 0,01 %). Je niedriger der iXLM, desto günstiger kaufst und verkaufst du den ETF. Die Deutsche Börse teilt den Handelstag dafür in halbstündige Intervalle und berechnet den Wert rückwirkend.

Der direkte Vergleich der Handelskosten

KennzahlFEGIFEPIJPMorgan Nasdaq Premium Income
XLM (Tagesdurchschnitt)76,7385,8825,55
Günstigstes Zeitfenster17:00 bis 17:30 Uhr17:00 bis 17:30 Uhr10:30 bis 11:00 Uhr
iXLM im günstigsten Fenster63,469,920,4
Teuerstes Zeitfenster15:00 bis 15:30 Uhr09:00 bis 09:30 Uhr15:30 bis 16:00 Uhr
iXLM im teuersten Fenster89,9125,736,7
Spanne über den Handelstag26,5 Punkte55,8 Punkte16,3 Punkte
Datenquelle: extraETF, iXLM als Monatsdurchschnitt je halbstündigem Intervall / Stand: 05.08.2026.

Was der Vergleich mit dem JPMorgan-ETF zeigt

Diese Tabelle enthält die unbequemste Zahl des ganzen Kapitels. Der JPMorgan-ETF kostet in seinem teuersten Zeitfenster 36,7 Basispunkte. Der FEGI kostet in seinem günstigsten Zeitfenster 63,4. Selbst wenn du beim FEGI alles richtig machst und beim JPMorgan-ETF alles falsch, handelst du den FEGI immer noch 73 % teurer.

Der Grund ist kein Versäumnis des Market Makers, sondern schlichte Größe. 3 Mrd. € Fondsvolumen und 94 Aktien erzeugen ein tiefes Orderbuch, 15,25 Mio. € und 20 Aktien mit Optionsüberbau erzeugen keines. Beim FEGI ist die Uhrzeit deshalb eine echte Stellschraube, beim JPMorgan-ETF eher eine Feinheit.

Auch die Tagesspanne erzählt etwas. Beim JPMorgan-ETF liegen zwischen bestem und schlechtestem Intervall nur 16,3 Punkte, beim FEGI 26,5 und beim FEPI 55,8. Je kleiner und illiquider der Fonds, desto stärker schwanken die Handelskosten im Tagesverlauf und desto wichtiger wird dein Timing.

Warum das Zeitfenster so wichtig ist

Die Basiswerte notieren in den USA. Die US-Börsen öffnen um 15:30 Uhr deutscher Zeit, die Xetra schließt um 17:30 Uhr. Erst nach der US-Eröffnung sehen die Market Maker echte Kurse für die 20 Aktien und können sich absichern, entsprechend eng stellen sie die Spannen.

Bei FEGI und FEPI schlägt genau das durch. Beim FEGI ist die halbe Stunde direkt vor der US-Eröffnung der teuerste Slot, beim FEPI mit 125,7 Basispunkten der Xetra-Start um 09:00 Uhr. Beide sind am günstigsten in der letzten halben Stunde vor Xetra-Schluss, wenn die US-Kurse seit zwei Stunden laufen.

Warum beim JPMorgan-ETF das umgekehrte Muster gilt

Jetzt wird es interessant, denn der JPMorgan-ETF verhält sich genau andersherum. Sein günstigstes Fenster liegt um 10:30 bis 11:00 Uhr, also lange vor der US-Eröffnung. Sein teuerstes trifft mit 15:30 bis 16:00 Uhr exakt die erste halbe Stunde des US-Handels.

Das ist kein Widerspruch, sondern eine Frage davon, welcher Effekt überwiegt. Bei einem kleinen, schwer zu bepreisenden Fonds dominiert die Preisunsicherheit: Ohne laufende US-Kurse baut der Market Maker einen Risikoaufschlag ein, der nach der Eröffnung wegfällt. Bei einem 3-Mrd.-Euro-Fonds ist die Bepreisung nie ein Problem, dort dominiert die Kursbewegung selbst. Zur US-Eröffnung springen die Kurse, und Market Maker weiten in genau diesen Minuten die Spannen aus, um sich gegen die Bewegung zu schützen.

Für dich heißt das ganz praktisch: Übertrage die Handelszeiten nicht von einem ETF auf den anderen, auch nicht innerhalb derselben Produktkategorie. Für den FEGI gilt später Nachmittag, für den JPMorgan-ETF später Vormittag.

Wo du den FEGI überhaupt handeln kannst

Der FEGI ist an der Xetra, der London Stock Exchange und der Borsa Italiana gelistet, dazu kommen die üblichen außerbörslichen Handelsplätze der Neobroker. Die iXLM-Daten der Deutschen Börse beziehen sich ausschließlich auf die Xetra.

Für dich heißt das: Die Zeitfenster oben gelten für den Xetra-Handel. Wer außerbörslich über gettex oder Lang & Schwarz kauft, sieht andere Spannen und hat keine vergleichbare Kennzahl zur Hand.

Praxisregeln für deine Order

Handle zwischen 17:00 und 17:30 Uhr, wenn dein Broker Xetra anbietet
Meide beim FEGI die Zeit vor 15:30 Uhr, da fehlen dem Market Maker die US-Kurse
Nutze ausnahmslos Limit-Orders, niemals eine Bestens-Order
Sei bei außerbörslichen Plätzen nach 17:30 Uhr besonders vorsichtig, dort fehlt die institutionelle Liquidität
Orientiere dein Limit am indikativen Nettoinventarwert, den dir Broker oder Börse anzeigen

Bei einem ETF mit 15,25 Mio. € Volumen und einem XLM von 76,73 kann eine unlimitierte Order in einem dünnen Orderbuch spürbar vom fairen Wert abweichen. Diese eine Regel spart dir über die Jahre mehr Geld als der Vergleich der TER.

Mein Fazit zum REX Tech Innovation Income & Growth

Der REX Tech Innovation Income & Growth ist das durchdachtere der beiden REX-Produkte. Die Reduktion der Abdeckungsquote auf rund 50 % kostet die Hälfte der Ausschüttung, liefert im Gegenzug aber messbar mehr Gesamtrendite und einen deutlich flacheren Drawdown. Auf Zwölfmonatssicht liegt er mit +13,84 % gegenüber +5,16 % klar vor dem FEPI, im laufenden Jahr steht er im Plus, während der FEPI im Minus notiert.

Was er nicht ist: ein Diversifikationsbaustein. 20 Aktien, 96,35 % USA, 69,17 % Technologie und 60,30 % in den Top 10 sind das Gegenteil von Streuung. Dazu kommen 0,65 % TER, implizite Handelskosten von rund 0,77 % je Transaktion und ein Fondsvolumen von nur 15,25 Mio. €, das ein reales Schließungsrisiko mitbringt.

Auch die Datenlage verlangt Demut. Dreizehn Monate Historie ohne echte Krise und ohne längeren Seitwärtsmarkt sind keine Grundlage für eine Renditeerwartung. Die bisherigen Zahlen belegen, dass die Konstruktionslogik funktioniert, mehr nicht.

Mein Urteil: Für den langfristigen Vermögensaufbau ist der FEGI ungeeignet, weil die Kappung nach oben genau die Jahre kostet, die den Zinseszins tragen. Als Satellit von 5 bis 15 % neben einem breiten Kern kann er dagegen Sinn ergeben, vor allem für Anleger in der Entnahmephase mit Bedarf an monatlicher Liquidität. Wer den Covered-Call-Ansatz grundsätzlich will, sollte aber zuerst den JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income prüfen: 94 statt 20 Aktien, 0,35 % statt 0,65 % TER, dreifach günstiger handelbar und in fünf von sechs Zeiträumen vorn. Der FEGI gewinnt diesen Vergleich nur bei der Ausschüttungshöhe, und die ist eben nicht dasselbe wie Ertrag.

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Häufige Fragen zum REX Tech Innovation Income & Growth ETF

Die häufigsten Fragen zum REX Tech Innovation Income & Growth drehen sich um drei Themen: den Unterschied zum Schwesterprodukt FEPI, die Verlässlichkeit der Ausschüttung und die steuerliche Behandlung in Deutschland. Hier findest du die kurzen Antworten, die ausführliche Herleitung steht jeweils im passenden Kapitel weiter oben.

Hi, ich bin Patrick – der Kopf (oder Fuchs) hinter Dividendenknecht.

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