REIT ETF Vergleich: Welcher der 16 Immobilien-ETFs ist der beste?

Aktualisiert am: 26. Oktober 2026​

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Welcher REIT ETF lohnt sich wirklich? Ich habe 16 Immobilien-ETFs durch drei Ausscheidungshürden und sieben Wertungsrunden geschickt. Kein Europa-, UK- oder Asien-ETF mit fünf Jahren Historie hat in dieser Zeit ein Plus gebracht, die beiden Finalisten mit „Yield“ im Namen haben 2025 weniger ausgeschüttet als der breite Marktstandard, und der Sieger hat weder die höchste Rendite noch die höchste Ausschüttung. Warum er trotzdem vorn liegt und welcher Finalist zu deinem Ziel passt, liest du hier.

REIT ETF Vergleich im Überblick

Testfeld: 16 Immobilien-ETFs von acht Anbietern (iShares, Amundi, BNP Paribas, HSBC, State Street SPDR, UBS, VanEck und WisdomTree), von global über USA und Asien bis Großbritannien und Europa.
Methode: Drei Hürden sortieren aus (mindestens fünf Jahre Historie, Plus über fünf Jahre, keine Doppelungen). Die fünf Finalisten sammeln danach in sieben Runden Punkte, höchstens 35.
Vorzeitig ausgeschieden: Vier ETFs ohne Fünfjahresdaten, sechs ETFs mit Verlust über fünf Jahre (alle Asien-, UK- und Europa-ETFs mit so langer Historie) und der Amundi FTSE EPRA NAREIT Global als schwächere Doppelung des HSBC.
Die fünf Finalisten: HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist) (ISIN: IE00B5L01S80, WKN: A1JCM0), State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF (Dist) (ISIN: IE00B8GF1M35, WKN: A1J3PB), VanEck Global Real Estate UCITS ETF (ISIN: NL0009690239, WKN: A1T6SY), iShares US Property Yield UCITS ETF (Dist) (ISIN: IE00B1FZSF77, WKN: A0LEW6) und iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (Dist) (ISIN: IE00B1FZS350, WKN: A0LEW8).
Sieger: HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist) mit 28 von 35 Punkten.
Verfolger: State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate (23 Punkte), VanEck Global Real Estate (19), iShares US Property Yield (18,5), iShares Developed Markets Property Yield (16,5).
Dividende und Ertrag: VanEck zahlte 2025 mit 3,54 % am meisten aus, danach kommen HSBC (3,11 %), iShares Developed Markets Property Yield (2,97 %), iShares US Property Yield (2,89 %) und SPDR (2,61 %). Ausgeschüttet wird bei allen fünf viermal im Jahr.
Dividendenwachstum: Alle fünf Finalisten zahlten 2025 weniger je Anteil aus als 2022. Am stabilsten ist der SPDR mit +2,32 % pro Jahr über fünf und +2,05 % pro Jahr über sieben Jahre.
Streuung: Der HSBC hält 341 Aktien, die zehn größten Positionen bringen es auf 38,67 %. Alle fünf stecken mindestens 65 % in den USA, der iShares US Property Yield 99,84 %.
Risiko und Kennzahlen: Die Volatilität auf Jahressicht liegt zwischen 14,16 % (SPDR) und 15,55 % (VanEck). Von Oktober 2021 bis Oktober 2023 kamen alle fünf auf eine Rendite zwischen -19,27 % und -23,41 %.
Kosten: Zwischen 0,24 % TER beim HSBC und 0,59 % beim iShares Developed Markets Property Yield liegt mehr als das Doppelte. HSBC und iShares US Property Yield schnitten von 2022 bis 2025 in jedem Jahr besser ab als ihr Index.
Beste Gesamtrendite: Über zehn Jahre VanEck mit +46,25 %, hauchdünn vor iShares US Property Yield mit +46,23 %. Beide kommen auf +3,87 % pro Jahr.
Für wen geeignet: Anleger, die Mieteinnahmen börsennotierter Immobilien als zusätzliche Ertragsquelle neben einem breiten Aktien-ETF suchen und in Zinsphasen ein Minus von rund 20 % aushalten.
Für wen nicht geeignet: Wer jedes Jahr eine höhere Ausschüttung erwartet, mit Immobilien bewusst weg vom US-Markt will oder sein Depot hauptsächlich auf Immobilienaktien bauen möchte.

Datenstand: Renditen, Ausschüttungen und Zusammensetzung vom 23.10.2026, Risikokennzahlen und Tracking Difference vom 30.09.2026, Indexregeln abgerufen am 25.10.2026.

📈 Live-Blick auf den Kurs: Der Chart zeigt die tagesaktuellen Xetra-Kurse ohne Ausschüttungen, bei einigen ETFs reichen die Daten nur bis 2022 zurück. Für den Vergleich über zehn Jahre zählt deshalb die Tabelle in Runde 7.

Video Zusammenfassung

Was ist ein REIT ETF und wie läuft der Vergleich ab?

Ein REIT ETF bündelt börsennotierte Immobiliengesellschaften, die ihr Geld vor allem mit Mieten verdienen, etwa mit Logistikhallen, Wohnungen, Rechenzentren oder Seniorenheimen. Ich vergleiche 16 Immobilien-ETFs in zwei Stufen. Zuerst müssen alle drei Hürden nehmen, danach sammeln die fünf Finalisten in sieben Runden Punkte.

REITs in einfachen Worten

REIT steht für Real Estate Investment Trust. Das ist eine Immobiliengesellschaft mit steuerlichem Sonderstatus. In den USA müssen REITs mindestens 90 % ihres steuerpflichtigen Gewinns ausschütten und zahlen dafür auf die ausgeschütteten Gewinne keine Körperschaftsteuer. Deshalb gelten sie als klassische Dividendenzahler.

Viele sogenannte REIT ETFs halten zusätzlich Immobilienunternehmen ohne REIT-Status, zum Beispiel den japanischen Konzern Mitsubishi Estate. Ich nutze REIT ETF deshalb als Sammelbegriff für ETFs auf Immobilienaktien. Gebäude direkt besitzt keiner dieser ETFs, du kaufst immer Aktien von Immobilienunternehmen.

Das Testfeld: 16 ETFs, acht Anbieter

Ins Rennen gehen 16 Immobilien-ETFs mit ganz unterschiedlichem Zuschnitt: weltweite und Industrieländer-ETFs, ein reiner US-ETF, ein Asien-ETF, zwei Großbritannien-ETFs, vier Europa-ETFs und ein Themen-ETF von WisdomTree. Zwei Fonds tragen einen Nachhaltigkeits- oder Klimafilter schon im Namen.

Gemeinsam ist allen, dass sie Immobilienaktien nach festen Indexregeln kaufen. Genau dort liegen die Unterschiede, die über Rendite, Ausschüttung und Risiko entscheiden. Die vollständige Liste mit Renditen findest du in der Vorrunde.

Das Punktesystem

Pro Runde gibt es 5 Punkte für Platz eins, 4 für Platz zwei und so fort, bis der Letzte noch 1 Punkt mitnimmt. Liegen zwei ETFs exakt gleichauf, bekommen beide den Durchschnitt ihrer Plätze, deshalb siehst du auch halbe Punkte. Ein ETF, der jede Runde gewinnt, hätte am Ende 35 Punkte.

Manche Runden bewerten mehrere Kennzahlen gleichzeitig, zum Beispiel Volatilität, Drawdown und Zinsphase. Dann sortiere ich die fünf ETFs bei jeder Kennzahl einzeln von 5 bis 1 und zähle die Ränge zusammen. Wer in Summe vorn liegt, holt die Runde, ein einzelner Ausreißerwert reicht dafür nicht.

Anders als im Emerging Markets Dividenden ETF Vergleich zählt die Rendite diesmal als eigene Runde. Die Vorrunde sortiert nur die Verlierer aus, Punkte für die Rendite gibt es erst in Runde 7 mit zehn Jahren. Im Endergebnis teste ich außerdem, ob sich die Reihenfolge ändert, wenn ich einzelne Runden anders rechne.

Vorrunde: Welche REIT ETFs scheiden aus und warum?

Von 16 Immobilien-ETFs ziehen fünf in die Finalrunde ein: VanEck Global Real Estate, iShares US Property Yield, State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate, HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed und iShares Developed Markets Property Yield. Vier ETFs fehlt die Fünfjahreshistorie, sechs haben über fünf Jahre Geld verloren, und der Amundi FTSE EPRA NAREIT Global scheidet als schwächere Kopie des HSBC aus.

Hürde 1: Mindestens fünf Jahre Historie

Für vier ETFs gibt es keine Rendite über fünf Jahre. Sie scheiden aus, egal wie gut ihr letztes Jahr lief.

ETF1 Jahr3 Jahre5 Jahre
Amundi FTSE EPRA/NAREIT Global II UCITS ETF+5,49 %keine Angabekeine Angabe
UBS FTSE EPRA Nareit Developed Green UCITS ETF (Dist)+5,14 %keine Angabekeine Angabe
WisdomTree New Economy Real Estate UCITS ETF (Dist)-3,60 %+49,46 %keine Angabe
BNP Paribas Easy FTSE EPRA Nareit Developed Europe Green CTB-9,60 %keine Angabekeine Angabe
Datenquelle: extraETF, Stand 22.10.2026

Warum fünf Jahre und nicht drei wie im Emerging-Markets-Vergleich? Weil drei Jahre bei Immobilien-ETFs zu gnädig sind. Alle 13 ETFs mit Dreijahresdaten liegen auf dieser Strecke im Plus, zwischen +17,57 % beim iShares Asia Property Yield und +49,46 % beim WisdomTree New Economy Real Estate.

Wer drei Jahre zurückschaut, startet im Oktober 2023, also nach dem Einbruch der Immobilienaktien durch den Zinsanstieg ab 2022. Erst fünf Jahre umfassen beides: den Absturz und die Erholung. Am meisten schmerzt das Aus beim WisdomTree New Economy Real Estate, der über drei Jahre die beste Rendite des gesamten Feldes hat, auf Jahressicht aber mit -3,60 % im Minus liegt.

Hürde 2: Nur ETFs mit Plus über fünf Jahre

Von den zwölf ETFs mit Fünfjahresdaten haben sechs in dieser Zeit Geld verloren, Ausschüttungen eingerechnet. Alle sechs sind regionale ETFs außerhalb der USA, alle sechs Überlebenden sind globale ETFs oder der US-ETF.

ETF5 Jahre3 Jahre1 JahrErgebnis
VanEck Global Real Estate UCITS ETF+10,97 %+42,53 %+7,41 %weiter
iShares US Property Yield UCITS ETF (Dist)+10,70 %+37,13 %+9,32 %weiter
State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF (Dist)+5,24 %+35,28 %+9,07 %weiter
HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist)+3,35 %+32,43 %+6,31 %weiter
Amundi FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF (Dist)+1,96 %+31,19 %+6,00 %weiter zu Hürde 3
iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (Dist)+0,09 %+30,69 %+4,61 %weiter
iShares Asia Property Yield UCITS ETF (Dist)-3,87 %+17,57 %-2,52 %raus
iShares MSCI Target UK Real Estate UCITS ETF GBP (Dist)-11,36 %+24,39 %+7,72 %raus
iShares UK Property UCITS ETF-16,74 %+32,74 %+9,59 %raus
iShares STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF (DE)-27,77 %+28,56 %-6,09 %raus
BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Eurozone Capped UCITS ETF (Dist)-27,82 %+22,31 %-15,19 %raus
iShares European Property Yield UCITS ETF (Dist)-28,71 %+28,76 %-11,95 %raus
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026 (HSBC, Amundi, iShares MSCI Target UK und BNP Paribas 22.10.2026). Gesamtrendite in Euro inklusive Ausschüttungen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Über Erfolg oder Misserfolg hat die Region entschieden, nicht der Indexanbieter. Die drei Europa-ETFs mit Fünfjahresdaten liegen nach fünf Jahren bei rund -28 %, obwohl sie über drei Jahre zwischen +22,31 % und +28,76 % zugelegt haben. Vom Einbruch nach der Zinswende haben sie sich also nur zum Teil erholt.

Der iShares Developed Markets Property Yield rettet sich mit +0,09 % gerade so über die Linie. Fünf Jahre Anlage für praktisch null Gesamtrendite, das solltest du für die Finalrunde im Kopf behalten.

Hürde 3: Keine Doppelungen

Der Amundi FTSE EPRA NAREIT Global bildet trotz des Namens denselben Index ab wie der HSBC, den FTSE EPRA Nareit Developed. Beide kosten 0,24 % TER. Zwei ETFs auf denselben Index bringen im Finale keinen Erkenntnisgewinn, also tritt nur der bessere an.

MerkmalHSBC FTSE EPRA NAREIT Developed (Dist)Amundi FTSE EPRA NAREIT Global (Dist)
IndexFTSE EPRA Nareit DevelopedFTSE EPRA Nareit Developed
TER0,24 %0,24 %
Fondsvolumen2,31 Mrd. €rund 56 Mio. €
Ausschüttungvierteljährlichjährlich im Dezember
Ausschüttungsrendite 20253,11 %2,82 %
Rendite 1 Jahr+6,31 %+6,00 %
Rendite 3 Jahre+32,43 %+31,19 %
Rendite 5 Jahre+3,35 %+1,96 %
Datenquelle: extraETF, Renditen Stand 22.10.2026, HSBC Fondsvolumen und Ausschüttung Stand 23.10.2026, Amundi Fondsvolumen und Ausschüttung abgerufen am 25.10.2026

Der Amundi lag in allen drei Zeiträumen hinter dem HSBC, über fünf Jahre um 1,39 Prozentpunkte. Auch die Ausschüttungsrendite war 2025 niedriger. Bei gleichem Index und gleicher TER spricht damit keine Kennzahl für ihn.

Dazu kommt ein praktischer Nachteil. Der Amundi schüttet nur einmal im Jahr aus. Wer REITs wegen des laufenden Einkommens kauft, bekommt beim HSBC viermal im Jahr Geld, beim Amundi nur einmal.

Der iShares Developed Markets Property Yield greift zwar auf dasselbe Grunduniversum zurück, filtert aber zusätzlich nach Dividendenrendite. Er ist deshalb keine Doppelung und bleibt im Rennen.

Die fünf Finalisten im Steckbrief

ETFISINTERFondsvolumenAuflageAbbildungFondssitz
HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist)IE00B5L01S800,24 %2,31 Mrd. €20.06.2011vollständigIrland
VanEck Global Real Estate UCITS ETF (Dist)NL00096902390,25 %453,42 Mio. €14.04.2011vollständigNiederlande
iShares US Property Yield UCITS ETF (Dist)IE00B1FZSF770,40 %514,33 Mio. €03.11.2006vollständigIrland
State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF (Dist)IE00B8GF1M350,40 %309,85 Mio. €23.10.2012optimiertIrland
iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF (Dist)IE00B1FZS3500,59 %811,63 Mio. €20.10.2006optimiertIrland
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026. Fondssitz nach Länderkennung der ISIN.

TER steht für Total Expense Ratio, also die laufenden Kosten pro Jahr. Der Anbieter zieht sie laufend vom Fondsvermögen ab, in allen Renditen hier ist sie deshalb schon enthalten. Vollständige Abbildung heißt, der ETF kauft alle Aktien seines Index. Optimierte Abbildung, auch Sampling genannt, heißt, er kauft eine repräsentative Auswahl.

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Runde 1: Nach welchen Regeln wählen REIT ETFs ihre Aktien aus?

Alle fünf Indizes gewichten nach Börsenwert, sie unterscheiden sich aber darin, wer überhaupt hinein darf. Der SPDR lässt nur Eigentümer und Betreiber von Mietimmobilien zu, der HSBC bildet den breiten Immobilienmarkt der Industrieländer ab, die beiden iShares-ETFs setzen eine Dividendenhürde obendrauf, und VanEck nimmt die 100 meistgehandelten Immobilienaktien aus drei Weltregionen. Die Runde gewinnt der SPDR vor dem HSBC.

Die fünf Regelwerke nebeneinander

Mein Maßstab: Liefert das Regelwerk das, wofür du einen REIT ETF kaufst, also laufende Mieteinnahmen aus möglichst vielen verschiedenen Immobilien?

MerkmalSPDRHSBCiShares DevelopediShares USVanEck
IndexDow Jones Global Select Real Estate SecuritiesFTSE EPRA Nareit DevelopedFTSE EPRA Nareit Developed Dividend+FTSE EPRA Nareit US Dividend+GPR Global 100
MärkteIndustrie- und SchwellenländerIndustrieländerIndustrieländerUSAweltweit
GeschäftsmodellEigentümer und Betreiber, mindestens 75 % des Umsatzes aus Besitz und Betriebmindestens 75 % des EBITDA aus Besitz, Handel und Entwicklung von Mietimmobilienwie HSBCwie HSBCmindestens 75 % des Umsatzes aus Vermietung und Projektentwicklung, davon mindestens 25 % aus Vermietung
AusgeschlossenBauträger, Hypotheken-, Hybrid-, Funkturm-, Holz- und Spezial-REITs, Makler, FinanziererFinanzierer, Bauleistungen, Holdings, Infrastruktur samt Funktürmen, Wald und Agrarlandwie HSBCwie HSBCschlechtestes Transparenzniveau im Nachhaltigkeitsrating GRESB
Dividendenfilterkeinerkeinererwartete Rendite neu ab 3 %, Verbleib bis 1 %erwartete Rendite neu ab 3 %, Verbleib bis 1 %keiner
Auswahlalle, die die Kriterien erfüllenalle, die Größen- und Liquiditätstest bestehenalle über der Dividendenhürdealle über der Dividendenhürde40 Amerika, 30 Asien-Pazifik, 30 EMEA nach Handelsumsatz
GewichtungBörsenwertBörsenwertBörsenwertBörsenwertBörsenwert, gekürzt nach GRESB-Stufe
ÜberprüfungvierteljährlichvierteljährlichDividendenprüfung jährlich im SeptemberDividendenprüfung jährlich im Septemberhalbjährlich im März und September
Datenquelle: Indexregelwerke von S&P Dow Jones Indices (Stand August 2026), FTSE Russell (Stand Mai 2026 und September 2026) und Solactive (Stand November 2025), Indexänderung bei iShares vom 07.09.2026

Börsenwert meint hier immer den Wert der frei handelbaren Aktien, den sogenannten Streubesitz. Anteile von Großaktionären, die nicht gehandelt werden, zählen nicht mit. EMEA steht für Europa, Naher Osten und Afrika.

SPDR: nur echte Vermieter

Der Dow Jones Global Select Real Estate Securities Index stellt die strengste Eingangsfrage. Ein Unternehmen muss Immobilien besitzen und selbst betreiben, REITs müssen ihre Mieten aus klassischen Immobilien erzielen. Mindestens 75 % des Umsatzes müssen aus Besitz und Betrieb stammen, für bestehende Mitglieder reichen 50 %.

Draußen bleiben Bauträger und Landentwickler, Hypotheken- und Hybrid-REITs, Funkturm- und Holz-REITs, Spezial-REITs etwa für Gefängnisse oder Werbeflächen sowie Makler und Immobilienfinanzierer. Rechenzentren mit hohem Serviceanteil sind seit Juni 2022 zugelassen. Deshalb steht Equinix im SPDR mit 6,18 % auf Platz drei.

Neu aufgenommen wird nur, wer mindestens 200 Mio. US-Dollar Börsenwert im Streubesitz hat und im Median täglich mindestens 5 Mio. US-Dollar Handelsumsatz erreicht. Der Index umfasst ausdrücklich auch Schwellenländer und wird vierteljährlich im März, Juni, September und Dezember überprüft. Der SPDR-ETF bildet ihn optimiert ab und hält 223 Aktien.

HSBC: der breite Marktstandard der Industrieländer

Der FTSE EPRA Nareit Developed Index ist der Standardindex für börsennotierte Immobilien in Industrieländern. Aufgenommen wird, wer im letzten Geschäftsjahr mindestens 75 % seines EBITDA mit Besitz, Handel und Entwicklung von Mietimmobilien verdient hat. EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Nicht als Immobiliengeschäft zählen Finanzierung, Bauleistungen für Dritte, Infrastruktur wie Funktürme, Wald und Agrarland sowie Außenwerbung. Holdings, die mehr als die Hälfte ihres Vermögens in anderen börsennotierten Firmen halten, sind ausgeschlossen. Wer unter 75 % rutscht, aber noch 65 % schafft, bekommt ein Jahr Schonfrist.

Neue Mitglieder müssen außerdem mindestens 75 % ihres EBITDA in Industrieländern erzielen und einen geprüften Jahresbericht auf Englisch vorlegen. Dazu kommen Mindestgrößen und Liquiditätstests. Der Index wird vierteljährlich überprüft, der HSBC bildet ihn vollständig ab und hält 341 Aktien.

Der wichtigste Unterschied zum SPDR: Projektentwicklung und der Handel mit Immobilien zählen hier als Immobiliengeschäft mit. Der Index ist also breiter, aber weniger streng auf reine Vermieter ausgerichtet.

iShares Property Yield: Dividendenhürde mit neuer Regel seit September 2026

Beide iShares-ETFs starten mit dem FTSE-EPRA-Nareit-Universum, der Developed-ETF mit allen Industrieländern, der US-ETF nur mit den USA. Hinein darf nur, wer eine erwartete Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate über einer festen Hürde hat. Grundlage sind Analystenschätzungen, fehlen sie, zählt die bisherige Dividendenrendite.

Bis September 2026 lag die Hürde bei 2 %. Seit dem 21.09.2026 brauchen neue Titel mindestens 3 %, bestehende Titel fliegen erst raus, wenn ihre erwartete Rendite unter 1 % fällt. Geprüft wird nur einmal im Jahr im September, gewichtet wird wie im Grundindex nach Börsenwert.

Für die Praxis heißt das: Der Einstieg wird strenger, der Verbleib deutlich lockerer. Eine Aktie, die heute im Index steht, kann bis auf 1 % Dividendenrendite sinken und bleibt trotzdem drin. Der US-ETF bildet seinen Index vollständig ab (87 Aktien), der Developed-ETF optimiert (312 Aktien).

Was die Dividendenhürde bewirkt: das Beispiel Welltower

Welltower, ein US-Konzern für Seniorenwohnungen und Gesundheitsimmobilien, ist im HSBC mit 8,74 % die größte Position, vor Prologis mit 6,24 %. In beiden iShares-ETFs taucht Welltower nicht auf, obwohl auch dort nach Börsenwert gewichtet wird. Stattdessen steht Prologis auf Platz eins, mit 7,20 % im Developed-ETF und 10,85 % im US-ETF.

Da die iShares-Indizes aus demselben Universum auswählen wie der Index des HSBC, bleibt nur ein Grund: Welltower ist an der Dividendenhürde gescheitert. Die Hürde sortiert also keine wackeligen Dividendenzahler aus, sondern Aktien, deren Dividende im Verhältnis zum Kurs niedrig ist. Das ist eine Neigung zu günstiger bewerteten Aktien, kein Qualitätsfilter.

VanEck: die 100 meistgehandelten Immobilienaktien

Der GPR Global 100 Index wählt aus dem breiteren GPR 250 Index. Voraussetzung sind ein geprüfter englischer Jahresbericht, mindestens 15 % Streubesitz, mindestens 50 Mio. US-Dollar Börsenwert im Streubesitz und keine Beschränkungen für ausländische Aktionäre. Mindestens 75 % des Umsatzes müssen aus Vermietung und Projektentwicklung stammen, davon mindestens 25 % aus Vermietung.

Dazu kommt ein Nachhaltigkeitsfilter. GRESB bewertet von A bis E, wie offen Immobilienunternehmen über Umwelt- und Sozialthemen berichten. Aufgenommen wird nur, wer besser als E abschneidet, und die Stufe kürzt das Gewicht: A zählt voll, B mit 90 %, C mit 80 % und D mit 70 % des Börsenwerts.

Aus diesem Universum nimmt der Index 40 Aktien aus Amerika, 30 aus Asien-Pazifik und 30 aus EMEA, jeweils die mit dem höchsten durchschnittlichen Handelsumsatz der letzten zwölf Monate. Überprüft wird halbjährlich im März und September. Fusionieren zwei Mitglieder, fällt das übernommene Unternehmen weg und wird erst bei der nächsten Überprüfung ersetzt.

Die Länderquote klingt nach Streuung, wirkt aber nur auf die Anzahl der Aktien. Gewichtet wird nach Börsenwert, und die 40 Amerika-Titel sind im Schnitt deutlich größer als die übrigen 60. Deshalb steckt der VanEck mit 70,48 % mehr in den USA als der HSBC mit 65,51 %, obwohl der HSBC gar keine Quote kennt. Der VanEck bildet den Index vollständig ab und hält aktuell 99 Aktien.

So verteile ich die Punkte für die Regeln

ETFWarum dieser PlatzPunkte
SPDRStrengster Fokus auf Mieteinnahmen, Industrie- und Schwellenländer, vierteljährliche Überprüfung5
HSBCBreiter, sauber definierter Marktstandard, aber Projektentwickler zugelassen4
iShares DevelopedHSBC-Universum mit Dividendenhürde, die für REITs niedrig liegt und nur einmal im Jahr greift3
VanEckAuswahl nach Handelsumsatz, Länderquote nur nach Anzahl, Einzelposition von 12,66 %2
iShares USLogik wie iShares Developed, aber auf ein einziges Land beschränkt1
Datenquelle: eigene Bewertung auf Basis der Indexregelwerke, Stand 25.10.2026

Der SPDR bekommt den Vorzug, weil sein Regelwerk am genauesten das liefert, wofür ich REITs kaufe: Mieteinnahmen aus Bestandsimmobilien, in Industrie- und Schwellenländern. Der HSBC folgt knapp dahinter, weil er sauber und breit ist, aber auch Projektentwickler und Immobilienhändler zulässt.

Die Dividendenhürde der iShares-ETFs werte ich nicht als Vorteil. REITs schütten ohnehin viel aus, eine Hürde von 2 oder 3 % trifft vor allem teuer bewertete Aktien und nicht unsichere Zahler. Keiner der fünf Indizes kennt eine Obergrenze für einzelne Aktien. Beim VanEck führt die Auswahl der meistgehandelten Titel dazu, dass mehr als jeder achte Euro in Welltower steckt.

💡 Lesetipp: Index, Smart Beta oder aktiv?

Welche ETF-Strategien es gibt und wie sie sich in der Praxis unterscheiden, erkläre ich ausführlich in meinem Guide zu den ETF-Strategien.

Runde 2: Welcher REIT ETF hat die höchste Dividendenrendite?

Die höchste Dividendenrendite der fünf Finalisten liefert der VanEck Global Real Estate, 2025 waren es 3,54 %. HSBC folgt mit 3,11 %, danach iShares Developed Markets Property Yield (2,97 %), iShares US Property Yield (2,89 %) und SPDR (2,61 %). Ausgerechnet die beiden ETFs mit „Yield“ im Namen landen also hinter dem breiten HSBC.

Ausschüttungsrendite von 2022 bis 2026

Die Ausschüttungsrendite zeigt, wie viel Prozent vom Kurs ein ETF in einem Jahr an dich auszahlt. Für die Punkte zählt 2025, das letzte Jahr mit allen vier Zahlungen.

ETF20222023202420252026 (Prognose)Punkte
VanEck3,55 %3,87 %3,58 %3,54 %3,30 %5
HSBC2,78 %3,55 %3,37 %3,11 %3,02 %4
iShares Developed2,92 %3,23 %3,20 %2,97 %3,06 %3
iShares US3,04 %3,40 %3,24 %2,89 %3,03 %2
SPDR2,27 %2,80 %2,80 %2,61 %2,54 %1
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026

Auf 10.000 € umgerechnet heißt das: Der VanEck hätte 2025 rund 354 € brutto überwiesen, der SPDR rund 261 €. Zwischen erstem und letztem Platz liegen also 93 € im Jahr.

Der VanEck lag in jedem der vier vollständigen Jahre seit 2022 vorn. Der SPDR hatte in jedem Jahr die niedrigste Ausschüttungsrendite. An der Spitze und am Ende der Tabelle ist das Ergebnis also stabil.

Warum die Yield-ETFs nicht mehr ausschütten als der HSBC

Im Schnitt der Jahre 2022 bis 2025 kommt der HSBC auf 3,20 %, der iShares US Property Yield auf 3,14 % und der iShares Developed Markets Property Yield auf 3,08 %. Nur in der Prognose für 2026 liegen die beiden iShares-ETFs mit 3,03 % und 3,06 % hauchdünn vor dem HSBC mit 3,02 %.

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens liegt die Hürde für REITs niedrig, und die verbleibenden Aktien werden weiter nach Börsenwert gewichtet, die großen REITs dominieren also trotzdem. Zweitens werden die laufenden Kosten in der Regel aus den Erträgen bezahlt, und die liegen beim iShares Developed mit 0,59 % mehr als doppelt so hoch wie beim HSBC mit 0,24 %.

Für dich heißt das: „Yield“ im Namen ist bei REIT ETFs kein Versprechen für mehr Ausschüttung. Wer möglichst viel laufenden Ertrag will, findet ihn in diesem Feld beim VanEck.

Der Ausschüttungskalender der Finalisten

Gezahlt wird bei allen fünf quartalsweise, nur die Monate unterscheiden sich. Für ein Depot mit mehreren ETFs ist das praktisch.

ETFAusschüttungsmonate
HSBCJanuar, April, Juli, Oktober
iShares US, iShares DevelopedFebruar, Mai, August, November
VanEck, SPDRMärz, Juni, September, Dezember
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026

Nimmst du aus jeder Zeile einen ETF, landet jeden Monat Geld auf deinem Konto. Ein einzelner Finalist mit Monatszahlung ist nicht dabei. Ob das Sinn ergibt, solltest du für dich selber entscheiden.

💡 Tipp: Dividenden-ETFs zu einem Portfolio kombinieren

Wie verschiedene Dividenden-ETFs in kompletten Portfolios zusammenspielen und welche Mischung zu welchem Ziel passt, zeige ich dir in meinem Vergleich 8 Dividenden-ETF-Portfolios im Vergleich.

Runde 3: Welcher REIT ETF hat das beste Dividendenwachstum?

Das beste Dividendenwachstum hat der State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate. Er hat seine Ausschüttung über fünf und sieben Jahre am stärksten gesteigert (+2,32 % und +2,05 % pro Jahr) und über drei Jahre am wenigsten gekürzt (-1,18 % pro Jahr). Den letzten Platz belegt der VanEck. Alle fünf Finalisten zahlten 2025 weniger je Anteil aus als 2022.

Ausschüttung je Anteil seit 2022

ETF20222023202420252026 (Prognose)
SPDR0,86 €0,82 €0,85 €0,83 €0,83 €
HSBC0,68 €0,67 €0,66 €0,63 €0,61 €
iShares US0,98 €0,85 €0,84 €0,83 €0,84 €
iShares Developed0,78 €0,67 €0,68 €0,66 €0,66 €
VanEck1,65 €1,36 €1,32 €1,38 €1,33 €
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026

Die Beträge je Anteil kannst du zwischen den ETFs nicht vergleichen, weil die Anteile unterschiedlich viel kosten. Entscheidend ist die Entwicklung über die Jahre. Von 2022 bis 2025 sank die Ausschüttung je Anteil beim SPDR um 3,49 %, beim HSBC um 7,35 % und bei den anderen drei um mehr als 15 %.

Wachstum über drei, fünf und sieben Jahre

ETF1 Jahr3 Jahre p.a.5 Jahre p.a.7 Jahre p.a.RangsummePunkte
SPDR-2,35 %-1,18 %+2,32 %+2,05 %155
HSBC-4,55 %-2,51 %+1,67 %0,00 %114
iShares US-1,19 %-5,39 %+2,05 %-3,04 %83
iShares Developed-2,94 %-5,42 %+0,93 %-2,88 %62
VanEck+4,55 %-5,78 %-1,65 %-1,37 %51
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026, Rangsumme eigene Berechnung

p.a. bedeutet pro Jahr. Beim Einjahreswert stehen sich 2025 und 2024 gegenüber, beim Dreijahreswert 2025 und 2022. In die Wertung gehen drei, fünf und sieben Jahre ein, denn diese Zeiträume gibt es für alle fünf ETFs, und ein einzelnes Jahr hängt zu sehr am Wechselkurs.

Der SPDR ist der einzige ETF, der in allen drei Zeiträumen auf Rang eins liegt. Der VanEck hat zwar den besten Einjahreswert, landet über drei und fünf Jahre aber jeweils auf dem letzten Platz.

Warum 2022 so hoch aussieht

Alle Beträge sind in Euro gemessen, die meisten Immobilienaktien in diesen ETFs zahlen aber in US-Dollar. Ein Teil der Rückgänge seit 2022 geht deshalb auf den Wechselkurs zurück und nicht auf gekürzte Dividenden der Unternehmen.

Beim VanEck ist der Bruch besonders deutlich: 1,65 € je Anteil im Jahr 2022, ein Jahr später nur noch 1,36 €. Seitdem pendelt die Zahlung zwischen 1,32 € und 1,38 €. Für 2026 liegt die Prognose mit 1,33 € um 3,62 % unter dem Vorjahr.

Strenge Regeln, stabile Zahlung

Der SPDR lässt nur Vermieter zu, deren Erträge aus laufenden Mieten kommen. Dass ausgerechnet er die stabilste Ausschüttung liefert, passt ins Bild. Die Dividendenhürde der iShares-ETFs bringt dagegen kein besseres Wachstum, beide landen auf den Plätzen drei und vier.

Lebst du von den Ausschüttungen, ist diese Runde für dich wichtiger als die Höhe der Rendite. 3,54 % nützen wenig, wenn der Betrag je Anteil wie beim VanEck seit 2022 um 16,36 % geschrumpft ist.

Runde 4: Wie gut sind REIT ETFs diversifiziert und wo lauern Klumpenrisiken?

Am breitesten gestreut sind der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed und der iShares Developed Markets Property Yield, die sich den Rundensieg teilen. Der HSBC hält mit 341 die meisten Aktien, der iShares Developed hat mit 36,36 % den kleinsten Anteil in den zehn größten Positionen. Das größte Klumpenrisiko trägt der iShares US Property Yield mit 99,84 % USA, beim VanEck steckt mehr als jeder achte Euro in einer einzigen Aktie.

Breite, Klumpen und USA-Anteil in Zahlen

In die Wertung fließen vier Werte ein: wie viele Aktien der ETF hält, wie schwer die zehn größten wiegen, wie hoch der USA-Anteil ist und wie groß die dickste Einzelposition ausfällt. Die Branchenverteilung hilft bei REIT ETFs nicht weiter, extraETF ordnet bei allen fünf mehr als 98 % schlicht „Immobilien“ zu.

ETFAktienTop 10USA-AnteilGrößte PositionRangsummePunkte
HSBC34138,67 %65,51 %Welltower 8,74 %184,5
iShares Developed31236,36 %66,33 %Prologis 7,20 %184,5
SPDR22345,19 %73,32 %Welltower 10,28 %113
VanEck9949,98 %70,48 %Welltower 12,66 %82
iShares US8754,77 %99,84 %Prologis 10,85 %51
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026, Rangsumme eigene Berechnung

In der Spalte Aktien zählen nur Aktien, Kasse und sonstige Posten bleiben außen vor. HSBC und iShares Developed haben dieselbe Rangsumme und teilen sich die Punkte für die ersten beiden Plätze.

Regionen: Die USA dominieren jeden Finalisten

ETFNordamerikaAsienEuropaPazifikSonstige Regionen
HSBC67,47 %14,90 %10,50 %5,56 %keine Angabe
iShares Developed68,58 %14,69 %11,50 %4,03 %keine Angabe
VanEck70,48 %14,15 %10,50 %3,10 %0,93 %
SPDR74,05 %12,41 %8,71 %2,23 %2,09 %
iShares US99,84 %keine Angabekeine Angabekeine Angabekeine Angabe
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026. Sonstige Regionen: Lateinamerika, Afrika und Osteuropa zusammen. Pazifik umfasst vor allem Australien.

Auch die vier globalen ETFs stecken zwischen 65,51 % und 73,32 % in den USA. Wer mit einem REIT ETF bewusst Abstand zum US-Markt sucht, findet ihn hier nicht. Zweitgrößtes Land ist bei allen vier Japan, mit 7,13 % bis 9,23 %.

Deutschland spielt kaum eine Rolle. Nur beim VanEck (1,54 %) und beim iShares Developed (1,50 %) schafft es Deutschland überhaupt unter die zehn größten Länder. Kleine Positionen in Lateinamerika, Afrika und Osteuropa halten nur SPDR und VanEck.

Immobilientypen: Was in den Top 10 steckt

Weil extraETF keine Unterbranchen ausweist, habe ich die zehn größten Positionen jedes ETFs nach Immobilientyp zugeordnet. Das ergibt kein vollständiges Bild, zeigt aber, wo die Schwerpunkte liegen.

ETFRechenzentren und DatenspeicherGesundheit und SeniorenwohnenLogistikEinzelhandelSelf-StorageWohnungen
HSBC8,45 %11,00 %8,12 %6,07 %2,59 %2,43 %
iShares Developed11,41 %2,67 %7,20 %7,27 %4,92 %2,90 %
VanEck4,68 %15,95 %8,86 %9,06 %6,05 %3,32 %
SPDR9,99 %12,98 %7,64 %7,20 %4,66 %2,71 %
iShares US17,18 %4,02 %10,85 %10,95 %7,41 %4,37 %
Datenquelle: extraETF Top 10, Stand 23.10.2026, Zuordnung nach Immobilientyp eigene Einordnung. Beim VanEck kommt Mitsubishi Estate (Büro und gemischte Nutzung, Japan) mit 2,05 % dazu.

Die Zuordnung: Equinix und Digital Realty betreiben Rechenzentren, Iron Mountain Archive und Rechenzentren. Welltower und Ventas vermieten Seniorenwohnungen und Gesundheitsimmobilien, Prologis und Goodman Group Logistikhallen. Simon Property betreibt Einkaufszentren und Outlets, Realty Income vermietet vor allem an Einzelhändler, Public Storage und Extra Space Storage vermieten Lagerräume an Privatleute und Firmen (Self-Storage).

Vivmark Residential, in den Top 10 aller fünf ETFs, ist der aus AvalonBay und Equity Residential hervorgegangene US-Wohnungsvermieter. Realty Income arbeitet mit Net-Lease-Verträgen, bei denen die Mieter Steuern, Versicherung und Instandhaltung selbst tragen. Das macht die Mieteinnahmen planbar.

Die Unterschiede sind deutlich. Der iShares US steckt 17,18 % allein in drei Rechenzentrums- und Datenspeicherwerte und hat mit 4,02 % deutlich weniger Gesundheitsimmobilien, weil Welltower fehlt. Der VanEck ist umgekehrt aufgestellt: 15,95 % Gesundheit, und Equinix taucht in seinen Top 10 gar nicht auf, obwohl der Konzern bei den anderen vier zwischen 5,07 % und 8,49 % wiegt.

Einzelpositionen: Welltower ohne Obergrenze

Welltower ist in drei der fünf ETFs die größte Position: 12,66 % beim VanEck, 10,28 % beim SPDR und 8,74 % beim HSBC. Beim VanEck macht Welltower damit fast 18 % des gesamten US-Anteils aus. Keiner der drei Indizes kennt eine Obergrenze für einzelne Aktien, die EU-Fondsrichtlinie erlaubt Indexfonds bis zu 20 % in einem Unternehmen, in Ausnahmefällen bis zu 35 %.

Ein Detail beim HSBC sieht nach viel ungenutztem Geld aus, ist es aber nicht. Neben 7,35 % Cash weist der Fonds gleichzeitig 98,27 % Immobilienaktien aus. Zusammen ergibt das mehr als 100 %, den Cash-Posten stehen also Verbindlichkeiten gegenüber. Netto liegen weniger als 2 % des Fonds außerhalb von Immobilienaktien.

Runde 5: Welcher REIT ETF hat das geringste Risiko?

Das geringste Risiko im Feld trägt der State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate: Er schwankt am wenigsten (14,16 %) und hatte in den aktuellen Risikokennzahlen den kleinsten Rückgang (-8,20 %). In der Zinsphase von Oktober 2021 bis Oktober 2023 kam dagegen der iShares US Property Yield mit -19,27 % am besten durch. Das höchste Risiko trägt der VanEck, die Unterschiede zwischen allen fünf sind aber klein.

Drei Kennzahlen für das Risiko

Volatilität beschreibt, wie heftig der Kurs nach oben und unten ausschlägt. Der maximale Drawdown ist das tiefste Minus zwischen einem Hoch und dem folgenden Tief. Beide Werte kommen aus den aktuellen Risikokennzahlen, die Volatilität misst ein Jahr.

Zwölf Monate sagen aber wenig darüber, was ein REIT ETF im Ernstfall aushält. Als dritten Wert nehme ich deshalb die Zinsphase von Oktober 2021 bis Oktober 2023, in der die Notenbanken in den USA und Europa die Zinsen schnell angehoben haben. Diese Rendite habe ich aus den Fünf- und Dreijahreswerten herausgerechnet.

ETFVolatilität 1 JahrMax. DrawdownRendite 10/2021 bis 10/2023RangsummePunkte
SPDR14,16 %-8,20 %-22,21 %125
iShares US14,31 %-9,32 %-19,27 %103,5
HSBC14,80 %-8,96 %-21,96 %103,5
iShares Developed14,23 %-9,16 %-23,41 %82
VanEck15,55 %-9,34 %-22,14 %51
Datenquelle: extraETF, Risikokennzahlen Stand 30.09.2026, Renditen Stand 23.10.2026 (HSBC 22.10.2026), Rendite 10/2021 bis 10/2023 und Rangsumme eigene Berechnung

iShares US und HSBC kommen auf dieselbe Rangsumme und teilen sich die Punkte für Platz zwei und drei.

Kleine Abstände bei den aktuellen Kennzahlen

Ob 14,16 % oder 15,55 % Volatilität, im Depotalltag merkst du davon kaum etwas. Auch die Drawdowns von -8,20 % bis -9,34 % liegen eng beieinander. Der SPDR gewinnt die Runde, weil er bei beiden Kennzahlen vorn liegt.

Der VanEck schwankt am stärksten und hatte den größten Rückgang. Seine Konzentration dürfte dazu beitragen. Wer 12,66 % in einer Aktie hält, spürt deren Kursbewegungen stärker im Fonds.

Die Zinsphase zeigt, was REIT ETFs aushalten müssen

Von Oktober 2021 bis Oktober 2023 lagen alle fünf Finalisten zwischen -19,27 % und -23,41 %, Ausschüttungen eingerechnet. Das ist das eigentliche Risiko von Immobilienaktien: Steigen die Zinsen schnell, werden Finanzierungen teurer und Immobilienwerte sinken.

Am besten kam ausgerechnet der reine USA-ETF durch. Der iShares US Property Yield lag mit -19,27 % zwischen 2,69 und 4,14 Prozentpunkte vor den anderen vier. Am stärksten erwischte es den iShares Developed Markets Property Yield mit -23,41 %.

Was die Sharpe Ratio verrät und was ich weglasse

Die Sharpe Ratio zeigt, wie viel Rendite über dem risikolosen Zins ein ETF für jede Einheit Schwankung geliefert hat. Je höher der Wert, desto besser wurde das Risiko bezahlt. iShares US (0,13) und SPDR (0,12) liegen vorn, HSBC (0,00), VanEck (-0,01) und iShares Developed (-0,10) dahinter.

Alpha, Beta und die Capture Ratios lasse ich bewusst weg. Diese Kennzahlen misst extraETF gegen eine Benchmark, und die unterscheidet sich je nach ETF. Ein fairer Vergleich zwischen den fünf ist damit nicht möglich.

Runde 6: Welcher REIT ETF ist am günstigsten?

Der günstigste REIT ETF im Finale ist der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed: 0,24 % TER und von 2022 bis 2025 im Schnitt 0,21 Prozentpunkte pro Jahr vor seinem Index. Zweiter wird der iShares US Property Yield, der trotz 0,40 % TER im selben Zeitraum im Schnitt 0,31 Prozentpunkte besser war als sein Index. Den letzten Platz belegt der iShares Developed Markets Property Yield mit 0,59 % TER.

Ausgewiesene Kosten gegen echten Abstand zum Index

Die Tracking Difference (TD) misst, wie weit ein ETF in einem Jahr von seinem Index entfernt lag. Bei extraETF steht ein Plus für einen Rückstand, ein Minus dafür, dass der ETF seinen Index geschlagen hat. Anders als die TER zeigt die TD also, was unterm Strich passiert.

ETFTERØ TD 2022 bis 2025Ø TD (extraETF)RangsummePunkte
HSBC0,24 %-0,21 %-0,07 %95
iShares US0,40 %-0,31 %-0,27 %7,54
VanEck0,25 %+0,30 %+0,03 %53
SPDR0,40 %+0,27 %+0,30 %4,52
iShares Developed0,59 %+0,05 %+0,15 %41
Datenquelle: extraETF, Stand 30.09.2026, Ø TD 2022 bis 2025 und Rangsumme eigene Berechnung

In die Wertung gehen die TER und der Durchschnitt der vier vollen Jahre 2022 bis 2025 ein. Bei der TER teilen sich iShares US und SPDR mit je 0,40 % die Ränge drei und vier. Nehme ich stattdessen den Durchschnittswert von extraETF, ergeben sich exakt dieselben Punkte.

Die Tracking Difference Jahr für Jahr

ETF20222023202420252026 bis 30.09.
HSBC-0,01 %-0,33 %-0,27 %-0,24 %-0,23 %
iShares US-0,14 %-0,45 %-0,34 %-0,29 %-0,22 %
VanEck+0,09 %+0,43 %+0,37 %+0,32 %+0,24 %
SPDR+0,18 %+0,33 %+0,29 %+0,26 %+0,19 %
iShares Developed+0,16 %-0,07 %+0,07 %+0,05 %+0,03 %
Datenquelle: extraETF, Stand 30.09.2026

HSBC und iShares US lagen in jedem Jahr vor ihrem Index, VanEck und SPDR in jedem Jahr dahinter. Beim VanEck passt der Durchschnitt von extraETF (+0,03 %) nicht zu den Jahreswerten seit 2022, die alle zwischen +0,09 % und +0,43 % liegen. Der Durchschnitt umfasst offenbar einen längeren Zeitraum mit größeren Ausreißern, darauf deutet auch die Standardabweichung der TD von 2,26 % hin. Bei den anderen vier liegt sie zwischen 0,17 % und 0,45 %.

Warum zwei ETFs ihren Index schlagen

Die drei FTSE-Indizes von HSBC und iShares sind Nettoindizes. Sie ziehen von den Dividenden die Quellensteuer zum Höchstsatz ab, den Anleger ohne Doppelbesteuerungsabkommen zahlen. Ein Fonds mit Sitz in Irland zahlt auf viele Dividenden weniger und kann seinen Index dadurch schlagen. Dazu kommen Erträge aus der Wertpapierleihe, bei der ein Fonds Aktien gegen Gebühr und Sicherheiten verleiht.

Der VanEck misst sich dagegen an einem Bruttoindex, in dem gar keine Quellensteuer abgezogen wird. Gegen einen solchen Index kann ein Fonds nach Steuern und Kosten kaum vorn liegen, zumal der VanEck keine Wertpapiere verleiht. Seine TD ist deshalb nicht direkt mit den anderen vergleichbar. Was am Ende bei dir ankommt, zeigt Runde 7.

Der iShares Developed zeigt den Effekt besonders gut. Er kostet 0,59 % TER, lag von 2022 bis 2025 aber im Schnitt nur 0,05 Prozentpunkte hinter seinem Index. Ein großer Teil der Kosten wird also wieder hereingeholt.

Handelskosten und Fondsgröße

ETFFondsvolumenVeränderung seit JahresbeginnXLM
iShares US514,33 Mio. €+7,50 %16,66
iShares Developed811,63 Mio. €-1,02 %18,22
HSBC2,31 Mrd. €+57,25 %21,13
VanEck453,42 Mio. €+46,16 %26,80
SPDR309,85 Mio. €+23,14 %36,39
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026

Das Xetra-Liquiditätsmaß (XLM) beziffert, was dich ein Kauf mit direktem Wiederverkauf an der Xetra über den Spread kostet, also über den Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Angegeben wird es in Basispunkten, ein Basispunkt entspricht 0,01 %. Bei 10.000 € sind das rund 17 € beim iShares US und rund 36 € beim SPDR.

Bei einem Sparplan über viele Jahre fallen diese Unterschiede kaum ins Gewicht. Für eine größere Einmalanlage gilt trotzdem: immer mit Limit kaufen. Der HSBC ist mit 2,31 Mrd. € der mit Abstand größte Finalist und hat seit Jahresbeginn um 840,33 Mio. € zugelegt.

Runde 7: Welcher REIT ETF hat über 10 Jahre die beste Rendite?

Die beste Rendite über zehn Jahre hat der VanEck Global Real Estate mit +46,25 %, hauchdünn vor dem iShares US Property Yield mit +46,23 %. Beide kommen auf +3,87 % pro Jahr. Dahinter folgen HSBC (+34,20 %), SPDR (+30,05 %) und iShares Developed Markets Property Yield (+28,48 %).

Zehn Jahre im Vergleich

ETF10 Jahrepro JahrAus 10.000 € wurdenPunkte
VanEck+46,25 %+3,87 %14.625 €5
iShares US+46,23 %+3,87 %14.623 €4
HSBC+34,20 %+2,99 %13.420 €3
SPDR+30,05 %+2,66 %13.005 €2
iShares Developed+28,48 %+2,54 %12.848 €1
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026 (HSBC 22.10.2026). Gesamtrendite in Euro inklusive Ausschüttungen.

Zwischen VanEck und iShares US liegen über zehn Jahre 2 €. Zwischen dem ersten und dem letzten Platz sind es 1.777 €. Über knapp 4 % pro Jahr ist in diesem Feld kein ETF hinausgekommen, Ausschüttungen eingerechnet.

Die zehn Jahre in vier Etappen

Um zu sehen, wann der Vorsprung entstanden ist, habe ich die zehn Jahre in vier Abschnitte zerlegt. Gerechnet ist das aus den Renditen über drei, fünf, sieben und zehn Jahre.

ETF10/2016 bis 10/201910/2019 bis 10/202110/2021 bis 10/202310/2023 bis 10/2026
VanEck+23,10 %+7,06 %-22,14 %+42,53 %
iShares US+22,71 %+7,65 %-19,27 %+37,13 %
HSBC+23,76 %+4,93 %-21,96 %+32,43 %
SPDR+19,38 %+3,52 %-22,21 %+35,28 %
iShares Developed+23,63 %+3,83 %-23,41 %+30,69 %
Datenquelle: extraETF, Renditen Stand 23.10.2026 (HSBC 22.10.2026), Etappen eigene Berechnung

Der VanEck verdankt seinen Sieg vor allem den letzten drei Jahren mit +42,53 %. Der iShares US lag in der Corona-Phase und in der Zinsphase vorn und hat über alle vier Etappen die beste Durchschnittsplatzierung (2,0 gegenüber 2,25 beim VanEck). Er ist damit der beständigste Finalist.

Der HSBC hatte die beste erste Etappe, lag danach aber nur noch auf den Plätzen zwei bis vier. Der iShares Developed landete in drei von vier Etappen auf einem der beiden letzten Plätze.

Endergebnis: Welcher REIT ETF ist der beste?

Im Gesamtklassement liegt der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist) mit 28 von 35 Punkten vorn und ist damit der beste REIT ETF in diesem Test. Er holt die Kostenrunde, teilt sich Platz eins bei der Streuung und fällt in keiner Runde hinter Platz drei zurück. Es folgen SPDR (23 Punkte), VanEck (19), iShares US Property Yield (18,5) und iShares Developed Markets Property Yield (16,5).

Alle Punkte auf einen Blick

PlatzETFRegelnRenditeWachstumStreuungRisikoKosten10 JahreGesamt
1HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed4444,53,55328
2State Street SPDR Dow Jones Global Real Estate515352223
3VanEck Global Real Estate251213519
4iShares US Property Yield12313,54418,5
5iShares Developed Markets Property Yield3324,521116,5
Datenquelle: eigene Auswertung auf Basis von extraETF, Stand 23.10.2026 (Risikokennzahlen und Tracking Difference 30.09.2026)

Hält das Ergebnis, wenn ich anders rechne?

Runde 1 beruht auf meiner Bewertung, und in Runde 7 trennen Platz eins und zwei nur 0,02 Prozentpunkte. Beides sind Stellen, an denen das Ergebnis wackeln könnte, deshalb habe ich drei Varianten durchgerechnet.

ETF7 RundenOhne Runde 1Runde 7 mit 5 statt 10 JahrenRunde 7 als Gleichstand
HSBC28242728
SPDR23182423
VanEck19171918,5
iShares US18,517,518,519
iShares Developed16,513,516,516,5
Datenquelle: eigene Auswertung auf Basis von extraETF, Stand 23.10.2026

Egal welche Variante: Vorn stehen immer HSBC und SPDR, hinten immer der iShares Developed. Mit der Rendite über drei Jahre statt zehn ergeben sich dieselben Punkte wie mit fünf Jahren. Nur VanEck und iShares US tauschen je nach Variante die Plätze drei und vier, zwischen beiden liegt also praktisch ein Unentschieden.

1. HSBC: der Allrounder

Der HSBC räumt nicht in jeder Runde ab, leistet sich aber auch keinen Ausrutscher. Er ist der günstigste und größte Finalist, hält die meisten Aktien, lag in jedem Jahr seit 2022 vor seinem Index und liefert mit 3,11 % die zweithöchste Ausschüttungsrendite.

Zwei Schwächen solltest du trotzdem auf dem Schirm haben. Über zehn Jahre reicht es mit +34,20 % nur für Platz drei, gut 12 Prozentpunkte hinter VanEck und iShares US. Und die Ausschüttung je Anteil sinkt seit 2022 Jahr für Jahr, von 0,68 € auf 0,63 € und in der Prognose für 2026 auf 0,61 €.

2. SPDR: der Solide

Der SPDR gewinnt drei Runden und damit mehr als jeder andere Finalist: Regeln, Dividendenwachstum und Risiko. Er lässt nur echte Vermieter zu, hält seine Ausschüttung am stabilsten und schwankt am wenigsten.

Dafür zahlt er mit 2,61 % die niedrigste Ausschüttungsrendite, kostet 0,40 % TER, lag in jedem Jahr hinter seinem Index und ist mit einem XLM von 36,39 am teuersten zu handeln. Über zehn Jahre liegt er mit +30,05 % auf Platz vier.

3. VanEck: der Renditestarke mit Klumpen

Der VanEck hat die höchste Ausschüttungsrendite (3,54 %) und die beste Rendite über drei, fünf und zehn Jahre. Er verleiht keine Wertpapiere und ist der einzige Finalist mit Fondswährung Euro.

Die Kehrseite: Welltower wiegt 12,66 %, die Volatilität ist die höchste im Feld, und die Ausschüttung je Anteil ist seit 2022 von 1,65 € auf 1,38 € gefallen. Im Dividendenwachstum und beim Risiko wird er jeweils Letzter.

4. iShares US Property Yield: der USA-Spezialist

Der iShares US hat über die vier Etappen der zehn Jahre die beste Durchschnittsplatzierung, kam am besten durch die Zinsphase, schlägt seinen Index und ist am günstigsten zu handeln. Über zehn Jahre liegt er nur 0,02 Prozentpunkte hinter dem VanEck.

Sein Problem ist die Konzentration: 99,84 % USA, nur 87 Aktien und 54,77 % in den zehn größten Positionen. Die Dividendenhürde bringt ihm keine höhere Ausschüttung, 2025 lag er mit 2,89 % unter dem HSBC.

5. iShares Developed Markets Property Yield: der Teure

Der iShares Developed streut fast so breit wie der HSBC und hat den kleinsten Top-10-Anteil im Feld. Bei Wertentwicklung und Kosten fällt er aber deutlich ab: 0,59 % TER, +0,09 % über fünf Jahre und Platz fünf über zehn Jahre. In der Zinsphase hat es ihn mit -23,41 % außerdem am stärksten erwischt.

Seine Dividendenhürde liefert 2025 und im Schnitt seit 2022 keine höhere Ausschüttung als der breite HSBC, der weniger als die Hälfte kostet. Ich sehe keinen Grund, ihn dem HSBC vorzuziehen.

Für welchen Anlegertyp eignet sich welcher REIT ETF?

Für die meisten Anleger ist der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed der vernünftigste REIT ETF: günstig, breit und mit solider Ausschüttung. Wer möglichst viel laufenden Ertrag will und die Welltower-Konzentration akzeptiert, greift zum VanEck. Wer eine stabile Ausschüttung und einen strengen Vermieter-Fokus über die Höhe stellt, ist beim SPDR richtig.

Welcher Finalist zu welchem Ziel passt

ETFAusschüttung 2025TERDie richtige Wahl, wenn du …
HSBC3,11 %0,24 %einen günstigen, breiten Immobilienbaustein für Industrieländer suchst
SPDR2,61 %0,40 %reine Vermieter, eine stabile Ausschüttung und etwas Schwellenländer willst
VanEck3,54 %0,25 %die höchste laufende Ausschüttung willst und 12,66 % in einer Aktie akzeptierst
iShares US2,89 %0,40 %gezielt auf US-Immobilien setzen willst und sonst schon global investiert bist
iShares Developed2,97 %0,59 %ihn schon hältst und vor einem Wechsel die Steuern auf aufgelaufene Gewinne abwägst
Datenquelle: extraETF, Stand 23.10.2026

Für die Entnahmephase

Wer von Ausschüttungen lebt, braucht vor allem einen verlässlichen Betrag. Der VanEck zahlt am meisten, sein Betrag je Anteil liegt aber 16,36 % unter 2022. Der SPDR zahlt weniger, war in der Ausschüttung aber am stabilsten.

Ein Kompromiss ist der HSBC mit 3,11 % Ausschüttungsrendite und den niedrigsten Kosten. Kombinierst du ihn mit VanEck und einem der iShares-ETFs, kommt jeden Monat Geld. Bedenke dabei, dass ein iShares US die USA-Lastung deines Depots weiter erhöht.

Für den Vermögensaufbau

Solange du ansparst, entscheidet die Gesamtrendite. Über zehn Jahre lagen VanEck und iShares US mit je +3,87 % pro Jahr vorn. Der HSBC kam auf +2,99 % pro Jahr, kostet aber am wenigsten.

Rechne nicht mit Wunderrenditen. Die besten REIT ETFs haben in den letzten zehn Jahren knapp 4 % pro Jahr gebracht, inklusive Ausschüttungen und inklusive einer Phase mit Verlusten um 20 %.

Wie viel REIT ETF gehört ins Depot?

Ein REIT ETF gehört als Beimischung ins Depot, nicht als Basis. Alle fünf Finalisten stecken mindestens 65 % in den USA, alle haben in der Zinsphase zwischen -19,27 % und -23,41 % gemacht, und bei allen liegt die Ausschüttung je Anteil unter dem Wert von 2022.

Als Beimischung neben einem breiten Aktien-ETF ergeben REIT ETFs Sinn, weil sie mit Mieteinnahmen eine eigene Ertragsquelle mitbringen und regelmäßig ausschütten. Dafür nimmst du ein ausgeprägtes Zinsrisiko in Kauf. Wie groß der Anteil sein sollte, hängt von deinem Ziel, deinem derzeitigen Portfolio und deiner Risikobereitschaft ab.

💡 Lesetipp: Wie du ein Depot sinnvoll aufbaust

Wie du Kern und Satelliten, breite ETFs und Beimischungen sinnvoll gewichtest, erkläre ich dir in meinem Guide zum Portfolioaufbau.

Wann du die Finger von REIT ETFs lassen solltest

Brauchst du eine Ausschüttung, die Jahr für Jahr wächst, wirst du hier nicht fündig. Keiner der fünf hat seine Ausschüttung seit 2022 durchgehend gesteigert.

Auch wer mit Immobilien Abstand zum US-Markt sucht, wird enttäuscht. Die Vorrunde hat gezeigt, wie riskant der Weg über Europa oder Großbritannien in den letzten fünf Jahren war, und die globalen ETFs sind im Kern US-ETFs.

Mein persönliches Fazit

Der HSBC FTSE EPRA NAREIT Developed UCITS ETF (Dist) gewinnt den REIT ETF Vergleich mit 28 von 35 Punkten. Er ist der günstigste Finalist mit den meisten Aktien, schlägt seinen Index und bleibt in jeder Variante der Gegenprobe vorn. Platz zwei geht an den SPDR Dow Jones Global Real Estate mit dem strengsten Regelwerk und der stabilsten Ausschüttung.

Für mich stecken drei Erkenntnisse in diesem Vergleich. Erstens hat die Region mehr entschieden als jeder Indexanbieter: Kein Europa-, UK- oder Asien-ETF mit fünf Jahren Historie hat in dieser Zeit ein Plus gebracht. Zweitens ist „Yield“ im Namen kein Versprechen, beide Yield-Finalisten schütteten 2025 weniger aus als der HSBC.

Drittens haben REIT ETFs in den letzten zehn Jahren keine Wunder geliefert. Der beste kam auf +3,87 % pro Jahr, und bei allen fünf liegt die Ausschüttung je Anteil unter dem Wert von 2022. Wer Immobilienaktien beimischen will, ist mit dem HSBC als günstigem Basisbaustein gut bedient. Wer die höchste Ausschüttung sucht, greift zum VanEck und muss mit Welltower als Klumpen leben.

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FAQ: Die besten REIT ETFs

Hier findest du schnelle Antworten auf typische Fragen rund um REIT ETFs, jeweils mit Zahlen und Datenstand.

Quellenverzeichnis

Renditen, Ausschüttungen und Zusammensetzung 23.10.2026, Risikokennzahlen und Tracking Difference 30.09.2026, Indexregeln abgerufen am 25.10.2026

Disclaimer

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen. Er gibt meine persönliche Einschätzung wieder, auch die Punktwertung beruht auf meiner Auswahl und Gewichtung der Kennzahlen. Vergangene Renditen sagen nichts Verlässliches über künftige Ergebnisse.

Immobilienaktien hängen stark an der Zinsentwicklung und können kräftig schwanken, bis hin zum Totalverlust. Weil die Finalisten überwiegend in US-Dollar investieren, kommt ein Währungsrisiko dazu. Ich habe alle Zahlen sorgfältig geprüft, ganz ausschließen kann ich Fehler trotzdem nicht. Wirf vor jeder Entscheidung einen Blick in die aktuellen Fondsdokumente des Anbieters.

Hi, ich bin Patrick – der Kopf (oder Fuchs) hinter Dividendenknecht.

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