Vanguard FTSE Global All Cap ETF: 2.647 Aktien mehr für 0,07 %. Lohnt sich der Wechsel vom All-World?

Aktualisiert am: 8. Oktober 2026​

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Der Vanguard FTSE Global All Cap ETF kostet nur 0,07 % und packt 2.647 Aktien mehr ins Depot als der FTSE All-World. Klingt nach dem besseren Welt-ETF. Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte: Die Zusatzaktien wiegen zusammen nur rund 9 %, und über 3, 5, 7 und 10 Jahre lag die breitere Variante hinten. Ich habe nachgerechnet, was die kleinen Unternehmen (Small Caps) und der Gebührenvorteil in Euro bringen, was das für Sparplan- und Dividendenanleger heißt und ab wann sich ein Wechsel nicht mehr lohnt.

Der Vanguard FTSE Global All Cap ETF im Überblick

Basisdaten: Vanguard FTSE Global All-Cap UCITS ETF, aufgelegt am 18.08.2026. Ausschüttende Anteilsklasse: ISIN: IE000CVUM3N6, WKN: A42B1N, Xetra-Kürzel: VGLD. Thesaurierende Anteilsklasse (legt Erträge wieder an): ISIN: IE000VAHT5T0, WKN: A42B1M, Xetra-Kürzel: VGLA. Laufende Kosten (TER) 0,07 % pro Jahr, physische Abbildung mit optimierter Auswahl, Fondswährung USD.
Kern-Strategie: Der ETF bildet den FTSE Global All Cap Index ab. Der Index enthält große, mittlere und kleine Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern, gewichtet nach Börsenwert. Im Fonds liegen 6.429 Positionen (Stand 06.10.2026).
Was wirklich neu ist: Gegenüber dem Vanguard FTSE All-World kommen 2.647 Positionen dazu. Zusammen machen sie nur rund 9 % des Fondsgewichts aus.
Dividende und Ertrag: Ausschüttung vierteljährlich im März, Juni, September und Dezember. Die erste Zahlung nach rund einem Monat entsprach 0,11 % (Stand 06.10.2026). Zur Einordnung: Der Vanguard FTSE All-World kommt 2026 voraussichtlich auf 1,27 %.
Branchen: Technologie 30,25 %, Finanzen 16,53 %, Industrie 11,05 %, zyklische Konsumgüter 8,98 %, Gesundheitswesen 8,56 %.
Region: Nordamerika 64,90 %, Asien 18,21 %, Europa 13,69 %. Die USA allein kommen auf 61,85 %.
Top 10: Dieselben Positionen wie im FTSE All-World, angeführt von NVIDIA, Apple und Microsoft. Zusammen 21,64 % statt 23,75 %. NVIDIA allein wiegt fast halb so viel wie alle 2.647 Zusatzpositionen.
Währung: Fondswährung ist der US-Dollar, gehandelt wird auf Xetra in Euro. Dein Währungsrisiko hängt nicht an der Fondswährung, sondern an den enthaltenen Aktien, von denen 61,85 % aus den USA stammen.
Risiko und Kennzahlen: Eigene Werte fehlen noch, erwartbar ist All-World-Niveau. Der SPDR MSCI ACWI IMI mit ähnlich hohem Small-Cap-Anteil schwankte im letzten Jahr mit 11,52 % so stark wie der All-World mit 11,55 % (Stand 30.09.2026). Risikoklasse 4 von 7.
Passt zu diesen Strategien: 1-ETF-Weltportfolio, Kern einer Core-Satellite-Aufteilung (breiter Kern mit Beimischungen), Wachstumsbasis neben Dividenden-ETFs.
Vorteile: Niedrigste TER im Vergleichsfeld. Die meisten Positionen im Vergleichsfeld. Kleine Unternehmen ohne zweiten ETF. Ausschüttende und thesaurierende Variante vom Start weg.
Nachteile: Keine eigene Historie und noch keine Tracking Difference (Abstand zum Index nach Kosten). Handelskosten rund fünf- bis sechsmal so hoch wie beim FTSE All-World. Die ausschüttende Klasse ist erst 73,37 Mio. € groß. Ausschüttungsrendite um 1,3 %, also kein Einkommens-ETF. Noch kein Anbieter hat ihn als Sparplan für vermögenswirksame Leistungen (VL) im Angebot.
Für wen geeignet: Neueinsteiger und Sparplan-Anleger, die einen einzigen Welt-ETF inklusive kleiner Unternehmen wollen. Dividendenanleger, die eine günstige Wachstumsbasis neben ihren Ausschüttern suchen.
Für wen nicht geeignet: Anleger mit hohen Buchgewinnen im FTSE All-World, die nur wegen 0,07 Prozentpunkten wechseln würden. Anleger, die laufendes Einkommen brauchen. Anleger, die ihr USA- und Technologiegewicht senken wollen.

Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Vanguard, Basisinformationsblatt vom 29.09.2026. Deutsche Börse, Handelsstart vom 20.08.2026.

⚠️ Wichtig, wenn du schon einen Welt-ETF hältst

Ein Wechsel kostet Abgaben. Beim Verkauf gehen rund 18,5 % deines Kursgewinns als Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag ans Finanzamt, dazu kommen Handelskosten. Dem steht eine Ersparnis von nur 7 € pro Jahr je 10.000 € gegenüber, wenn du den Vanguard FTSE All-World hältst, und von 10 € beim SPDR MSCI ACWI IMI. Schon ab etwa 5 % beziehungsweise 8 % Kursgewinn lohnt sich der Wechsel nicht mehr. Die ganze Rechnung steht im Kapitel Lohnt sich der Wechsel?

📈 Live-Blick auf den Kurs: Der interaktive Chart zeigt die tagesaktuelle Kursentwicklung der im Beitrag besprochenen ETFs (Live-Börsenpreise ohne reinvestierte Ausschüttungen).

Video Zusammenfassung

Was ist der Vanguard FTSE Global All Cap ETF und was ist wirklich neu?

Der Vanguard FTSE Global All Cap ETF ist ein Welt-ETF, der neben großen und mittleren auch kleine Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern enthält. Vanguard hat ihn am 18.08.2026 aufgelegt, seit dem 20.08.2026 ist er auf Xetra handelbar. Wirklich neu sind zwei Dinge: laufende Kosten (TER, Total Expense Ratio) von 0,07 % pro Jahr und 2.647 Positionen mehr als im bekannten Vanguard FTSE All-World.

Der Index: große, mittlere und kleine Unternehmen in einem Topf

FTSE sortiert die Aktien jeder Region nach ihrem Börsenwert. Large Caps, also die größten Unternehmen, decken grob die obersten 70 % des Börsenwerts ab. Mid Caps reichen bis etwa 90 %, Small Caps (kleinere börsennotierte Unternehmen) bis 98 %.

Der FTSE All-World besteht aus Large und Mid Caps. Der FTSE Global All Cap nimmt die Small Caps dazu. FTSE gewichtet beide Indizes nach dem frei handelbaren Börsenwert und überprüft sie halbjährlich im März und September.

Das klingt nach einem großen Unterschied. Rechnerisch geht es aber nur um die Scheibe zwischen etwa 90 % und 98 % des Börsenwerts. Wie dünn diese Scheibe im Fonds ankommt, zeige ich im nächsten Kapitel.

6.429 von über 10.000 Aktien: Der ETF kauft nicht alles

Der Index umfasst über 10.000 Unternehmen. Im ETF liegen 6.429 Positionen (Stand 06.10.2026). Vanguard arbeitet mit einer optimierten Auswahl, auch Sampling genannt: Der Fonds kauft eine repräsentative Stichprobe statt jeder einzelnen Aktie.

Das ist bei so breiten Indizes üblich. Auch der SPDR MSCI ACWI IMI und der Vanguard FTSE All-World bilden ihren Index mit einer optimierten Auswahl ab.

Für dich heißt das: Die Zahl der Positionen sagt wenig aus. Entscheidend ist, wie viel Prozent des Fonds tatsächlich in kleinen Unternehmen stecken.

Zwei Anteilsklassen und drei Vergleichs-ETFs

Den neuen ETF gibt es ausschüttend und thesaurierend. Thesaurierend heißt: Der Fonds legt die Dividenden selbst wieder an, statt sie auszuzahlen. Ich vergleiche ihn mit drei ETFs, von denen jeder eine eigene Frage beantwortet:

  • Vanguard FTSE All-World: Gleicher Anbieter, gleiche Indexfamilie, nur ohne Small Caps. Er zeigt, was die kleinen Unternehmen tatsächlich verändern, und ist die naheliegende Alternative.
  • SPDR MSCI ACWI IMI: Dieselbe Idee mit Small Caps, aber von MSCI und seit 2011 am Markt. Er liefert die lange Historie, die dem neuen ETF fehlt.
  • Vanguard ESG Global All Cap: Derselbe Ausgangsindex mit Ausschlussfilter. Er zeigt, wie ein Welt-ETF aussieht, wenn wirklich etwas weggelassen wird.

Die Tracking Difference (TD) zeigt, wie weit ein ETF nach allen Kosten und Erträgen hinter seinem Index zurückbleibt. Ein negativer Wert bedeutet: Der ETF war besser als sein Index.

ETFTERØ TD thesaurierend / ausschüttendPositionenVolumen ausschüttendVolumen thesaurierendErste Auflage
Vanguard FTSE Global All Cap0,07 %noch keine6.42973,37 Mio. €2,54 Mrd. €18.08.2026
SPDR MSCI ACWI IMI0,17 %-0,05 % / -0,14 %4.987233,81 Mio. €8,15 Mrd. €13.05.2011
Vanguard ESG Global All Cap0,24 %+0,51 % / +0,51 %5.628579,13 Mio. €1,13 Mrd. €23.03.2021
Vanguard FTSE All-World0,14 %+0,02 % / +0,00 %3.78224,38 Mrd. €55,17 Mrd. €22.05.2012
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Tracking Difference Stand 30.09.2026.

Sieben Wochen nach dem Start liegen bereits rund 2,6 Mrd. € im neuen ETF. Das ist mehr als im ESG-Bruder, der seit März 2021 am Markt ist und auf rund 1,7 Mrd. € kommt.

Auffällig ist die Verteilung: 97 % des Geldes stecken in der thesaurierenden Klasse. Beim FTSE All-World sind es 69 %. Für Dividendenanleger ist das wichtig, dazu mehr im Kapitel zu den Anteilsklassen.

Kosten: 0,07 % TER, 0,09 % im Basisinformationsblatt

Die TER von 0,07 % fasst die laufenden Kosten des Fonds zusammen, also Verwaltungsgebühr und sonstige Betriebskosten. Im Basisinformationsblatt vom 29.09.2026 stehen zusätzlich 0,02 % Transaktionskosten pro Jahr, zusammen also 0,09 %. Transaktionskosten entstehen, wenn der Fonds selbst Aktien kauft und verkauft.

Spannender ist, was beim großen Bruder passiert ist. In meinem 1-ETF-Vergleich stand der Vanguard FTSE All-World mit Stand 01.07.2026 noch bei 0,19 % TER. Am 06.10.2026 sind es 0,14 %.

Der Abstand zum neuen ETF beträgt damit 0,07 Prozentpunkte. Mit der TER vom Juli wären es 0,12 gewesen.. Wer im All-World bleibt, zahlt also ebenfalls weniger als noch im Sommer.

Wie viel Small Cap steckt wirklich im FTSE Global All Cap?

Rund 9 % des Fondsgewichts. Der Vanguard FTSE Global All Cap hält 2.647 Positionen mehr als der FTSE All-World, das sind 41 % aller Positionen im Fonds. Zusammen wiegen diese Zusatzaktien aber nur wenig mehr als NVIDIA und Apple allein, die im neuen ETF auf 8,26 % kommen (Stand 06.10.2026).

So lässt sich der Small-Cap-Anteil nachrechnen

Jede Aktie aus dem FTSE All-World steckt auch im FTSE Global All Cap, nur mit etwas weniger Gewicht. Der Platz, den die großen Titel abgeben, gehört den kleinen Unternehmen.

AktieGewicht im FTSE Global All CapGewicht im FTSE All-WorldVerhältnis
NVIDIA4,37 %4,80 %91,0 %
Apple3,89 %4,26 %91,3 %
Microsoft3,20 %3,51 %91,2 %
Amazon2,14 %2,35 %91,1 %
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Verhältnis: eigene Berechnung.

Alle vier großen Positionen bringen im neuen ETF rund 91 % ihres All-World-Gewichts auf die Waage. Die fehlenden 9 % sind der gesamte Anteil der zusätzlichen kleinen Unternehmen.

Das ist der Kernsatz dieses Beitrags: Du kaufst zu 91 % einen FTSE All-World und zu 9 % etwas Neues. Alles, was der neue ETF anders machen kann, muss aus diesen 9 % kommen.

Verteilung nach Unternehmensgröße

Die Größenklassen bestätigen das Bild. Sehr große und große Unternehmen machen im FTSE Global All Cap 75,35 % aus, im FTSE All-World 82,39 %.

GrößeFTSE Global All CapFTSE All-WorldSPDR MSCI ACWI IMIEinordnung
Sehr groß43,59 %48,08 %44,22 %Mega Caps wie NVIDIA und Apple, 4,49 Punkte weniger als im All-World
Groß31,76 %34,31 %32,57 %2,55 Punkte weniger
Mittelgroß18,69 %17,09 %17,02 %1,60 Punkte mehr
Klein5,40 %0,52 %5,02 %Hier sitzt der sichtbare Unterschied
Micro0,57 %0,01 %1,17 %Kleinstunternehmen, kaum Gewicht
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Kleine und Kleinstunternehmen kommen zusammen auf 5,97 %, im FTSE All-World sind es 0,53 %. Der Rest der rund 9 % taucht in der Klasse Mittelgroß auf, weil extraETF die Größen etwas anders abgrenzt als FTSE.

Wichtig für den späteren Vergleich: Der SPDR MSCI ACWI IMI kommt bei Klein und Micro auf 6,19 %. Sein Small-Cap-Gewicht ist also praktisch gleich groß wie beim neuen Vanguard.

Die kleinen Unternehmen sind günstiger bewertet

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zeigt, wie viele Jahresgewinne der Markt für ein Unternehmen bezahlt. Das KBV setzt den Kurs ins Verhältnis zum Buchwert, das KUV zum Umsatz. Der neue ETF ist bei allen drei Kennzahlen etwas günstiger als der FTSE All-World.

Daraus lässt sich zurückrechnen, wie der Small-Cap-Teil allein bewertet sein muss. Wenn 91 % des Fonds ein KGV von 17,43 haben und der ganze Fonds bei 17,18 liegt, dann müssen die restlichen 9 % bei rund 15 liegen.

KennzahlFTSE Global All CapFTSE All-WorldSmall-Cap-Teil (Rückrechnung)
KGV17,1817,43rund 15
KBV2,983,13rund 2,0
KUV2,272,44rund 1,3
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Rückrechnung: eigene Überschlagsrechnung mit 9 % Small-Cap-Anteil.

Die kleinen Unternehmen kosten gemessen am Gewinn also rund 14 % weniger, gemessen am Buchwert rund ein Drittel weniger. Günstiger heißt nicht automatisch besser. Es heißt aber: Wer auf eine Aufholjagd der Kleinen setzt, startet nicht von einem teuren Niveau.

Einen Value-Schwerpunkt bekommst du trotzdem nicht. Der Anteil günstig bewerteter Value-Aktien liegt bei 29,26 %, im FTSE All-World bei 29,40 %.

Wie unterscheidet sich der FTSE Global All Cap bei Ländern, Branchen und Top 10 vom FTSE All-World?

Kaum. Die USA wiegen 61,85 % statt 61,59 %, Technologie 30,25 % statt 31,66 %, die Top 10 kommen auf 21,64 % statt 23,75 % (Stand 06.10.2026). Die größte Abweichung unter den zehn größten Ländern und Branchen sind 1,41 Prozentpunkte weniger Technologie. Wer wegen des USA- oder Technologie-Klumpens wechseln will, bekommt dafür fast nichts.

Wie ist die regionale Verteilung?

Der USA-Anteil sinkt durch die Small Caps nicht, er steigt sogar um 0,26 Prozentpunkte. Keines der zehn größten Länder weicht um mehr als diesen Wert vom FTSE All-World ab.

LandAnteil am ETFVergleich zum FTSE All-World
USA61,85 %61,59 % (+0,26)
Japan5,95 %6,01 % (-0,06)
Taiwan3,23 %3,29 % (-0,06)
Vereinigtes Königreich3,06 %3,02 % (+0,04)
Kanada3,04 %2,99 % (+0,05)
China2,69 %2,77 % (-0,08)
Südkorea2,43 %2,50 % (-0,07)
Schweiz2,13 %2,23 % (-0,10)
Deutschland1,80 %1,89 % (-0,09)
Frankreich1,78 %1,84 % (-0,06)
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Nach Regionen sieht es genauso aus: Nordamerika 64,90 % gegenüber 64,58 %, Asien 18,21 % gegenüber 18,46 %, Europa 13,69 % gegenüber 13,81 %.

Zum Vergleich: Der Vanguard FTSE Developed World, der die Schwellenländer weglässt, kommt auf 71,67 % Nordamerika. Die Entscheidung für oder gegen Schwellenländer verschiebt dein Depot also um rund 7 Prozentpunkte, die Entscheidung für Small Caps um 0,3.

Wie ist die Branchenverteilung?

Technologie verliert 1,41 Prozentpunkte, Industrie gewinnt 0,76. Mehr passiert nicht. Die Small Caps bringen etwas mehr Industrie und Grundstoffe ins Depot, weil die ganz großen Technologiewerte Gewicht abgeben.

BrancheGewichtungVergleich zum FTSE All-WorldStrategische Einordnung
Technologie30,25 %31,66 % (-1,41)Größte Abweichung, bleibt trotzdem fast ein Drittel des Fonds
Finanzen16,53 %16,73 % (-0,20)Praktisch gleich
Industrie11,05 %10,29 % (+0,76)Größter Gewinner durch die kleinen Unternehmen
Zyklische Konsumgüter8,98 %8,80 % (+0,18)Praktisch gleich
Gesundheitswesen8,56 %8,33 % (+0,23)Leicht höher
Kommunikation7,28 %7,66 % (-0,38)Alphabet und Meta geben Gewicht ab
Basiskonsumgüter4,54 %4,56 % (-0,02)Unverändert
Grundmaterialien4,12 %3,76 % (+0,36)Leicht höher
Energie4,05 %3,98 % (+0,07)Unverändert
Versorger2,35 %2,33 % (+0,02)Unverändert
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Für Dividendenanleger ist ein Detail wichtig. Die klassischen Dividendenbranchen Basiskonsumgüter, Energie und Versorger kommen zusammen nur auf 10,94 %. Daran ändern die Small Caps nichts.

Was sind die derzeitigen Top 10 Holdings?

Die Top 10 sind dieselben Unternehmen in derselben Reihenfolge wie im FTSE All-World, nur im Schnitt rund 9 % leichter. Zusammen kommen sie auf 21,64 %, im FTSE All-World auf 23,75 %.

NameBrancheLandGewicht
NVIDIATechnologieUSA4,37 %
AppleTechnologieUSA3,89 %
MicrosoftTechnologieUSA3,20 %
AmazonZyklische KonsumgüterUSA2,14 %
Alphabet (A)KommunikationUSA1,79 %
Taiwan SemiconductorTechnologieTaiwan1,57 %
BroadcomTechnologieUSA1,46 %
Alphabet (C)KommunikationUSA1,24 %
Meta PlatformsKommunikationUSA1,07 %
Micron TechnologyTechnologieUSA0,92 %
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Neun der zehn größten Positionen sitzen in den USA. NVIDIA allein wiegt fast halb so viel wie alle 2.647 Zusatzpositionen zusammen.

Mein Urteil zu diesem Kapitel: Der neue ETF ist breiter, aber nicht ausgewogener. Wenn dich die Abhängigkeit von wenigen US-Technologiewerten stört, löst du das Problem nicht mit Small Caps, sondern mit einem zweiten Baustein.

Wie haben sich mehr Small Caps in verschiedenen Marktphasen ausgewirkt?

Über 3, 5, 7 und 10 Jahre lag der Welt-ETF mit Small Caps hinter dem ohne, um 0,24 bis 0,40 Prozentpunkte pro Jahr, wobei ein Teil davon auf höhere Gebühren zurückgeht. Nur in den letzten zwölf Monaten lag die breitere Variante vorn, um 0,40 Punkte (Stand 06.10.2026). Weil der neue Vanguard keine eigene Historie hat, nutze ich als Stellvertreter den SPDR MSCI ACWI IMI, der seit 2011 denselben Ansatz verfolgt.

Der Rückblick in Zahlen

Zeitraum bis 06.10.2026Mit Small Caps: SPDR MSCI ACWI IMIOhne Small Caps: Vanguard FTSE All-WorldUnterschied pro JahrUnterschied auf 10.000 €
1 Jahr+22,55 %+22,15 %+0,40+40 €
3 Jahre+19,55 % p.a.+19,86 % p.a.-0,31-132 €
5 Jahre+12,22 % p.a.+12,50 % p.a.-0,28-229 €
7 Jahre+13,31 % p.a.+13,55 % p.a.-0,24-359 €
10 Jahre+12,06 % p.a.+12,46 % p.a.-0,40-1.126 €
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Thesaurierende Anteilsklassen, beim Vanguard FTSE All-World über 10 Jahre die ausschüttende Klasse. Alle Renditen enthalten die Ausschüttungen. Unterschied auf 10.000 €: eigene Berechnung aus den Gesamtrenditen.

Die erste Erkenntnis ist die Größenordnung. Selbst über zehn Jahre trennt die beiden Varianten nur gut ein Tausender auf 10.000 € Einsatz. Aus 10.000 € wurden 31.222 € mit Small Caps und 32.348 € ohne.

Die zweite Erkenntnis ist die Richtung. „Mehr Aktien bringen mehr Rendite“ stimmt für die letzten zehn Jahre nicht. Die breitere Variante war in vier von fünf Zeiträumen die schwächere.

Wo der Vergleich hinkt

Der SPDR ist ein guter, aber kein perfekter Stellvertreter. Drei Dinge musst du wissen, bevor du die Tabelle überbewertest.

  • Andere Indexfamilie. Der SPDR folgt MSCI, der Vanguard folgt FTSE. Beide grenzen Länder und Größenklassen leicht unterschiedlich ab.
  • Früher viel teurer. Bis zum 03.04.2023 kostete der SPDR 0,40 % TER, seitdem 0,17 %. Ein Teil des Rückstands über 5, 7 und 10 Jahre war also schlicht Gebühr und hat mit Small Caps nichts zu tun.
  • Die Stichprobe schwankt. Die Tracking Difference des SPDR schwankt deutlich. Ihre Standardabweichung, ein Maß für die übliche Schwankung um den Durchschnitt, liegt bei 0,59 Punkten. Im laufenden Jahr lag er 0,36 Punkte vor seinem eigenen Index (Stand 30.09.2026). Der Vorsprung der letzten zwölf Monate ist deshalb zum Teil Abbildungsglück.

Halbwegs sauber vergleichbar sind nur die 3 Jahre, weil der SPDR in dieser Zeit durchgehend 0,17 % gekostet hat. Dort stehen -0,31 Punkte pro Jahr. Umgerechnet auf den Small-Cap-Teil heißt das: Kleine Unternehmen liefen in dieser Phase gut 3 Prozentpunkte pro Jahr schlechter als der Rest.

Was die Zeiträume über Marktphasen verraten

Die Mechanik ist reine Arithmetik. Der FTSE Global All Cap hält von jedem großen Unternehmen 9 % weniger und steckt dieses Geld in kleine. Wie er im Vergleich abschneidet, hängt deshalb nur an einer Frage: Laufen die Großen den Kleinen davon oder holen die Kleinen auf?

MarktphaseWas mit kleinen Unternehmen passiertFolge für einen Welt-ETF mit Small CapsBeleg aus dem Vergleich
Wenige sehr große Unternehmen ziehen den MarktSie laufen hinterherLeicht schwächer als ohne Small Caps3 Jahre: -0,31 Punkte p.a.
Der Aufschwung wird breiterSie holen aufLeicht stärker als ohne Small Caps1 Jahr: +0,40 Punkte
Lange Zeiträume mit beiden PhasenVorsprung und Rückstand heben sich teils aufDer Unterschied bleibt klein7 Jahre: -0,24 Punkte p.a.
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Einordnung der Phasen: eigene Auswertung.

Die 3 Jahre bis Oktober 2026 waren eine Phase der Großen. Der Vanguard FTSE All-World schaffte +19,86 % pro Jahr, und die Top 10 stehen heute für 23,75 % des Fonds. In so einem Markt ist jeder Euro, der nicht in den Schwergewichten steckt, ein Bremsklotz.

Schwellenländer waren dreimal so wichtig wie Small Caps

Ein Blick zur Seite relativiert die ganze Debatte. Der Vanguard FTSE Developed World enthält nur Industrieländer und kam über 7 Jahre auf +14,27 % pro Jahr. Der Vanguard FTSE All-World mit Schwellenländern schaffte +13,55 %.

Das sind 0,72 Punkte Unterschied pro Jahr. Der Abstand zwischen den Varianten mit und ohne Small Caps lag im selben Zeitraum bei 0,24 Punkten, Gebühren eingeschlossen. Die Frage „mit oder ohne Schwellenländer“ hat dein Ergebnis also mindestens dreimal so stark bewegt wie die Frage „mit oder ohne Small Caps“.

Wer den Schwellenländer-Anteil bewusst über einen eigenen Baustein steuern will, findet acht Kandidaten in meinem Emerging Markets Dividenden ETF Vergleich.

Risiko: kein messbarer Unterschied

Kleine Unternehmen schwanken einzeln stärker als große. Bei 9 % Gewicht kommt davon im Fonds nichts an. Die Volatilität misst die Schwankungsbreite der Kurse, der Maximum Drawdown den größten zwischenzeitlichen Verlust.

Kennzahl (1 Jahr)SPDR MSCI ACWI IMIVanguard FTSE All-World
Volatilität11,52 %11,55 %
Maximum Drawdown-7,26 %-7,31 %
Sharpe Ratio0,910,89
Datenquelle: extraETF, Risikokennzahlen der thesaurierenden Anteilsklassen, Stand 30.09.2026.

Die Sharpe Ratio setzt die Rendite ins Verhältnis zur Schwankung. Auch hier liegen beide praktisch gleichauf. Gemessen an diesen Zahlen ist das höhere Einzelrisiko kleiner Unternehmen kein Argument gegen einen Welt-ETF mit Small Caps.

Wie könnte sich der FTSE Global All Cap künftig entwickeln?

Meine Erwartung: fast genauso wie der Vanguard FTSE All-World, mit einer Abweichung von meist weniger als 0,5 Prozentpunkten pro Jahr in beide Richtungen. Fest planbar ist nur die um 0,07 Punkte niedrigere TER. Ob die kleinen Unternehmen etwas dazugeben oder wegnehmen, hängt allein davon ab, ob sie besser oder schlechter laufen als die großen.

Die Faustformel für jede Prognose

Du brauchst keine Glaskugel, nur eine Multiplikation. Jeder Prozentpunkt, den Small Caps pro Jahr besser oder schlechter laufen als der Rest, verändert die Rendite des ETFs um 0,09 Punkte. Dazu kommen 0,07 Punkte aus der niedrigeren TER.

  • Small Caps laufen 2 Punkte besser: 0,07 + 0,18 = +0,25 Punkte pro Jahr gegenüber dem FTSE All-World.
  • Small Caps laufen 2 Punkte schlechter: 0,07 abzüglich 0,18 ergibt -0,11 Punkte pro Jahr.

Daraus folgt ein Kipppunkt. Sobald kleine Unternehmen mehr als rund 0,8 Punkte pro Jahr hinter dem Rest zurückbleiben, ist der Gebührenvorteil aufgebraucht. Die Small-Cap-Frage wiegt also deutlich schwerer als die Gebühr.

Fünf Szenarien in Euro

Die Tabelle zeigt, wie viel mehr oder weniger du mit dem neuen ETF hättest als mit dem Vanguard FTSE All-World. Der Gebührenvorteil ist in jeder Zeile eingerechnet, unter der Annahme, dass er vollständig bei dir ankommt.

SzenarioSmall Caps gegenüber dem RestNeuer ETF gegenüber FTSE All-WorldSparplan 300 €, 20 JahreSparplan 300 €, 30 JahreEinmalanlage 50.000 €, 20 Jahre
Die Großen ziehen weiter davon-3 Punkte p.a.-0,20 Punkte p.a.rund -3.400 €rund -12.300 €rund -6.900 €
Kleine leicht schwächer-1 Punkt p.a.-0,02 Punkte p.a.rund -300 €rund -1.300 €rund -700 €
Gleichlauf0+0,07 Punkte p.a.rund +1.200 €rund +4.400 €rund +2.500 €
Moderate Small-Cap-Prämie+2 Punkte p.a.+0,25 Punkte p.a.rund +4.300 €rund +16.100 €rund +9.000 €
Aufholjagd der Kleinen+4 Punkte p.a.+0,43 Punkte p.a.rund +7.500 €rund +28.200 €rund +15.800 €
Datenquelle: eigene Berechnung. Annahmen: Marktrendite 7 % pro Jahr vor Kosten, TER 0,14 % und 0,07 % (extraETF, Stand 06.10.2026), 9 % Small-Cap-Anteil, ohne Steuern und Handelskosten. Zum Vergleich: Mit dem Vanguard FTSE All-World würden aus dem Sparplan rund 149.900 € nach 20 und rund 341.900 € nach 30 Jahren, aus der Einmalanlage rund 188.500 €.

Die Spanne ist die eigentliche Nachricht. Selbst zwischen dem schlechtesten und dem besten Szenario liegen nach 30 Jahren rund 40.000 € bei einem Endvermögen von rund 342.000 €. Im ungünstigen Fall fehlen dir 3,6 %, im günstigen hast du 8,3 % mehr.

Was für und was gegen eine Small-Cap-Prämie spricht

Für die Kleinen spricht die Bewertung. Der Small-Cap-Teil kostet rund das 15-Fache des Gewinns, der FTSE All-World das 17,43-Fache. Dazu kommt der Vorsprung der letzten zwölf Monate, auch wenn ein Teil davon Abbildungsglück war.

Gegen die Kleinen spricht die Bilanz der letzten 3, 5, 7 und 10 Jahre. Auch der Start des neuen ETFs passt ins Bild: Im Monat bis zum Stichtag schaffte er +3,01 %, der Vanguard FTSE All-World +3,32 % (Stand 06.10.2026). Ein Monat beweist nichts, aber er zeigt, wie schnell 9 % Small Caps einen sichtbaren Unterschied machen können.

Ich plane deshalb mit dem Szenario Gleichlauf und behandle alles darüber als Bonus. Wer den neuen ETF kauft, weil er eine Small-Cap-Prämie fest einkalkuliert, wettet auf etwas, das die letzten zehn Jahre nicht geliefert haben.

Was bringen 0,07 % TER langfristig in Euro?

Bei 300 € Sparrate über 30 Jahre bringt die niedrigere TER rund 4.400 € mehr als beim Vanguard FTSE All-World, rund 6.300 € mehr als beim SPDR MSCI ACWI IMI und rund 10.600 € mehr als beim Vanguard ESG Global All Cap. Das entspricht 1,3 %, 1,9 % und 3,2 % des Endvermögens. Der Vorteil ist real, aber kleiner, als „halb so teuer wie der All-World“ vermuten lässt, und er muss sich in der Tracking Difference erst zeigen.

Der Gebührenvorteil in Euro

ETFTEREndwert nach 10 JahrenEndwert nach 20 JahrenEndwert nach 30 JahrenRückstand nach 30 Jahren
Vanguard FTSE Global All Cap0,07 %51.131 €151.056 €346.343 €
Vanguard FTSE All-World0,14 %50.946 €149.862 €341.914 €-4.429 €
SPDR MSCI ACWI IMI0,17 %50.868 €149.354 €340.035 €-6.308 €
Vanguard ESG Global All Cap0,24 %50.685 €148.175 €335.695 €-10.648 €
Datenquelle: eigene Berechnung. Annahmen: 300 € Sparrate pro Monat, 7 % Marktrendite pro Jahr vor Kosten, TER laut extraETF vom 06.10.2026, ohne Steuern und Handelskosten. Eingezahlt werden 36.000 €, 72.000 € und 108.000 €.

Nach zehn Jahren trennen den neuen ETF und den Vanguard FTSE All-World 185 €. Erst der Zinseszins macht daraus nach 30 Jahren gut 4.400 €. Bei einer Einmalanlage von 50.000 € über 20 Jahre sind es rund 2.500 €.

Das ist kein Grund, die Gebühr kleinzureden. Die niedrigere TER wirkt jedes Jahr, ohne dass du etwas dafür tun musst. Es ist aber auch kein Betrag, für den sich ein teurer Umbau des Depots lohnt.

Die TER ist ein Versprechen, die Tracking Difference das Ergebnis

Die TER steht im Prospekt. Was davon bei dir ankommt, zeigt erst die Tracking Difference. Zwei Vanguard-ETFs aus demselben Haus belegen, wie weit beides auseinanderliegen kann.

ETF (ausschüttend)TERTD 2022TD 2023TD 2024TD 2025Ø TD
Vanguard FTSE All-World0,14 %+0,01 %-0,03 %+0,01 %+0,06 %+0,00 %
Vanguard ESG Global All Cap0,24 %+0,29 %+0,55 %+0,59 %+0,60 %+0,51 %
Datenquelle: extraETF, Stand 30.09.2026.

Der Vanguard FTSE All-World hat seine Kosten in den letzten Jahren praktisch vollständig wieder hereingeholt. Der neue ETF muss also nicht 0,14 % schlagen, sondern eine Tracking Difference von null. Der ESG-Bruder liegt dagegen mit +0,51 % mehr als doppelt so weit hinter seinem Index, wie seine TER vermuten lässt.

Für die Szenarien in diesem Beitrag heißt das: Die 0,07 Punkte Gebührenvorteil kommen nur an, wenn die Tracking Difference des neuen ETFs um diesen Betrag besser ausfällt als die des Vanguard FTSE All-World, also leicht negativ wird. Landet auch er bei null, gibt es im Ergebnis keinen Kostenvorteil. Offen ist die Rechnung auch auf der anderen Seite, denn der All-World hat seine null noch mit einer höheren TER erreicht.

Für den neuen ETF gibt es noch keinen Wert. Ich schaue mir die erste Tracking Difference nach einem vollen Kalenderjahr an und rate dir dasselbe. Achte dabei auf den Maßstab: Vanguard misst den Fonds am FTSE Global All Cap Net Tax Index, also an der Indexvariante nach Quellensteuern auf Dividenden. Je nachdem, welche Variante ein Datenanbieter ansetzt, fällt die Tracking Difference höher oder niedriger aus.

Der Spread frisst den Vorteil am Anfang auf

Neben den laufenden Kosten zahlst du beim Kauf und Verkauf die Handelsspanne, den Spread. Das XLM (Xetra-Liquiditätsmaß) misst diese Kosten für Kauf und Verkauf zusammen in Basispunkten. Ein Basispunkt ist 0,01 %.

ETFXLM ausschüttendXLM thesaurierend
Vanguard FTSE Global All Cap16,7913,16
SPDR MSCI ACWI IMI17,923,82
Vanguard ESG Global All Cap18,6712,22
Vanguard FTSE All-World3,022,14
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Auf 10.000 € gerechnet kosten Kauf und Verkauf beim neuen Ausschütter 16,79 €, beim Vanguard FTSE All-World 3,02 €. Die Differenz von 13,77 € entspricht dem Gebührenvorteil von fast zwei Jahren. Bei den Thesaurierern sind es 11,02 € oder gut anderthalb Jahre.

Ob der Spread mit wachsendem Volumen sinkt, ist offen. Der Vanguard ESG Global All Cap liegt nach fünfeinhalb Jahren immer noch bei 12,22 und 18,67. Wer langfristig hält, zahlt den Spread nur einmal und kann damit leben. Wer häufig umschichtet, verschenkt den Gebührenvorteil.

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Was fehlt im Vanguard ESG Global All Cap?

Dem Vanguard ESG Global All Cap fehlen 801 Positionen und rund ein Fünftel des Börsenwerts, der im FTSE Global All Cap steckt. Ausgeschlossen sind unter anderem fossile Brennstoffe, Kernenergie, Waffen, Tabak, Alkohol und Glücksspiel. Heraus kommt ein deutlich konzentrierterer Fonds mit 36,50 % Technologie, 0,32 % Versorgern und einer TER von 0,24 % (Stand 06.10.2026).

Der Blick auf den ESG-Bruder lohnt sich auch, wenn du ihn nie kaufen würdest. Er zeigt, wie ein Welt-ETF aussieht, wenn sich wirklich etwas ändert. Small Caps verschieben keine der zehn größten Branchen um mehr als 1,41 Punkte, der Ausschlussfilter verschiebt Technologie um 6,25 und Industrie um 5,15 Punkte.

801 Unternehmen weniger, aber ein Fünftel des Börsenwerts

Der ESG-Bruder folgt dem FTSE Global All Cap Choice Index. Das ist derselbe Ausgangsindex, aus dem bestimmte Geschäftsfelder herausgefiltert werden. Im Fonds bleiben 5.628 Positionen statt 6.429.

Wie viel Gewicht dabei verloren geht, verraten wieder die großen Positionen. NVIDIA wiegt im ESG-Fonds 5,49 % statt 4,37 %, Apple 4,89 % statt 3,89 %, Microsoft 4,02 % statt 3,20 %. Alle drei sind rund 26 % schwerer.

Das geht nur, wenn rund 20 % des ursprünglichen Börsenwerts fehlen. 12 % der Positionen stehen also für 20 % des Gewichts. Der Filter trifft überdurchschnittlich große Unternehmen.

Welche Branchen und Länder fehlen

Der Index schließt vier Gruppen aus: nicht erneuerbare Energien (Kohle, Öl, Gas und Kernenergie), Waffen, sogenannte Lasterprodukte (Tabak, Alkohol, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Cannabis) und Verstöße gegen den UN Global Compact, die Grundsätze der Vereinten Nationen für verantwortungsvolle Unternehmensführung.

BrancheVanguard ESG Global All CapVanguard FTSE Global All CapAbweichung
Technologie36,50 %30,25 %+6,25
Finanzen18,15 %16,53 %+1,62
Zyklische Konsumgüter10,31 %8,98 %+1,33
Gesundheitswesen10,06 %8,56 %+1,50
Kommunikation8,58 %7,28 %+1,30
Industrie5,90 %11,05 %-5,15
Basiskonsumgüter4,03 %4,54 %-0,51
Grundmaterialien3,32 %4,12 %-0,80
Versorger0,32 %2,35 %-2,03
Energieunter 0,32 %, nicht mehr unter den zehn größten Branchen4,05 %mindestens -3,73
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Ausschlusskriterien: Vanguard, Basisinformationsblatt vom 29.09.2026.

Industrie halbiert sich fast, Versorger und Energie verschwinden nahezu. Das freie Gewicht wandert vor allem in Technologie, die auf 36,50 % steigt. Die Top 10 kommen im ESG-Fonds auf 27,21 %, im neuen ETF auf 21,64 %.

Auch regional verschiebt sich etwas. Die USA steigen auf 63,61 %, Taiwan auf 4,08 %. Das Vereinigte Königreich fällt von 3,06 % auf 2,05 %, Kanada von 3,04 % auf 2,32 %, Europa insgesamt von 13,69 % auf 11,95 %.

Was der Filter bei Rendite, Risiko und Dividende bewirkt hat

KennzahlVanguard ESG Global All CapVanguard FTSE All-WorldSPDR MSCI ACWI IMI
Rendite 1 Jahr+22,44 %+22,15 %+22,55 %
Rendite 3 Jahre p.a.+19,83 %+19,86 %+19,55 %
Rendite 5 Jahre p.a.+11,56 %+12,50 %+12,22 %
Volatilität (1 Jahr)13,65 %11,55 %11,52 %
Maximum Drawdown (1 Jahr)-7,96 %-7,31 %-7,26 %
Ausschüttungsrendite 2026 (Prognose)1,09 %1,27 %1,24 %
TER0,24 %0,14 %0,17 %
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026

Über 5 Jahre fehlen dem ESG-Fonds 0,94 Punkte pro Jahr auf den Vanguard FTSE All-World. Auf 10.000 € sind das 742 € weniger. Gleichzeitig schwankt er spürbar stärker, was zu seinem höheren Technologiegewicht passt.

Für Dividendenanleger kommt ein dritter Punkt dazu. Energie und Versorger zählen zu den ausschüttungsstarken Branchen. Ohne sie fällt die Ausschüttungsrendite auf 1,09 %.

Mein Urteil: Der Filter ist eine Werteentscheidung, keine Renditestrategie. Wer ihn will, bezahlt mit höheren Kosten, mehr Klumpen und weniger Dividende. Wer ihn nicht ausdrücklich will, hat mit dem neuen FTSE Global All Cap die robustere und um 0,17 Punkte günstigere Basis.

Wie hoch ist die Dividendenrendite und was heißt das für Dividendenanleger?

Die Ausschüttungsrendite des Vanguard FTSE Global All Cap dürfte bei rund 1,3 % pro Jahr liegen. Die erste Zahlung betrug 0,0053 USD je Anteil, das sind 0,11 % für rund einen Monat (Ex-Tag 17.09.2026, ab diesem Tag wird der Anteil ohne die Zahlung gehandelt). Der ETF schüttet vierteljährlich aus und taugt im Dividendendepot als Wachstumsbasis, nicht als Einkommensquelle.

Wenn dir Ausschüttungen egal sind, zählt für dich nur die Gesamtrendite. Alle Renditen in diesem Beitrag enthalten die Ausschüttungen bereits, und die thesaurierende Klasse legt sie automatisch wieder an. Für dich ist dann vor allem das folgende Kapitel zu den Anteilsklassen wichtig.

Die bisherigen Ausschüttungen im Vergleich

JahrVanguard FTSE Global All CapVanguard FTSE All-WorldSPDR MSCI ACWI IMIVanguard ESG Global All Cap
2026 (Prognose)0,11 % (nur erste Zahlung)2,14 € (1,27 %)0,16 € (1,24 %)0,08 € (1,09 %)
20251,99 € (1,50 %)0,15 € (1,43 %)0,08 € (1,30 %)
20241,95 € (1,81 %)0,05 € (nur zweites Halbjahr)0,07 € (1,56 %)
20231,86 € (2,01 %)0,07 € (1,73 %)
20221,96 € (1,80 %)0,07 € (1,44 %)
Datenquelle: extraETF, ausschüttende Anteilsklassen, Ausschüttung je Anteil und Ausschüttungsrendite, Stand 06.10.2026. Der ausschüttende SPDR MSCI ACWI IMI wurde am 05.07.2024 aufgelegt.
Ex-TagZahltagAusschüttung je Anteil
17.09.202630.09.20260,0053 USD
Datenquelle: Vanguard, Fondsseite der ausschüttenden Anteilsklasse, abgerufen am 07.10.2026.

Alle vier ETFs zahlen vierteljährlich im März, Juni, September und Dezember.

Die erste Ausschüttung hochgerechnet

Zwischen Auflage am 18.08.2026 und Ex-Tag am 17.09.2026 lag rund ein Monat. Rechne ich 0,11 % auf zwölf Monate hoch, lande ich bei rund 1,3 % pro Jahr.

Diese Hochrechnung ist grob, weil Unternehmen ihre Dividenden nicht gleichmäßig über das Jahr verteilen. Sie passt aber zu den beiden nächsten Verwandten: 1,27 % beim Vanguard FTSE All-World und 1,24 % beim SPDR MSCI ACWI IMI.

Small Caps bringen nicht mehr Dividende

Der SPDR mit Small Caps schüttet 2026 voraussichtlich 1,24 % aus, der Vanguard FTSE All-World ohne Small Caps 1,27 %. 2025 waren es 1,43 % und 1,50 %. Kleine Unternehmen drücken die Ausschüttungsrendite also eher leicht, als dass sie sie heben.

Wer den neuen ETF kauft, um mehr Ausschüttung als im Vanguard FTSE All-World zu bekommen, wird also enttäuscht. Der Ausschlussfilter des ESG-Bruders drückt die Ausschüttungsrendite mit 1,09 % sogar noch stärker.

Die Rendite sinkt, die Ausschüttung wächst

Beim Vanguard FTSE All-World ist die Ausschüttungsrendite von 2,01 % im Jahr 2023 auf voraussichtlich 1,27 % gefallen. Die Ausschüttung je Anteil ist im selben Zeitraum von 1,86 € auf voraussichtlich 2,14 € gestiegen. Der Grund: Die Kurse sind viel schneller gestiegen als die Dividenden.

ZeitraumAusschüttungswachstum Vanguard FTSE All-World
1 Jahr+2,05 % p.a.
3 Jahre+0,51 % p.a.
5 Jahre+7,91 % p.a.
7 Jahre+4,32 % p.a.
Seit Auflage (22.05.2012)+6,36 % p.a.
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Bei +6,36 % pro Jahr verdoppelt sich eine Ausschüttung in rund 11 Jahren, bei +4,32 % in rund 16 Jahren. Wer heute zu 1,27 % einsteigt, käme also erst zwischen 2037 und 2042 auf rund 2,5 % bezogen auf seinen Einstandskurs. Das ist Vermögensaufbau mit einer Dividende als Beigabe.

Was das für dein Dividendendepot heißt

Aus 100.000 € werden bei 1,27 %, dem Wert des Vanguard FTSE All-World als Näherung, rund 1.270 € Ausschüttung im Jahr vor Steuern, also etwa 106 € im Monat. Wer von Dividenden leben oder die Rente aufstocken will, kommt damit allein nicht weit.

Spannend wird der ETF als Kern neben höher ausschüttenden Bausteinen. Die Rechnung ist einfach: Willst du auf das ganze Depot 3 % Ausschüttung und steckst die Hälfte in den Kern mit 1,27 %, muss die andere Hälfte 4,73 % liefern. Bei 30 % Kernanteil reichen 3,74 %.

Meine Faustregel nach Lebensphase: Je weiter die Entnahme entfernt ist, desto größer darf der Kern sein. Mit Mitte 30 oder 40 arbeitet das Wachstum für dich, ab Mitte 50 würde ich den Ausschüttungsteil Schritt für Schritt ausbauen. Welche Mischungen sich dafür eignen, zeige ich im Vergleich 8 Dividenden-ETF-Portfolios.

Ausschüttend oder thesaurierend: Welche Anteilsklasse passt besser?

Steuerlich macht es 2026 fast keinen Unterschied, welche Klasse du nimmst. Der Grund ist die Vorabpauschale, die beim aktuellen Basiszins von 3,20 % höher ausfällt als die Ausschüttung des ETFs. Die Entscheidung hängt deshalb an zwei anderen Fragen: Willst du Geld auf dem Konto sehen, und wie wichtig ist dir ein enger Spread?

Warum der Steuervorteil des Thesaurierers gerade weg ist

Die Vorabpauschale ist ein Mindestertrag, den das Finanzamt bei Fonds jedes Jahr unterstellt. Sie beträgt 70 % des Basiszinses auf den Fondswert zu Jahresbeginn. Den Basiszins gibt das Bundesfinanzministerium jedes Jahr im Januar bekannt. Für 2026 liegt er bei 3,20 %, der Mindestertrag also bei 2,24 %.

Das Finanzamt rechnet Ausschüttungen darauf an. Schüttet ein Fonds weniger als 2,24 % aus, versteuerst du die Differenz zusätzlich. Bei rund 1,27 % Ausschüttung bleiben 0,97 Punkte Vorabpauschale übrig.

Bei 50.000 € Fondswert zu JahresbeginnThesaurierendAusschüttend
Ausschüttung (1,27 %)0 €635 €
Vorabpauschale1.120 €485 €
Steuerlich angesetzter Ertrag1.120 €1.120 €
Steuerpflichtig nach 30 % Teilfreistellung784 €784 €
Steuer bei 26,375 % ohne Freibetrag206,78 €206,78 €
Datenquelle: eigene Berechnung. Basiszins 3,20 %: Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 13.01.2026. Regeln: § 18 und § 20 Investmentsteuergesetz, § 20 Abs. 9 Einkommensteuergesetz. Ausschüttungsrendite 1,27 %: Vanguard FTSE All-World laut extraETF, Stand 06.10.2026, als Näherung für den neuen ETF. Ohne Kirchensteuer.

Die Teilfreistellung bedeutet: Bei Aktienfonds bleiben 30 % der Erträge steuerfrei. Der Sparerpauschbetrag ist dein jährlicher Freibetrag für Kapitalerträge. Mit 1.000 € (2.000 € bei Zusammenveranlagung) deckt er die 784 € aus dem Beispiel ab. Rechnerisch reicht er für rund 63.800 € Fondswert, wenn du keine anderen Kapitalerträge hast.

Drei Einschränkungen gehören dazu:

  • Die Vorabpauschale ist auf den tatsächlichen Wertzuwachs des Jahres begrenzt. In einem schwachen Börsenjahr fällt sie kleiner aus oder ganz weg.
  • Im Kaufjahr setzt das Finanzamt sie nur anteilig an.
  • Sie gilt am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen. Beim Thesaurierer zieht dein Broker die Steuer dann vom Verrechnungskonto ein, obwohl kein Geld geflossen ist.

Bereits versteuerte Vorabpauschalen rechnet das Finanzamt beim späteren Verkauf an, doppelt zahlst du also nicht. Der klassische Vorteil des Thesaurierers, Steuern in die Zukunft zu schieben, kehrt erst zurück, wenn der Basiszins unter rund 1,8 % fällt.

Größe und Handelskosten sprechen für den Thesaurierer

Beide Klassen sind Anteile am selben Fondsvermögen von rund 2,6 Mrd. €. Davon stecken 2,54 Mrd. € im Thesaurierer und 73,37 Mio. € im Ausschütter. Beim Vanguard FTSE All-World liegt der Ausschütter-Anteil bei 31 %, hier bei 3 %.

Im Handel kostet das etwas. Das XLM liegt beim Ausschütter bei 16,79, beim Thesaurierer bei 13,16. Auf 10.000 € sind das 3,63 € Unterschied für Kauf und Verkauf zusammen. Das ist spürbar, aber kein Ausschlusskriterium.

Meine Empfehlung

Die Wahl hängt an deinem Ziel, nicht an der Steuer.

  • Du willst Zahlungen sehen oder gehst auf die Entnahmephase zu: Nimm den Ausschütter. Du zahlst steuerlich nicht drauf und bekommst viermal im Jahr Geld, das du gezielt in deine Dividendenbausteine umlenken kannst.
  • Du willst dich um nichts kümmern: Nimm den Thesaurierer. Die Wiederanlage passiert im Fonds, ohne Spread und ohne Zutun.
  • Du liegst weit über dem Sparerpauschbetrag: Dann ist es steuerlich egal. Entscheide nach Bequemlichkeit.

Lohnt sich der Wechsel vom FTSE All-World oder SPDR MSCI ACWI IMI?

Für bestehende Anteile mit Kursgewinn in der Regel nein. Der Verkauf löst sofort Steuern aus, während die niedrigere TER nur 7 € pro Jahr je 10.000 € gegenüber dem Vanguard FTSE All-World und 10 € gegenüber dem SPDR MSCI ACWI IMI bringt. Neue Sparraten kannst du dagegen ohne Nachteil in den Vanguard FTSE Global All Cap lenken, wenn du die Small Caps haben möchtest.

Die Wechselrechnung

Beim Verkauf versteuerst du deinen Kursgewinn. Nach 30 % Teilfreistellung und mit 26,375 % Abgeltungsteuer inklusive Solidaritätszuschlag gehen rund 18,5 % des Gewinns ans Finanzamt.

Gewinnanteil am DepotwertSteuer beim Verkauf je 10.000 €Ertrag, den dieses Geld bei 7 % pro Jahr gebracht hätteGebührenersparnis pro Jahr
10 %185 €13 €7 €
25 %462 €32 €7 €
40 %739 €52 €7 €
50 %923 €65 €7 €
Datenquelle: eigene Berechnung. Annahmen: Sparerpauschbetrag bereits verbraucht, ohne Kirchensteuer, TER-Differenz 0,07 Punkte laut extraETF vom 06.10.2026. Steuersätze: § 20 Investmentsteuergesetz und § 32d Einkommensteuergesetz.

Fairerweise: Die Steuer ist nicht verloren, sie wird nur vorgezogen. Irgendwann zahlst du sie ohnehin. Was du wirklich verlierst, ist der Ertrag, den dieses Geld bis dahin im Depot erwirtschaftet hätte.

Genau der steht in der dritten Spalte, und er liegt schon bei 10 % Gewinnanteil fast doppelt so hoch wie die Gebührenersparnis. Die Schwelle liegt bei etwa 5 % Kursgewinn. Liegt dein Bestand darüber, kostet der Wechsel jedes Jahr mehr, als er spart.

Dazu kommen die Handelskosten. Verkauf des Vanguard FTSE All-World und Kauf des neuen ETFs kosten zusammen rund 8 bis 10 € je 10.000 €. Das ist mehr als der Gebührenvorteil eines ganzen Jahres.

Ab welchem Kursgewinn sich der Wechsel nicht mehr rechnet

Die Schwelle hängt davon ab, welchen ETF du heute hältst. Je kleiner der Unterschied bei der TER, desto früher kippt die Rechnung.

Du hältstTERErsparnis pro Jahr je 10.000 €Wechsel lohnt sich nicht mehr ab einem Kursgewinn von
Vanguard FTSE All-World0,14 %7 €etwa 5 %
SPDR MSCI ACWI IMI0,17 %10 €etwa 8 %
Vanguard ESG Global All Cap0,24 %17 €etwa 13 %
Datenquelle: eigene Berechnung. TER laut extraETF, Stand 06.10.2026. Annahmen wie in der Tabelle oben: 7 % Ertrag pro Jahr, Sparerpauschbetrag bereits verbraucht, ohne Kirchensteuer und ohne Handelskosten.

Die Schwelle ist der Kursgewinn, ab dem der entgangene Ertrag auf die vorgezogene Steuer höher ausfällt als die jährliche Ersparnis bei der TER. Wer seinen Welt-ETF schon ein paar Jahre hält, liegt fast immer darüber. Der Vanguard FTSE All-World hat allein in den letzten 3 Jahren +72,17 % zugelegt (Stand 06.10.2026).

Dazu kommt ein zweiter Punkt. Beide Ersparnisse sind Unterschiede bei der TER und stehen damit zunächst nur auf dem Papier. Der Vanguard FTSE All-World kam zuletzt auf eine Tracking Difference um null, der SPDR MSCI ACWI IMI auf -0,05 %. Ob der neue ETF im Ergebnis günstiger ist, muss er erst zeigen.

Drei Wege, die sich rechnen

Bestand behalten, Sparrate umleiten. Du lässt den Vanguard FTSE All-World liegen und besparst künftig den neuen ETF. Beide überschneiden sich zu 91 %, das Depot bleibt übersichtlich.
Freibetrag nutzen. Mit 1.000 € Sparerpauschbetrag kannst du pro Jahr bis zu 1.428 € Kursgewinn steuerfrei realisieren, sofern Ausschüttungen und Vorabpauschale ihn nicht schon aufbrauchen.
Positionen ohne Gewinn tauschen. Liegt ein Kauf im Minus oder knapp im Plus, fällt beim Wechsel keine oder kaum Steuer an.

Entscheidungshilfe nach Ausgangslage

Deine SituationMeine Empfehlung
Du startest neu mit einem Welt-ETFDer Vanguard FTSE Global All Cap ist eine gute Wahl. Der Vanguard FTSE All-World ist es auch. Entscheide nur, ob du 9 % Small Caps willst.
Dein Sparplan auf den FTSE All-World läuft, der Bestand liegt im PlusBestand behalten. Die Sparrate umzustellen ist möglich, aber kein Muss.
Dein Bestand liegt im Minus oder knapp im PlusDer Wechsel kostet kaum Steuern und ist vertretbar.
Du hältst den SPDR MSCI ACWI IMIBleiben. Praktisch gleiches Small-Cap-Gewicht, Tracking Difference -0,05 %, XLM 3,82.
Du hältst den Vanguard ESG Global All CapNur wechseln, wenn du den Filter nicht mehr willst. Die Steuerrechnung gilt genauso.
Du sparst über vermögenswirksame LeistungenGeht mit dem neuen ETF derzeit nicht, noch bietet ihn kein Anbieter als VL-Sparplan an.
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026. Empfehlungen: eigene Einschätzung.

Ein praktischer Hinweis zum Sparplan: Am 06.10.2026 führt extraETF für den neuen ETF vier Sparplan-Anbieter auf, beim Vanguard FTSE All-World sind es deutlich mehr. Prüfe vor der Umstellung, ob dein Broker den ETF im Sparplan führt.

Mit welchen ETFs lässt sich der FTSE Global All Cap kombinieren?

Sinnvoll sind Bausteine, die etwas liefern, was der ETF nicht hat: höhere Ausschüttungen oder ein bewusst anderes Gewicht. Ein zweiter Welt-ETF bringt nichts, weil der Vanguard FTSE Global All Cap mit 61,85 % USA und 30,25 % Technologie diese Seite bereits vollständig abdeckt. Die Small Caps selbst aus zwei ETFs zu mischen, kostet mehr als doppelt so viel wie die fertige Lösung.

Partner-ETFBewertungDer strategische Effekt
Globaler Dividenden-ETF, zum Beispiel der Amundi S&P All World High Dividend Yield oder der L&G Global Quality Dividends✅ IdealHebt die Ausschüttung des Depots. Der Kern liefert nur rund 1,3 %, den Rest steuerst du über den Dividendenbaustein.
Einkommens-ETF mit Optionsstrategie, zum Beispiel der iShares World Equity High Income⚠️ BedingtLiefert hohe laufende Erträge und tauscht dafür Kurschancen ein. Als Beimischung neben dem Wachstumskern sinnvoll, nicht als Ersatz.
Vanguard FTSE Global Small-Cap (TER 0,22 %)⚠️ BedingtNur sinnvoll, wenn du bewusst mehr als 9 % Small Caps willst.
Vanguard FTSE All-World als Neukauf daneben❌ Stopp91 % Überschneidung, kein Zusatznutzen. Ein bestehender Bestand darf natürlich liegen bleiben.
MSCI World oder S&P 500❌ StoppErhöht nur das, was schon dominiert: 61,85 % USA und 30,25 % Technologie.
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

Selber mischen oder fertig kaufen?

Zeitgleich mit dem neuen ETF hat Vanguard einen reinen Small-Cap-ETF auf den FTSE Global Small Cap an die Börse gebracht. Damit könntest du die Mischung auch selbst bauen. Die Rechnung fällt eindeutig aus.

Ziel: Small-Cap-AnteilMischungLaufende Kosten
9 %100 % Vanguard FTSE Global All Cap0,07 %
9 %91 % Vanguard FTSE All-World und 9 % Vanguard FTSE Global Small-Cap0,15 %
15 %93 % Vanguard FTSE Global All Cap und 7 % Vanguard FTSE Global Small-Cap0,08 %
20 %88 % Vanguard FTSE Global All Cap und 12 % Vanguard FTSE Global Small-Cap0,09 %
Datenquelle: eigene Berechnung mit TER 0,07 %, 0,14 % und 0,22 %. extraETF, Stand 06.10.2026.

Wer das Marktgewicht will, kauft den fertigen ETF und spart sich die Hälfte der Kosten und das Rebalancing, also das regelmäßige Zurückstellen auf die Zielgewichte. Wer bewusst mehr Small Caps will, nimmt den neuen ETF als Basis und mischt den Small-Cap-ETF bei.

Für die andere Richtung gibt es ebenfalls einen neuen Baustein. Der Vanguard FTSE All-World ex-U.S. (TER 0,12 %) enthält große und mittlere Unternehmen ohne die USA. Damit lässt sich das USA-Gewicht senken, was Small Caps nicht leisten.

Lässt sich der ETF in ein Einzelaktien-Depot integrieren?

Ja, als breites Fundament unter deinen Einzelwerten. Rechne aber die Überschneidung mit. Wer 50.000 € im ETF hält, besitzt darüber bereits rund 2.185 € NVIDIA, 1.945 € Apple und 1.600 € Microsoft.

Für klassische Dividendendepots passt der ETF gut. Basiskonsumgüter, Energie und Versorger machen zusammen nur 10,94 % aus. Er ergänzt also genau die Wachstums- und Technologieseite, die vielen Dividendendepots fehlt.

💡 Lesetipp

Wie ein breiter Kern und Beimischungen in einer Core-Satellite-Strategie zusammenspielen und welche fünf weiteren ETF-Strategien es gibt, zeige ich in Beste ETF Strategie 2026? 6 Portfolios im direkten Vergleich.

Für welchen Anlegertyp eignet sich der Vanguard FTSE Global All Cap ETF?

Für alle, die einen einzigen günstigen Welt-ETF suchen und kleine Unternehmen nicht separat verwalten wollen. Besonders gut passt er zu Neueinsteigern, zu Sparplan-Anlegern mit langem Horizont und zu Dividendenanlegern, die einen Wachstumskern neben ihren Ausschüttern brauchen.

Geeignet für diese Anlegertypen

Neueinsteiger und Sparplan-Anleger
Dividendenanleger im Vermögensaufbau
Anleger, die bisher selbst gemischt haben

Neueinsteiger und Sparplan-Anleger

Wer bei null startet, hat kein Steuerproblem und keinen Altbestand. Ein ETF, 6.429 Positionen, 0,07 % TER: Mehr Positionen und eine niedrigere TER bietet in diesem Vergleich keiner.

Der höhere Spread fällt bei einem Anlagehorizont von 20 oder 30 Jahren kaum ins Gewicht. Du zahlst ihn beim Kauf, die niedrigere TER wirkt danach jedes Jahr.

Wenn du keine Ausschüttungen brauchst, nimm die thesaurierende Klasse. Sie ist mit 2,54 Mrd. € die deutlich größere und hat mit 13,16 statt 16,79 das niedrigere XLM (Stand 06.10.2026).

💡 Lesetipp

Ob ein einziger Welt-ETF für dein Depot reicht und wie FTSE All-World und MSCI ACWI IMI als 1-ETF-Lösung abschneiden, zeige ich in 1-ETF-Portfolio 2026: Reicht dir wirklich nur ein einziger ETF?

Dividendenanleger im Vermögensaufbau

Wenn du zwischen 35 und 50 bist und noch Jahre bis zur Entnahme hast, brauchst du heute keine maximale Ausschüttung. Du brauchst einen Kern, der wächst, und Bausteine, die dich an regelmäßige Zahlungen gewöhnen.

Genau diese Rolle füllt die ausschüttende Klasse. Viermal im Jahr kommt Geld, steuerlich derzeit ohne Nachteil gegenüber dem Thesaurierer, und das Wachstum der Ausschüttung arbeitet im Hintergrund.

Anleger, die bisher selbst gemischt haben

Wer neues Geld bislang auf einen Welt-ETF und einen Small-Cap-ETF verteilt hat, bekommt das Marktgewicht jetzt in einem Produkt zum halben Preis. Das Rebalancing entfällt.

Deinen bisherigen Bestand musst du dafür nicht auflösen. Ein Verkauf mit Gewinn zieht Steuern vor, die den Kostenvorteil auf Jahre aufzehren. Es reicht, neue Sparraten umzulenken.

Für welchen Anlegertyp eignet sich dieser ETF nicht?

Nicht für Anleger, die laufendes Einkommen brauchen, die ihr USA- und Technologiegewicht senken wollen oder die hohe Buchgewinne im Vanguard FTSE All-World nur wegen der Gebühr versteuern würden. Auch wer ausschließlich erprobte Produkte kauft, wartet besser das erste volle Jahr ab.

Nicht geeignet für diese Anlegertypen

Anleger, die von Ausschüttungen leben wollen
Anleger mit Klumpen-Sorgen
Wechsler mit hohen Buchgewinnen
Anleger, die auf belegte Zahlen bestehen

Anleger, die von Ausschüttungen leben wollen

Rund 1,3 % Ausschüttungsrendite sind kein Einkommen. Für 1.000 € Ausschüttung im Monat vor Steuern bräuchtest du bei 1,27 % ein Depot von rund 945.000 €. Wer mit Mitte 50 die Entnahme plant, braucht daneben Bausteine mit deutlich höherer Rendite.

Sinnvoller ist ein Depot, in dem Dividenden-ETFs den Einkommensteil tragen und der Welt-ETF den Wachstumsteil. Wie groß der Kern sein darf, hängt an deiner Zielrendite: Für 3 % auf das ganze Depot muss bei 50 % Kernanteil die andere Hälfte 4,73 % liefern.

Anleger mit Klumpen-Sorgen

61,85 % USA, 30,25 % Technologie und 21,64 % in zehn Aktien sind praktisch dasselbe Profil wie im Vanguard FTSE All-World. Wer das als Risiko sieht, wird mit dem neuen ETF nicht ruhiger schlafen.

Wirksam ist nur ein Baustein, der die Gewichte tatsächlich verschiebt. Der neue Vanguard FTSE All-World ex-U.S. als Beimischung senkt den USA-Anteil, Small Caps tun das nicht.

Wechsler mit hohen Buchgewinnen

Ab etwa 5 % Kursgewinn kostet der Wechsel mehr, als er bringt. Bei 40 % Gewinnanteil stehen 739 € Steuer je 10.000 € einer Ersparnis von 7 € pro Jahr gegenüber.

Lass den Bestand liegen und lenke nur neue Sparraten um. So bekommst du die niedrigere TER auf jeden neuen Euro, ohne Steuern vorzuziehen.

Anleger, die auf belegte Zahlen bestehen

Der neue ETF hat sieben Wochen Geschichte, keine Tracking Difference und ein XLM von 13,16 bis 16,79. Der Vanguard FTSE All-World bringt in beiden Anteilsklassen zusammen 79,55 Mrd. €, eine Tracking Difference um null und ein XLM von 2,14 bis 3,02 mit (Stand 06.10.2026). Wer ein lange bewährtes Produkt will, bleibt dort.

Du verpasst dabei wenig. Der Unterschied bei der TER liegt bei 7 € pro Jahr je 10.000 €, und der Einstieg ist in einem Jahr genauso möglich wie heute.

Welche Alternativen gibt es zum Vanguard FTSE Global All Cap?

Direkt vergleichbar sind drei ETFs. Der SPDR MSCI ACWI IMI verfolgt dieselbe Idee seit 2011, der Vanguard FTSE All-World verzichtet auf Small Caps, und der Vanguard ESG Global All Cap setzt einen Ausschlussfilter auf denselben Ausgangsindex. Der Gegenspieler, den du kennen solltest, ist der SPDR.

ETF-NameAnsatzAusschüttungsrendite 2026 (Prognose)Größter VorteilGrößter Nachteil
SPDR MSCI ACWI IMIWelt inklusive Small Caps nach MSCI1,24 %Historie seit 2011, Tracking Difference -0,05 %, XLM 3,82 beim ThesauriererTER 0,17 %. Der Ausschütter existiert erst seit 05.07.2024, ist 233,81 Mio. € groß und hat ein XLM von 17,92
Vanguard FTSE All-WorldWelt ohne Small Caps1,27 %79,55 Mrd. € Volumen, Tracking Difference um null, engster Spread, VL-fähigKeine Small Caps, TER 0,14 %
Vanguard ESG Global All CapWelt inklusive Small Caps mit Ausschlüssen1,09 %Schließt fossile Energien, Waffen und Lasterprodukte aus, VL-fähigTER 0,24 %, Tracking Difference +0,51 %, 36,50 % Technologie
Datenquelle: extraETF, Stand 06.10.2026.

SPDR MSCI ACWI IMI: auf dem Papier teurer, im Ergebnis bisher nicht

Der SPDR kostet 0,17 % TER, hat seinen Index im Schnitt aber um 0,05 Punkte geschlagen. Gemessen am Ergebnis war er damit günstiger, als es der neue Vanguard mit 0,07 % auf dem Papier verspricht.

Dazu kommt der Handel. Beim Thesaurierer liegt das XLM bei 3,82, beim neuen Vanguard bei 13,16. Wer eine große Summe auf einmal anlegt und thesaurieren will, macht mit dem SPDR nichts falsch.

Der Haken: Seine Tracking Difference schwankt mit 0,59 Punkten Standardabweichung deutlich stärker als die des Vanguard FTSE All-World mit 0,04 Punkten. Und in der ausschüttenden Klasse verliert er seinen Handelsvorteil. Unter den ausschüttenden Welt-ETFs mit Small Caps ist der neue Vanguard deshalb meine erste Wahl.

Vanguard FTSE All-World: die bewährte Variante ohne Small Caps

Wer die 9 % Small Caps nicht braucht, bekommt hier das größte und am engsten gehandelte Produkt im Vergleich. Nach der Senkung auf 0,14 % TER ist der Kostennachteil auf 7 € pro Jahr je 10.000 € geschrumpft. In meinem 1-ETF-Vergleich ordne ich ihn neben den anderen Welt-ETFs ein.

Für Dividendenanleger kommt hinzu: Sein Ausschütter ist mit 24,38 Mrd. € die mit Abstand größte ausschüttende Klasse im Vergleich und hat ein XLM von 3,02.

Vanguard ESG Global All Cap: nur mit Werteanspruch

Der ESG-Bruder ist die teuerste und konzentrierteste Variante im Feld. Er kommt nur infrage, wenn dir die Ausschlüsse wichtiger sind als Kosten, Streuung und Ausschüttung.

Die Zahlen dazu stehen im ESG-Kapitel: 0,17 Punkte mehr TER als der neue ETF, 13,65 % statt 11,55 % Volatilität und 1,09 % statt 1,27 % Ausschüttung im Vergleich zum Vanguard FTSE All-World.

Fazit: Ist der Vanguard FTSE Global All Cap der bessere Welt-ETF?

Er ist ein solider Welt-ETF, aber kein anderer. Du kaufst zu 91 % einen FTSE All-World, bekommst 9 % kleine Unternehmen dazu und zahlst 0,07 % statt 0,14 %. Für neues Geld ist das eine saubere, günstige Lösung. Für einen Umbau bestehender Depots reicht der Vorteil nicht.

Ehrlich gesagt fand ich den ETF vor dieser Analyse langweilig. Nach der Analyse finde ich ihn immer noch unspektakulär, und genau das ist seine Stärke. Er macht nichts Neues, er macht das Bekannte nur etwas breiter und etwas billiger.

Was er nicht ist: Er ist kein Renditeturbo, denn die Variante mit Small Caps lag über 3, 5, 7 und 10 Jahre hinten. Er löst keinen Klumpen, denn USA und Technologie bleiben praktisch unverändert. Und er ist kein Dividenden-ETF, denn rund 1,3 % Ausschüttung sind eine Beigabe.

Drei Zahlen solltest du dir merken:

  • 9 %: So viel vom Fonds steckt in den zusätzlichen kleinen Unternehmen. Alles andere ist FTSE All-World.
  • 0,8 Punkte: Laufen Small Caps pro Jahr um mehr als diesen Wert schlechter als der Rest, ist der Gebührenvorteil weg.
  • 5 %: Ab diesem Kursgewinn im Altbestand kostet der Wechsel mehr, als er bringt.

Meine Empfehlung, wenn du einfach Vermögen aufbauen willst: Nimm die thesaurierende Klasse, richte den Sparplan ein und prüfe in einem Jahr die erste Tracking Difference. Mehr braucht es nicht.

Meine Empfehlung für Dividendenanleger: Nimm die ausschüttende Klasse als Wachstumskern, lenke neue Sparraten dorthin und lass deinen Altbestand in Ruhe. Die Ausschüttungshöhe steuerst du über deine Dividendenbausteine, nicht über den Welt-ETF.

In einem Jahr schaue ich wieder hin. Dann gibt es die erste Tracking Difference und die Antwort auf die Frage, ob aus dem Kostenvorteil auf dem Papier auch ein Vorteil im Depot geworden ist.

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Häufige Fragen zum Vanguard FTSE Global All Cap ETF (FAQ)

Quellenverzeichnis

Renditen, Ausschüttungen und Zusammensetzung 06.10.2026, Risikokennzahlen und Tracking Difference 30.09.2026, Indexregeln abgerufen am 07.10.2026

Risikohinweis / Disclaimer

Dieser Beitrag stellt keine individuelle Anlageberatung dar, sondern dient der allgemeinen Information. Alle genannten Kennzahlen sind historische Werte und keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Die Szenarien sind Rechenbeispiele auf Basis der genannten Annahmen und keine Prognose. Steuerliche Aussagen sind allgemein gehalten und ersetzen keine Steuerberatung. Prüfe vor jeder Investitionsentscheidung die aktuellen Daten sowie deine persönliche Risikotragfähigkeit.

Hi, ich bin Patrick – der Kopf (oder Fuchs) hinter Dividendenknecht.

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